Im Kontext der Ergebnisse des Recherchenetzwerks Correctiv und der anstehenden Wahlen in Europa, auf Länder- und auf Kommunalebene wird unübersehbar: Rechte und rechtspopulistische Akteure und Parteien wollen das demokratische System in Deutschland in Richtung einer autoritären Gesellschaft verändern.

Koblenz |

„Gespräche mit Personen, die dem Rechtspopulismus nahestehen oder rechtsradikale Ideen vertreten, sind oft frustrierend, enden in Streit und werden aus diesen Gründen auch gemieden“, so Walter Ötsch, Professor für Kulturgeschichte an der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung in Koblenz und Experte für politische Kommunikation.

Um einen Umgang damit zu finden, bietet die Hochschule für Gesellschaftsgestaltung nun in Kooperation mit dem ISSO-Institut und dem Beirat für Migration und Integration der Stadt Koblenz einen Kommunikations-Workshop mit Walter Ötsch zum Thema an.

Zum einen werden Hintergründe zu rechtspopulistischem und rechtsradikalem Denken und Sprechen vermittelt: Was sind Gründe für eine zunehmende Radikalisierung? Was ist bei steigendem Einfluss rechter und rechtspopulistischer Akteure gesellschaftlich zu erwarten? Welche kommunikativen Taktiken werden angewendet? Und wie kann ihnen begegnet werden? Zum anderen wird das Gelernte an konkreten Beispielen erprobt und Strategien erarbeitet, mit belastenden Gesprächen so umzugehen, dass kein Verlust an Energie oder Motivation für einen energischen Einsatz zur Stärkung der Demokratie eintritt.

Der Workshop findet statt am Mittwoch, dem 29.05. von 17-20 Uhr in der Hochschule für Gesellschaftsgestaltung (Dreikönigenhaus; Kornpfortstraße 15, Koblenz), richtet sich sowohl an junge Erwachsene und Ehrenamtliche aus zivilgesellschaftlich organisierten Vereinen, Verbänden oder Organisationen als auch an interessierte Personen jenseits dieser Zielgruppe und ist Teil des Programms der Koblenzer Wochen der Demokratie.

Walter Ötsch ist ein gefragter Experte für politische Kommunikation, Trainer und Coach und hat zahlreiche Seminare zum Umgang mit Rechtspopulismus durchgeführt. Sein Buch „Populismus für Anfänger – Anleitung zur Volksverführung“ (Westend Verlag) mit der Journalistin Nina Horaczek erschien im letzten Jahr bereits in der 4 Auflage.

Das Angebot ist kostenlos und es gibt noch ein paar freie Plätze! Wer spontan dabei sein möchte, kann sich noch bis zum 28.05. mit einer kurzen Mail an event@hfgg.de anmelden.

Alle Informationen finden Sie ebenfalls unter: https://hfgg.de/events