Klopp bleibt Kloppo

Die Menschen in Mainz, vor allem die Verantwortlichen von Bundesligist Mainz 05, haben sich am Donnerstagnachmittag von  Peter Arens verbschiedet. Er starb mit 83 Jahren. 27 Jahre davon war er im Vorstand von Mainz 05, lange Zeit als Vizepräsident.

Coronabedingt nur 200 Freunde  nehmen auf dem Hauptfriedhof der Landeshauptstadt Abschied von einem außergewöhnlichen Funktionär des Fußballs, der bescheiden und leidenschaftlich war und den eine unbändige Liebe zum Fußball auszeichnete, nicht nur zu den Profis.  Unter den Trauergästen ist auch Christian Heidel, lange Jahre Manager bei den 05ern.

Und in der letzten Reihe, im Freien vor der Friedhofshalle steht einer mit Schlägerkappe, Sonnenbrille und Nasen-und Mundschutz. Das nicht erkennbare Gesicht lässt allerlei Vermutungen zu. Die Länge aber verheißt Großes. Jürgen Klopp ist da. „Ich will hier nicht auffallen, sonst dreht sich alles nur um mich“, sagt er. Nicht um ihn geht es, sondern um Peter Arens. „Er war der Erste aus Mainz, mit dem ich Kontakt hatte. Da spielte ich 1989 noch bei Rot-Weiß Frankfurt, als Peter Arens anrief und fragte, ob ich zu Mainz kommen wollte“, erzählt der Meistermacher von Dortmund und Liverpool, der Champions League-Sieger und  Weltpokalgewinner. Der Welttrainer und diese Woche als „Manager des Jahres“ in England geehrte. Mit der „Alex-Ferguson-Plakette“, die den großen Trainer von Manchester United würdigt.

Und jetzt nimmt er in Mainz Abschied von einem Freund. Dass er gekommen sei, müsse nicht groß erwähnt werden, das gehöre sich einfach. Da kann er noch so gewaltig gefeiert werden in der Welt, wohl neben den Beatles in Liverpool ein eigenes Denkmal bekommen, die die ihn in Mainz groß gemacht haben, die wird er nie vergessen.

Klopp bleibt trotz allem Kloppo. Ich soll die Mosel grüßen, sagt er mir zum Abschied. Wenn man ihn trifft ist es so wie immer.

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