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ADAC Digital Cup: Packender Motorsport beim Saisonfinale

Mit am Start, die ADAC Angels Jessica Liesenfeld, Elisa Sterz und Lilli Ewald. (Foto: ADAC Mittelrhein)


SimRacing wird immer beliebter. Kein Wunder, denn die Rennstrecken der Welt werden in einer ganz neuen Dimension erlebbar – komplett virtuell und absolut realitätsnah. Dieser Entwicklung trägt der ADAC Mittelrhein Rechnung und richtet seit 2018 den ADAC Digital Cup powered by GTÜ aus, der einen großen Zulauf erlebt. In Zahlen: Gestartet mit zwölf Ortsclubs gingen in dieser Saison 65 Teams aus ganz Deutschland in den Simulatoren-Centern an den Start.

 Am 12. März fanden die Finalläufe auf der virtuellen US-Rennstrecke Watkins Glen International statt. Dabei startete auch ein Damen-Team des ADAC Mittelrhein.

Ob GT3- oder GT4-Fahrzeuge – die Resonanz war wieder einmal enorm und bestätigt uns in unserem Vorhaben, unsere Aktivitäten im SimRacing weiter auszuweiten. - Gunnar Miesen (Koordinator eSports ADAC Mittelrhein)

 In der Klasse GT3 bildete der Zieleinlauf mit den Ortsclubs MC Roetgen, ADAC Saarland und MSG Eberswalde exakt den endgültigen Stand der Meisterschaft ab. Im Multiclass Rennen der Klassen GT4 und SP3T siegte der MSC Adenau vor MSC Adenau 1 und MSC Groß-Doelln. MSC Adenau 1 entschied dann auch die Meisterschaft für sich, dahinter folgten MSC Losheim by IP und MSC Adenau.

Insgesamt wurden vier Rennen ausgetragen: vom Nürburgring über Circuit de Barcelona-Catalunya und Silverstone Circuit bis hin zu Watkins Glen International.  

„Das Leistungsniveau in den Klassen ist in den vergangenen Jahren extrem gestiegen, die Teams liegen sehr dicht beieinander“ berichtet Miesen. So reichten dem Team MSC Adenau drei eingefahrenen Siege nicht, um die Meisterschaft für sich zu entscheiden. Ein 44. Rang in Silverstone pulverisierte deren Traum vom Titel. „Einmal aus den Punkten, schon ist nur noch Platz drei drin,“ so Miesen.

Über zu kleine Starterfelder mussten sich die Veranstalter keine Gedanken machen. 19 Teams in der GT3 und 45 Teams in der GT4/SP3T kämpften um Platzierungen und Punkte. Der ADAC Mittelrhein initiierte dabei eine Premiere: Die drei Auszubildenden Elisa Sterzl, Lilli Ewald und Jessica Liesenfeld bildeten als „ADAC Angels“ das erste reine Damen-Team. In der Klasse GT4 nahmen sie mit einem Porsche Cayman teil. Obwohl die Drei vorher weder in einem Rennwagen noch in einem Simulator Erfahrungen gesammelt hatten, schlugen sie sich wacker, konnten alle Rennen in der Wertung beenden und hatten eine Menge Spaß.

SimRacing grenzt sich ganz klar von Konsolenspielen ab, die fast jeder von der heimischen Couch aus kennt. Das weiß auch Marc Hennerici, Geschäftsführer der ADAC Travel & Event Mittelrhein GmbH und Initiator der SimRacing Aktivitäten des ADAC Mittelrhein e.V.

Ich komme aus dem klassischen Motorsport und kann nur sagen: Das Fahren im Simulator ist 90 Prozent echtes Rennsportfeeling. Die Fähigkeiten wie Konzentration oder Reaktion, die sich die Fahrer beim virtuellen Motorsport aneignen, können sie sofort mit ins reale Auto übertragen. So gibt es beispielsweise Förderprogramme für den realen Motorsport, für die man sich auf der virtuellen Rennstrecke qualifizieren muss. Die jungen Fahrer, welche aus diesen Förderprogrammen hervorgehen, steigen nahtlos und ohne Probleme ins echte Rennauto über und überzeugen dort mit beeindruckenden Leistungen. - Marc Hennerici (Geschäftsführer der ADAC Travel & Event Mittelrhein GmbH und Initiator der SimRacing Aktivitäten des ADAC Mittelrhein e.V.)

Neben der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) unterstützt auch der Rhenser Mineralbrunnen den ADAC Digital Cup als Sponsor. „Die Fanbase unserer digitalen Rennserien wächst beständig und ich freue mich, dass wir diese Kooperationspartner gewinnen konnten,“ so Hennerici. „Dies ist für uns ein weiterer Beleg dafür, dass wir mit unserer Strategie auf dem richtigen Weg sind.“

Um erste Erfahrungen im Rennsimulator zu machen, bieten sich inzwischen zahlreiche Simulatoren Center überall in Deutschland an. In den Nürburgring eSports Bars am Nürburgring und in Koblenz stehen beispielweise Full Motion Simulatoren zur Verfügung, die einen sehr realistischen Einblick in die Arbeitswelt eines Rennfahrers geben.