68 Jahre wäre er in diesem Jahr geworden. Horst Feilzer, der Fußballer, kam über Mayen weit hinaus. Als der TuS 1976 den Rheinlandpokal durch ein 3:0 in Neuwied gegen die SpVgg Andernach gewann, war Horst Feilzer, der 1957 geboren wurde, Teil der Mannschaft. In der ersten DFB-Pokalrunde verlor man dann am 8. August des Jahres in Berlin mit 0:1 gegen Hertha Zehlendorf. Horst Feilzer war der herausragende Spieler dieser Zeit in Mayen.

Der Verein, der mit Winfried Schäfer, Reinhard Saftig, Manfred Mannesbach und später mit Stefan Bell, der noch in der Bundesliga in Mainz spielt, viele große Fußballer hervorgebracht hat, war auch für Horst nur eine Zwischenstation. 1977 ging er zu St. Pauly, wo er zwei Jahre spielte, 49 Spiele machte und sieben Tore schoss. Von 1979 bis 1981 zog es ihn nach Osnabrück, wo er mit 45 Toren in 71 Spielen zum Torjäger wurde. Es folgten bedeutende Jahre bei Bayer 05 Uerdingen, wo er von 1981 bis 1986 spielte. Es waren die Jahre der größten Uerdinger Fußballerfolge und mittendrin war der Mayener Horst Feilzer. 1983 schaffte er mit dem Verein den Aufstieg in die Bundesliga. Beim Relegationsspiel gegen Schalke (3:1) schoss er zwei Tore. 1985 gewinnt Uerdingen mit Feilzer den DFB-Pokal. Es ist das erste Endspiel im Berliner Olympiastadion. Der Gegner ist Bayern München. Uerdingen gewinnt mit 2:1 und Horst Feilzer erzielt das 1:1.

Doch das größte Spiel der Uerdinger sollte noch folgen. Für die Sportzeitung „Elf Freunde“ und ihre Leser ist es das größte Fußballspiel aller Zeiten. Uerdingen ist im Europapokal und trifft auf DDR-Pokalsieger Dynamo Dresden. Das Hinspiel in Dresden gewinnt die Heimmannschaft mit 2:0. Das „Wunder von der Grotenburg“ findet am 19.3.1986 statt. Das Spiel beginnt wie erwartet und in der Pause steht es 3:1 für Dresden. Es folgt eine unvergessliche zweite Halbzeit mit 6 Toren von Uerdingen und am Ende einem 7:3 Sieg. Wolfgang Schäfer schießt vier Tore. Trainer ist Karl-Heinz Feldkampf. Uerdingen ist im Halbfinale des Europapokals. Man verliert gegen Athletico Madrid und wird in der gleichen Saison hinter Bayern und Werder Bremen Dritter in der Bundesliga.

Horst Feilzer macht 151 Spiele für die Krefelder, schießt 29 Tore und zieht 1986 weiter zu Blau-Weiß Berlin. Nach dem Bundesligaabstieg der Berliner beendet er seine Profikarriere. Er hat 128 Spiele in der Bundesliga und 168 Spiele in der zweiten Bundesliga gemacht und dabei 81 Tore geschossen. 

Danach versucht er sich als Amateurtrainer in Norddeutschland. Eine neue Heimat hatten er, seine Frau und sein Sohn in Bissendorf bei Osnabrück gefunden, wo er in einem Autohaus arbeitete. Hier wo er zum  „Bomber von Osnabrück“ geworden war.

Mayen und Mutter Anni besuchte er häufig. Die Verbindung in die Eifel ist immer geblieben.

Nach schwerer Krankheit verstarb er am 28. September 2009 in einer Osnabrücker Klinik. Er war nur 52 Jahre alt geworden.