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FC Rot-Weiss Koblenz: Großer Schritt in Richtung Klassenverbleib

Jubel, Trubel, Klassenverbleib? Rot-Weiss Koblenz feierte drei ganz wichtige Punkte gegen den FC Gießen. Marko Stojanovic (Bildmitte) erzielte das Tor zum 1:0.


Der FC Rot-Weiss Koblenz hat im drittletzten Saisonspiel einen großen Schritt in Richtung Regionalliga-Klassenverbleib gemacht. Die „Elf vom Deutschen Eck“ gewann die wichtige Partie gegen den FC Gießen mit 2:0 (0:0). Die Hessen sind durch die Niederlage hingegen abgestiegen.


Die Begegnung vor 480 Zuschauern entschied sich in der zweiten Halbzeit. Nach einer in der ersten Halbzeit ziemlich ausgeglichenen Partie, die keinen Sieger verdient gehabt hätte, kam Koblenz deutlich besser aus der Pause zurück auf den Platz, traf zweimal und gewann verdient. RWK schien die besseren Reserven zu haben.


Schon die erste Viertelstunde hatte den Gastgebern gehört. In der dritten Minute trat Johannes Bender einen Freistoß von der rechten Seite gefährlich auf Höhe des Gießener Fünf-Meter-Raumes, wo Dominic Duncan zum Kopfball kam, jedoch knapp am linken Pfosten vorbeiköpfte. Mindestens genauso groß war die Gelegenheit für Iosif Maroudis, der Doppeltorschütze aus dem Hinspiel, und Marko Stojanovic in Minute 13. Nach einem guten Dribbling von Maroudis nahm der Deutsch-Grieche aus 17 Metern maß, doch Frederic Löhe im Gästetor wehrte ab. Weil Löhe den Ball aber nur nach vorne abprallen lassen konnte, kam Stojanovic zum Nachschuss. Er haute die Kugel aus der Nahdistanz drüber, stand dabei aber auch im Abseits.


Gießen überstand die Anfangsphase schadlos und kam danach besser ins Spiel. In der 16. Minute spielten die Mittelhessen ihren ersten Angriff gut aus und trafen durch Takero Itoi den Pfosten – Glück für Koblenz. Neben Itoi machten auch die beiden anderen Japaner in Reihen der Gäste viel Betrieb. Ryunosuke Takehara legte in der 21. Minute auf Ko Sawada ab, der seinen Meister im hervorragend parierenden Baboucarr Gayé fand. Itoi, der an den Abpraller kam, stand beim Einschuss im Abseits. Glück für Gießen hingegen in der 41. Minute: Schiedsrichter Vincent Schöller hielt einen Schubser an Duncan nicht für Elfmeter-reif.


Nach Wiederbeginn blieb die Mannschaft von Trainer Heiner Backhaus am Drücker. Nach einem schwachen Abschlag von Löhe kam der Ball Boomerang-artig zurück in seine Richtung, weil Bender ihn nach vorne trieb und Henry Jon Crosthwaite bediente. Die Leihgabe aus Darmstadt setzte sich gegen seinen verteidigenden Gegenspieler durch, schloss dann allerdings aus fünf Metern zu zentral ab, um Löhe zu überwinden. In der 56. Minute war es dann endlich so weit für RWK: Crosthwaite stürmte über die rechte Seite und flankte den Ball punktgenau auf Stojanovic, der das Leder per Direktabnahme im Tor unterbrachte. Und RWK hörte nicht auf. Nur eine Minute später kam wieder Crosthwaite, diesmal über links, und legte zurück auf Bender. Seinen Abschluss blockte Ben-Luca Fisher im letzten Moment. Mitten in dieser Drangphase hätte Gießen das Kräfteverhältnis fast auf den Kopf gestellt. Nachdem Außenspieler Takehara bereits Gayé umkurvt hatte, klärte Alexis Weidenbach spektakuläre kurz vor der Torlinie. Es blieb die einzige nennenswerte Chance für Gießen im zweiten Durchgang. Danach bestimmte Rot-Weiss wieder das Spiel und erhöhte auf 2:0. Crosthwaite war zu Fall gebracht worden und Danny Breitfelder schob den anschließenden Strafstoß ganz lässig in die linke untere Ecke. Am Ende war es ein verdienter Heimsieg, der Koblenz die Saisonpunkte Nummer 37, 38 und 39 einbrachte.

Koblenz: Gayé - Weidenbach, Duncan, Regäsel - Spang - Ekallé, Bender (82. Kovacevic), Maroudis, Stojanovic (86. Koljic) - Breitfelder, Crosthwaite (77. Lemmer).
Gießen: Löhe - Gaudermann, Kling, Fink, Fisher - Trkulja - Owusu, Sawada, Münn (71. Sevim), Takehara (64. Tiliudis) - Itoi.
Schiedsrichter: Vincent Schöller (Eutingen im Gäu).
Zuschauer: 480.
Tore: 1:0 Marko Stojanovic (57.), 2:0 Dany Breitfelder (74., Foulelfmeter).