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Halbzeitfazit: SG Eintracht Mendig / Bell

Spielertrainer Kodai Stalph und die SG Eintracht Mendig / Bell haben eine schwierige Hinrunde hinter sich gebracht (Foto: Mühlen).


Es war bisher nicht die Saison der SG Mendig / Bell. Die Vulkanstädter überwintern mit siebzehn Punkten aus fünfzehn Spielen auf dem 12. Tabellenplatz der Rheinlandliga und hinken den eigenen Ansprüchen noch stark hinterher. 

Während die SG auf eigenem Platz mit elf Punkten zumindest ordentlich punktete, waren die Mendiger in der Fremde ein zumeist gern gesehener Gast. Nur zweimal (in Andernach und Ellscheid) konnte man als Gewinner den Platz verlassen. Bei der SG Hochwald / Zerf beispielsweise gab es beim 1:8 eine schallende Niederlage.

Dabei hatte die Saison sportlich sehr gut angefangen. Im 2020/21er Rheinlandpokal konnte man bis ins Halbfinale vordringen, scheiterte dort nach Verlängerung am FV Morbach und auch der Ligastart gestaltete sich positiv. Die ersten beiden Meisterschaftsspiel konnte die Elf von Kodai Stalph gewinnen, die Euphorie an der Brauerstraße war hoch. Einige hochkarätige Neuzugänge hatten sich den Mendigern angeschlossen, wie beispielsweise Brice-Braquin aus der 4. Spanischen Liga, die Bulgaren Petar Shopov, Antonio Donkov oder Majdi Mahmud, der von Oberligist Mülheim-Kärlich an die Brauerstraße wechselte. Dann jedoch machte das sich die hohe Intensität der Monate Juni und Juli bemerkbar. Einen Ausfall nach dem Anderen musste Spielertrainer Kodai Stalph verkraften, so dass sich im Laufe der Saison die Mannschaft fast von alleine aufstellte und die Mendiger in der Tabelle bis ins letzte Drittel abrutschte.

„Es war eine sehr schwierige Halbrunde", sagt Kodai Stalph gegenüber Aktuell4U. "Da wir früh im Pokal gefordert waren, konnten wir das so wichtige Aufbautraining gar nicht leisten. Nach der langen Coronapause ging es gleich in den Wettkampfmodus, wir mussten die Belastung anpassen und hatten sehr viele verletzungsbedingte Ausfälle zu beklagen. Wir hatten einige richtig gute Spiele wie beispielsweise das 3:1 gegen Ahrweiler, die knappe Pokalniederlage gegen Koblenz aber auch einige Spiele wie gegen Mayen, wo wir durchaus mehr hätten erreichen können."

Gerade gegen Ende der Hinrunde feierte die SG aber wichtige Siege, die sie vor einem möglichen Abstiegsplatz bewahrten. "Am Ende konnten wir die Vorrunde durch Siege gegen Andernach und Metternich gerade noch so retten, von einer erfolgreichen Hinserie kann man natürlich nicht reden. Gerade Florian Schlichs langfristige Verletzung machte sich negativ bemerksam. Er ist der Kopf der Mannschaft. Viele Schlüsselspieler wie Pascal Zimmer, Florian Birnstock, Andre Marx oder auch ich mussten immer wieder ersetzt werden. Junge Spieler mussten somit früh ins kalte Wasser springen. Jetzt stehen wir halt da wo wir nicht stehen wollten. Es wird darauf ankommen, dass wir uns gut vorbereiten, um so die nötigen Punkte schnellst möglichst einzufahren", so Stalph.