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Rheinlandliga: Die Lage der Liga

In der Fußball-Rheinlandliga steht der FC Germania Metternich (blaue Trikots) derzeit deutlich besser da als der TuS aus Mayen (Foto: Mühlen).


Kurz vor dem Jahresende gilt es traditionell im Sport ein Zwischenfazit zu ziehen. Auch die Vorrunde der Rheinlandliga Saison 2021/22 war von der Corona Pandemie, vor allem zum Ende der Hinrunde, geprägt. Die Spieltage 17 und 18 fielen nahezu komplett aus, so dass sich das Tabellenbild als recht schief darstellt. Manche Vereine kommen auf sechzehn Spiele, andere wie beispielsweise der Ahrweiler BC haben erst dreizehn Spiele absolvieren können.

Nicht überraschend ist für die Experten, dass der FSV Trier-Tarforst die Tabellenführung unter dem Weihnachtsbaum feiern kann. Das Team von Holger Lemke führt die Tabelle mit zwei Punkten Vorsprung vor der Überraschungsmannschaft TuS Kirchberg und dem FV Morbach an.

Trotz zwei Spielen Rückstand zum Tabellenführer von der Mosel steht der Ahrweiler BC als derzeit beste Mannschaft aus dem Aktuell4u-Land auf einem guten fünften Platz. Vier Punkte Rückstand hat das Team von Spielertrainer Andreas Dick gegenüber dem Primus aus Trier. Zudem hat der ABC das Problem, dass nach der verheerenden Flut an der Ahr die Heimstätte „Apolinaris-Stadion“ unbespielbar ist. Die Heimspiele müssen die Kurstädter somit im Stadtteil Heimersheim austragen.

Einträchtig nebeneinander auf den Plätzen neun und zehn finden wir zwei weitere Teams aus der Region. Neunter ist Andernach, auf Platz zehn rangiert die Germania aus Metternich. Während man in Metternich mit dem aktuellen Platz und der Punkteausbeute zufrieden ist, ging man in Andernach mit gemischten Gefühlen in die verfrühte Winterpause. Bis Ende Oktober mischten die Bäckerjungen weit oben mit, als eine dreiwöchige Coronapause die SG99 ausbremste. Nach der Zwangspause verloren die Andernacher viele Punkte und fielen ins Tabellenmittelfeld ab ehe sich die beiden Rivalen Andernach und Metternich vor Jahresende mit 2:2 - Unentschieden trennten.

Weiter oben würde gerne die SG Mendig / Bell stehen. Die Vulkanstädter starteten fulminant in die Liga, grüßten zu Beginn der Saison von weit oben. Aufgrund zahlreicher Ausfälle konnte man das Niveau nicht halten, erholte sich aber im Spätherbst und steht mit 17 Punkten auf dem 12. Tabellenplatz. Noch schlechter sieht es beim Nachbarn aus Mayen aus. Beim TuS merkte man die Abgänge von fünf Stammspielern die erst mit der Zeit peu a peu kompensiert werden konnten. Die mangelnde Konstanz kostete viele Punkte, so dass man sich in der Eifelstadt Sorgen um den TuS machen muss. Derzeit steht man mit dreizehn mageren Punkten noch knapp über dem Strich, befindet sich aber in akuter Abstiegsgefahr.

Ganz unten im Tabellenkeller finden sich die Teams aus Montabaur (12) sowie Mehring und Ellscheid wieder, die mit nur sieben Punkten auf der Habenseite das Tabellenende abbilden.

Zahlen, Daten, Fakten

In bisher 130 Spielen konnten die Fans 478 Tore bejubeln. Ein Schnitt von ca. 3,7 Toren pro Spiel. Der FC Germania Metternich (41 Tore) stellt derzeit den besten Angriff der Liga, gefolgt von der SG Hochwald und dem Ahrweiler BC mit jeweils 39 Toren. Generell gab es Tore zuhauf wenn Metternich auf dem Platz stand. Wer alle 15 Spiele der Koblenzer verfolgte sah stattliche 81 Treffer (41:40 Torverhältnis). Die meisten Gegentreffer bislang musste der TuS Mayen beklagen. Bereits 45 mal schlug es bei den Mayenern ein.

Die wenigsten Tore erzielten bislang die beiden Tabellenletzten. Mehrings 19 Treffer konnte nur noch der Tabellenletzte Ellscheid unterbieten, die auf 17 geschossene Tore kommen.

Beste Heimmannschaften sind derzeit der FC Metternich sowie Tarforst mit achtzehn Punkten aus acht Spielen. Gar nicht rund geht es auf eigenem Platz bei der SG Neitersen. In acht Heimspielen konnte man erst einen einzigen Punkt erringen.

Auswärts läuft es bei Ahrweiler sehr gut. In acht Spielen konnte man sechzehn Punkte einfahren. An letzter Stelle in dieser Statistik steht die SG Ellscheid. In sechs Auswärtsspielen konnten lediglich drei Punkte verbucht werden. Ahrweilers Rückkehrer Almir Porca führt gemeinsam mit Hochwalds Nils Hemmes die Torschützenliste an. Beide erzielten beachtliche 14 Treffer. Dahinter folgen mit jeweils 11 Treffern Nicola Rigoni aus Tarforst sowie Bitburgs Torjäger Joshua Bierbrauer.

In der Fairplay-Wertung steht die SG Malberg an erster Stelle. 23 Gelbe Karten, weder Gelb-Rote noch Rote Karten gab es für die Westerwälder. Nur wenige Kilometer entfernt in Montabaur ging es schon etwas rustikaler zur Sache. 51 Gelbe Karten, dreimal Gelb-Rot sowie einmal glatt Rot gab es für die Kicker aus der Kreisstadt.

Der Zuschauerzuspruch in der Rheinlandliga ist leider recht übersichtlich. Den Daten von Transfermarkt.de zufolge kamen die meisten Zuschauer zu den Heimspielen der SG Hochwald. Im Schnitt 238 Zuschauer durften dort begrüßt werden. Lediglich 83 Zuschauer pro Heimspiel verliefen sich im 6.000 Zuschauer fassenden Mons-Tabor Stadion in Montabaur.

In den nächsten Tagen werden wir uns ausführlich um unsere Teams aus Ahrweiler, Andernach, Metternich, Mendig und Mayen kümmern.