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Rheinlandliga: BC Ahrweiler schielt zur Pause auf den Spitzenplatz

Ahrweilers Almir Porca, hier im Duell mit Metternichs Kapitän Carsten Wans, steht mit 14 Treffern an der Spitze der Torjägerliste der Rheinlandliga (Foto: Mühlen).


Der BC Ahrweiler hat eine bewegte Halbserie hinter sich gebracht. Fünfeinhalb Monate ist es her, da riss die Jahrhundertflut in der Ahr nicht nur viele Menschen in den Tod, sondern hinterließ auch eine Spur der Verwüstung im Ahrtal. Stadion, Kunstrasenplätze, Vereinsheim, Kellerräume mit Trainingsutensilien. Dies alles wurde von der verheerenden Flut mitgerissen. Ein Schock für alle Beteiligte beim BC Ahrweiler. 

Für Ahrweilers jungen Trainer Andreas Dick war es eine gute, gleichzeitig aber auch sehr fordernde erste Saison als Cheftrainer beim ABC. Als der größte Schock über die Flutkatastrophe vorüber war, sammelte man sich beim BCA und bezog zumindest für diese Saison den Ausweichplatz im Stadtteil Heimersheim.

Trotz all dieser negativen Erfahrungen, einige Spieler hatten Haus oder Wohnung verloren, starteten die Kurstädter gut in die Saison und siegten gleich im Ahr/Rhein Derby beim TuS Mayen mit 2:0. Nach einer kleinen  Krise kam Ahrweiler immer besser in Schwung und ist seit dem 6. Spieltag konstant in den Top 5 der Rheinlandligatabelle vertreten. Ein Umstand der ABC-Trainer Andreas Dick zufrieden macht. „Trotz der Flut, den vielen Problemen rund um den Verein aber auch bei etlichen Spielern, haben wir das sportlich richtig gut hinbekommen. Wir mussten uns natürlich erst einmal sammeln, aber danach hat sich Trainerteam, Staff und Mannschaft sehr schnell gefunden.“

Trotz einigen Spielen Rückstand sind die Kurstädter auf Schlagdistanz zu Tabellenführer FSV Trier-Tarforst sowie TuS Kirchberg, FV Morbach und der SG Hochwald, die mit mehr ausgetragenen Spielen derzeit vor den Rot-Weißen stehen. Vier Punkte und ein Spiel Rückstand trennt den BC Ahrweiler von der Tabellenspitze. Stattliche 39 Tore haben die Ahrweiler in nur 13 Spielen erzielt, glatte drei Tore pro Spiel. Erfolgreichster Torschütze war wenig überraschend Almir Porca, der nach seinem kurzen Gastspiel in Koblenz wieder in seiner alten Heimat anheuerte und in zwölf Spielen bereits vierzehn Mal traf.

Der geringe Rückstand auf die Tabellenspitze treibt den Coach natürlich an. „Wenn wir die Nachholspiele gewinnen sind wir nicht nur in Schlagdistanz sondern selber Tabellenführer. Wir hoffen, dass die vielen verletzten Spieler zurückkommen und wir dann richtig loslegen können. Und im Gegensatz zum Beginn der Meisterschaft können wir uns wieder viel eher auf das rein Sportliche konzentrieren.“ Etwas enttäuscht ist man beim ABC über die verhältnismäßig schwache Kulisse bei Heimspielen. „Natürlich ist das Ambiente in unserem Apollinaris-Stadion schöner, alleine schon wegen der überdachten Sitzplatztribüne. Aber es liegt an uns mehr Zuschauer nach Heimersheim zu locken. An der Spielweise, an den Resultaten. Daran arbeiten wir und dann kommen auch die Fans“, so Dick.

Bisher hat der ABC erst fünf Spiele auf dem Ausweichplatz austragen müssen. „Wir hoffen natürlich, dass wir schon irgendwann in 2022 wieder zurück an die alte Heimstätte dürfen. Aber man muss ehrlich sein: Da gibt es Prioritäten, was zuerst wieder hergestellt werden muss.“ Auf die Frage ob trotz zerstörter Infrastruktur der Aufstieg angepeilt werden kann ist Dick klar. „Mein Fokus liegt auf dem Sportlichen. Ich glaube schon, dass es immer ein Thema ist aufzusteigen und das traue ich der Mannschaft zu. Ich denke der Verein würde einen Weg finden.“

Personelle Veränderungen sind derzeit keine zu vermelden. Dennoch wird sich auch beim Ahrweiler BC umgeschaut und der Transfermarkt genau beobachtet.