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Oberliga-Vorschau: 22. Spieltag

Im Hinspiel konnte Nils Bast (r. in Weiß) seiner Mannschaft noch helfen. Morgen wird er fehlen. (Foto: TSV Emmelshausen)


Der letzte reguläre Spieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Staffel Nord steht an. Anschließend startet für die zwölf Teams jeweils die Auf- und die Abstiegsrunde. Zum Abschluss erwartete die Fans nochmal ein Derby zwischen Mülheim-Kärlich und Karbach. Alle anderen Mannschaften aus der aktuell4u-Region haben ein Heimspiel vor sich.

SG 2000 Mülheim-Kärlich – FC „Blau-Weiß“ Karbach (Samstag, 5. März, 15:30 Uhr):

Die Enttäuschung war groß am vergangenen Wochenende. Die SG 2000 Mülheim-Kärlich hat alle Chancen auf das Erreichen der Aufstiegsrunde bei der deutlichen 0:3-Niederlage in Gonsenheim verspielt. Karbach-Trainer Maximilian Junk warnt allerdings davor, die Gastgeber nun zu unterschätzen:

Obwohl Mülheim die Aufstiegsrunde verpasst hat, werden sie alles dran setzen daheim zu gewinnen, um wichtige Punkte für die Abstiegsrunde zu sammeln. Auch das Hinspiel war eine sehr enge Angelegenheit. - Maximilian Junk (Trainer FC „Blau-Weiß“ Karbach)

Thomas Arzbach, Trainer der SG 2000 Mülheim-Kärlich, weiß um die schwierige Aufgabe gegen den Tabellendritten:

Wir müssen versuchen, auf die zweite Halbzeit in Gonsenheim aufzubauen und dieses Niveau mal mindestens zu halten. Dem entgegen steht ein Gegner, der nochmal eine Ecke besser ist. Karbach hat genügend Offensivpower, dass sie viel dominanter spielen können und sind darüber hinaus sehr torgefährlich. Die Aufgabe wird nochmal deutlich schwerer. Wenn wir an die zweite Halbzeit anknüpfen können und dann das ein oder andere für uns spricht, können wir auch mithalten – aber nur dann. - Thomas Arzbach (Trainer SG 2000 Mülheim-Kärlich)

Dass durch die 3:0-Niederlage in Gonsenheim die Chance verspielt wurde, sich für die Aufstiegsrunde zu qualifizieren, ist laut Arzbach kein Thema gewesen. Zu sehr liegt der Fokus auf dem erklärten Saisonziel des Klassenerhalts. Auch der FC Karbach hat am vergangenen Wochenende seine gute Ausgangsposition für die Aufsteigsrunde verspielt. Nach der Niederlage gegen Engers kann der zweite Tabellenplatz nur noch mit fremder Hilfe erreicht werden. Dennoch können im Spiel gegen die SG 2000 drei wichtige Punkte eingefahren werden. Dem ist sich auch FCK-Coach junk bewusst:

Wir müssen zunächst die Intensität und den Kampf in diesem Spiel annehmen, um dann auch unsere fußballerischen Qualitäten durchdrücken zu können. Wir wollen uns bestmöglich vor dem Zusammenlegen der Tabellen positionieren. - Maximilian Junk (Trainer FC „Blau-Weiß“ Karbach)

Der Trainer des FC Karbach muss beim Auswärtsspiel allerdings auf die Dienste von Tim Puttkammer verzichten, der längere Zeit wegen eines Wadenbeinbruchs ausfällt. Zudem fehlen Top-Torjäger Max Wilschrey aus privaten und Yannick Rinker aus beruflichen Gründen.

TuS Koblenz – 1. FC Kaiserslautern U21 (Samstag, 5. März, 15:30 Uhr):

Viel spannender könnte die Konstellation vor dem letzten Spieltag der regulären Saison kaum sein: Die TuS Koblenz und die Zweitvertretung des 1. FC Kaiserslautern treffen im entscheidenden Spiel auf dem Oberwerth direkt aufeinander. Es geht um Tabellenplatz sechs, der die Qualifikation für die Aufstiegsrunde bedeutet und den momentan die Pfälzer innehaben. Mit 29 Punkten haben die Gäste Stand jetzt zwar drei Punkte mehr als die Schängel, die allerdings das bessere Torverhältnis vorzuweisen haben und sich somit durch einen Sieg noch an den Lauterern vorbeischleichen können.

Morgen geht’s darum, den Rasen umzupflügen. Es wird um ganz viel Leidenschaft und Mentalität gehen. - Michael Stahl (Trainer TuS Koblenz)

Das Salmrohr Spiel ist verdaut: Nach dem vergangenen Wochenende war klar, dass die TuS die Geschicke wieder in der eigenen Hand hat. Mit neuem Mut und Euphorie wurde die Trainingswoche gestartet. Die Personalsituation ist dennoch nicht einfacher geworden, fehlt mit dem rotgesperrten Andre Mandt am Samstag Kapitän und Führungsspieler in einer Person. Gerade in diesem wichtigen Spiel, in dem die junge Mannschaft viel Druck verspüren könnte, würde ein weiterer Routinier sicherlich zu mehr Stabilität verhelfen.

Ich glaube, wir müssen neben der Konzentration auch eine gewisse Lockerheit haben für das Finale. Wir können nichts mehr verlieren, wir sind ja schon Siebter. Wir können morgen nur gewinnen. - Michael Stahl (Trainer TuS Koblenz)

Diese Lockerheit will das Trainerteam besonders den jungen Spielern mit ins Spiel geben, in der Hoffnung, dass die TuS so im letzten Heimspiel der Regulärsaison befreit aufspielen und "alles rausfeuern" wird, um dann zu schauen, für was es gereicht hat. Im besten Falle eben für Platz Sechs und somit zumindest schon mal für den sicheren Klassenverbleib in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar.

TSV Emmelshausen – SV Gonsenheim (Samstag, 5. März, 15:30 Uhr):

Das Ziel für den TSV Emmelshausen ist klar: sich würdevoll aus der Gruppe Nord der Oberliga verabschieden und wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sammeln. Dies gelingt am besten, wenn die Leistung vom vergangenen Wochenende wiederholt werden kann. Allerdings haben auch die Gäste aus Gonsenheim am letzten Spieltag eine außerordentliche Leistung gezeigt und Mülheim-Kärlich mit 3:0 besiegt. TSV-Trainer Julian Feit ist sich der Stärke des morgigen Gegners durchaus bewusst:

Gonsenheim ist extrem robust und abgezockt. Sie wissen wann die spielentscheidenden Situationen sind und bekommen es sehr gut hin, situativ das Tempo zu verändern. Extrem effektiv sind sie auch. - Julian Feit (Trainer TSV Emmelshausen)

Während der TSV noch um wichtige Punkte im Abstiegskampf kämpft, hat der SV Gonsenheim bereits die Aufstiegsrunde erreicht und somit den vorzeitigen Klassenverbleib gesichert. Somit könnten die Gäste beim Auswärtsspiel in Emmelshausen befreit aufspielen, während der gesamte Druck bei den Gastgebern liegt. TSV-Trainer Feit sieht diesen Druck allerdings nicht als Belastung, sondern als Ansporn:

Wir haben gezeigt, dass wir als Team mehr als nur bestehen können. Wir haben genug Mut gesammelt, um jetzt weiter Punkte zu holen. Dass Gonsenheim schon durch ist und es für uns noch um einiges geht, wollen wir auf den Platz bringen. Im Punkt Leidenschaft müssen wir überlegen sein und darüber unsere Qualitäten auf den Platz bringen. - Julian Feit (Trainer TSV Emmelshausen)

Beim letzten Heimspiel in der Nordstaffel muss Feit allerdings auf Neuzugang Leandro Zimny und die Führungsspieler Nils Bast und Jonas Bersch verzichten.

FV Engers – FSV Salmrohr (Samstag, 5. März, 15:30 Uhr):

Am letzten Spieltag erwartet der FV Engers im Stadion am Wasserturm den FSV Salmrohr. Die Gastgeber wollen durch einen Sieg ihre Chancen auf den zweiten Tabellenplatz wahren, benötigen dazu aber einen Ausrutscher von Mitkonkurrent SV Alemannia Waldalgesheim, der noch zwei Spiele auf dem Programm hat. Die Spiele zwischen dem FV Engers und den Gästen aus dem Salmtal waren immer eng. Im Hinspiel siegte der FVE durch Tore von Sören Klappert und Jonathan Kap mit viel Glück 2:1 beim FSV. Dagegen verlor Engers in den vergangenen Jahren seine zwei letzten Heimspiele gegen die Salmrohrer überraschend.

Da haben wir noch die ein oder andere Rechnung offen. Salmrohr darf nicht unser Angstgegner werden. Selbst wenn wir nach einem Sieg nicht Zweiter in der Endabrechnung würden, gingen wir mit satten 40 Punkte in die Meisterschaftsrunde. Das ist auch nicht schlecht. Wir wären auf Tuchfühlung auch zu den Teams, die aus der Südgruppe neu dazu kommen. - Sascha Watzlawik (Trainer FV Engers)

Auch der in Neuwied geborene Ex-Engerser Akteur Lars Schäfer, der die Moselaner seit Jahren trainiert spekuliert auf die drei Punkte. Sie würden dem FSV in der Abstiegsrunde nach den Erfolgen über Kaiserslautern II und TuS Koblenz weiteres Selbstvertrauen einflössen. Schäfer kann dabei wieder auf einige langzeitverletzte Akteure zurückgreifen. „Das wird noch einmal ein hartes Stück Arbeit. Meine Mannschaft hat aber am vergangenen Samstag in Karbach gezeigt, dass sie unbedingt weiter erfolgreich Fußball spielen wollen“, freute sich Watzlawik über die starke Leistung beim verdienten 2:1-Auswärtserfolg. Während unter anderem die Klappert-Brüder hart an ihrem Comeback arbeiten, musste Kapitän Yannik Finkenbusch das Training am Mittwochabend abbrechen und wird wohl fehlen.