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Oberliga-Vorschau: 4. Spieltag der Auf- und Abstiegsrunde

Mit einer kämpferischen Leistung wollen die Spieler des TSV Emmelshausen (in Weiß) die nächsten Punkte einfahren. (Foto: TSV Emmelshausen)


Nachdem am vergangenen Wochenende wegen des Wintereinbruchs und einer coronabedingten Spielabsage nur zwei Mannschaften aus der aktuell4u-Region zum Einsatz kamen, dürfen am 4. Spieltag immerhin drei ran. Die Spiele von Karbach und Koblenz mussten erneut abgesetzt werden. Damit warten nun schon zwei englische Wochen mehr auf die beiden Teams.

Aufstiegsrunde:
FV Engers 07 – FV Diefflen (Samstag, 9. April, 14 Uhr):

In der Meisterrunde der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar möchte der FV Engers im zehnten Pflichtspiel, inklusive Pokal, in Folge weiter ohne Niederlage bleiben. Die Aufgabe scheint auch machbar. Im heimischen Stadion am Wasserturm erwartet der FVE am Samstagnachmittag den Ligakonkurrenten FV Diefflen.

Wir wollen auch in Sachen Anstoßzeiten neue Wege ausprobieren und den Spielen der Bundesliga, die live bei Sky übertragen werden, aus dem Weg gehen. Bei den zum Teil kurzen Anfahrtswegen unserer Fans, können fast alle Zuschauer nach unserem Heimspiel fast pünktlich vor dem Fernseher wieder Platz nehmen. Ich hoffe auch für meine Mannschaft, dass das Angebot gut angenommen wird. Sie braucht die Unterstützung und es sich durch die vielen Erfolge in jüngster Zeit auch verdient. - Sascha Watzlawik (Trainer FV Engers 07)

Dabei wollen die Engerser gerne an die Leistungen vom klaren 7:1-Heimerfolg vor zwei Wochen gegen TuS Mechtersheim anknüpfen. Doch das wird schwer. Die beiden letzten schweren Spiele im Pokalhalbfinale in Hochwald Zerf und nur zwei Tage später das 0:0-Unentschieden beim Tabellenführer in Worms haben viel Kraft gekostet. „Es sind viele Spieler angeschlagen. Zudem hoffen wir, dass einige Coronaerkrankte Akteure sich wieder freitesten können. Zurzeit weiß ich aber noch nicht, wer auflaufen kann, oder wer nicht“, verspricht Watzlawik eine konkurrenzfähige Anfangsformation auf das Feld schicken zu können. Wohl wieder dabei sein wird Innenverteidiger Marian Kneuper nach seiner schweren Oberschenkelverletzung. Der Gegner aus Diefflen zählt Watzlawik zu den Stärksten der Liga und möchte auf keinen Fall ins offene Messer der Gäste laufen.

Die spielen einen sehr robusten Fußball mit sehr gutem Aufbauspiel. Es waren immer sehr enge Duelle. Mein Kollege Thomas Hofer, den ich sehr schätze, hat eine homogene Elf geformt. Das findet meinen großen Respekt. Wir müssen geduldig bleiben und defensiv gut stehen. - Sascha Watzlawik (Trainer FV Engers 07)

Auch in Sachen personeller Zukunftsplanung ist der FVE auf einem guten Weg. Mit dem Großteil des Kaders wurden eine Verlängerung erzielt. Noch aber stehen einige Verhandlungen wegen einiger Coronaerkrankungen und der Vielzahl der Spiele aus. „Es sieht richtig gut aus. Unser Team-Manager Aleksandar Naric macht einen tollen Job“, befindet sich Watzlawik immer in Kontakt mit seinem Sportlichen Leiter. Der feierte übrigens in Worms aufgrund der großen personellen Sorgen nach über dreijähriger Abstinenz einen Kurzeinsatz und wurde dafür von der Mannschaft gefeiert. „Aleks hat nicht verlernt. Vielleicht müssen wir auch gegen Diefflen noch einmal auf ihn zurückgreifen“, gab es noch ein Sonderlob von Watzlawik.

Abstiegsrunde:
TSV Emmelshausen – FV Eppelborn (Samstag, 9. April, 17:30 Uhr):

​​​​​Nach dem aussichtsreichen Start mit dem Sieg zum Auftakt der Abstiegsrunde, ist der TSV Emmelshausen nach zwei Niederlagen in Folge auf dem Boden der Tatsachen angekommen. Der Abstand auf das rettende Ufer beträgt bereits acht Punkte. Ein Rückstand der in den neun verbleibenden Spielen durchaus noch aufzuholen ist. Allerdings sollte der TSV Emmelshausen schon bald damit anfangen, die dringend benötigten Zähler einzusammeln. Mit dem FV Eppelborn wartet nun ein Gegner, der in einer ähnlichen Tabellenregion unterwegs ist. Die beiden Mannschaften trennen nur drei Punkte. Mit einem Sieg könnte der TSV mit den Gästen aus dem Saarland gleichziehen.

Schon in den letzten beiden Partien agierte Emmelshausen mit seinen Gegnern auf Augenhöhe. Am Ende entschieden Kleinigkeiten über Sieg und Niederlage. Leider nicht zu Gunsten der Vorderhunsrücker. Diese Tatsache ist auch TSV-Coach Julian Feit aufgefallen, der jedoch auch weiß, was zu machen ist, um den Spieß zu wenden:

Es waren bisher alles 50:50-Spiele. Es geht darum wieder unsere Leistung auf den Platz zu bringen und das möglichst über 90 Minuten. - Julian Feit (Trainer TSV Emmelshausen)

Damit am Samstag die drei Zähler in Emmelshausen bleiben, müssen die Gastgeber vor allem in der Offensive zulegen. Mit nur 22 erzielten Toren stellt der TSV mit Abstand den ungefährlichsten Angriff der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar. Selbst in der Abstiegsrunde hat jedes andere Team mehr als 30 Treffer erzielen können. Das Prunkstück ist die Defensive. Dort belegen die Vorderhunsrücker den fünften Platz in ihrer Runde. Auf die Verteidigungsarbeit richtet Feit auch den Blick vor dem morgigen Heimspiel:

Eppelborn ist sehr aggressiv und lautstark und kompliziert zu verteidigen. Wir haben uns ein paar Lösungen zurechtgelegt. - Julian Feit (Trainer TSV Emmelshausen)

Allerdings bleiben dem Tabellenvorletzten auch die Personalsorgen treu. Am Samstag werden Nils Bast, Paolo Walther, Gerrit Wißfeld und Nicolas Bruchmann definitiv fehlen. Zudem ist der Einsatz von O’Neal David, Iljaz Gubetini, Leandro Zimny, Dama Kanoute und Bastian Decker fraglich.

SV 07 Elversberg II – SG 2000 Mülheim-Kärlich (Sonntag, 10. April, 15:30 Uhr):

Nachdem die letzte Partie der SG coronabedingt abgesagt wurde, gibt es diesen Sonntag wieder die Möglichkeit auf drei Punkte im Abstiegskampf. Die Mülheimer reisen nach Elversberg zur Zweitvertretung des Regionalligisten, die bei einem Spiel mehr einen Punkt weniger auf dem Konto haben und damit derzeit den letzten Nicht-Abstiegsplatz belegen. Zuletzt siegte der SV 07 gegen den TSV Emmelshausen mit 3:1. Die Schwachstelle der Saarländer ist die Abwehr – mit 61 Gegentoren stellt man die zweitschlechteste Defensive der Liga.

Ich erwarte eine Mannschaft, die uns in der Tabelle überholen will. Das müssen wir natürlich versuchen zu vermeiden. Elversberg ist mit Sicherheit eine spielstarke Mannschaft, die auf jedem Zentimeter des Platzes versucht, Fußball zu spielen. Das muss uns auch klar sein. - Thomas Arzbach (Trainer SG 2000 Mülheim-Kärlich)

Die Hauptaufgabe für Mülheim-Kärlich wird es sein, sich den unterbrochenen Spielrhythmus nicht anmerken zu lassen und das Gefühl von dem Sieg gegen Jägersburg auf den Platz zu transportieren.

Wir müssen den Abstand zu Elversberg mindestens konstant halten. Zufrieden bin ich immer dann, wenn meine Mannschaft eine engagierte Leistung zeigt und an ihre Grenzen geht. - Thomas Arzbach (Trainer SG 2000 Mülheim-Kärlich)

Im Hinblick aufs Personal geht es zumindest langsam bergauf. Der Fitnesszustand von Spielern wie Jan Henrich und Mustafa Madanoglu verbessert sich kontinuierlich, auch wenn beide noch nicht bei 100% und damit bei 90 Minuten Spielzeit angelangt sind. Christopher Rönz ist aufgrund einer Corona-Infektion weiterhin keine Option.