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Oberliga-Vorschau: 5. Spieltag der Auf- und Abstiegsrunde

Die Spieler von Emmelshausen (in Weiß) wären am Wochenende auch gerne erbgebnistechnisch obenauf. (Foto: TSV Emmelshausen)


Während am Osterwochenende vieles ruht, rollt in der Oberliga der Ball. Auch die fünf Teams aus der aktuell4u-Region sind über die Feiertage gefordert. Alle Spiele finden am Ostersamstag statt. Karbach und Koblenz steigen nach zwei spielfreien Wochenenden wieder in den Pflichtspielbetrieb. Für beide war der letzte Einsatz das direkte Aufeinandertreffen im Halbfinale des Rheinlandpokals.

Meisterrunde:
FC „Blau-Weiß“ Karbach – VfR Wormatia Worms (Samstag, 16. April, 15:30 Uhr):

Erst zwei Spiele durfte der FC Karbach bisher in der Aufstiegsrunde absolvieren. Zwei weitere Begegnungen mussten abgesagt werden. Einmal wegen Corona und einmal wegen des Wintereinbruchs, wodurch der Sportplatz auf dem Quintinsberg unbespielbar wurde. Nun also wartet nach zwei spielfreien Wochenenden wieder die Ligaalltag auf die Mannschaft von Trainer Maximilian Junk, der auch etwas Positives aus der unfreiwilligen Unterbrechung des Spielbetriebs ziehen konnte:

Wir haben die Zeit auch für eine kurze Pause genutzt um nochmal vor den letzten Wochen durchzuatmen. - Maximilian Junk (Trainer FC „Blau-Weiß“ Karbach)

Bei der Rückkehr auf den Fußballplatz wartet kein geringerer als der Tabellenführer aus Worms auf den FC Karbach. Der Top-Favorit auf den Aufstieg möchte auch an diesem Wochenende wieder drei wichtige Zähler einfahren, um den Platz an der Sonne zu festigen. Es gibt allerdings auch Dinge, die dem FC Karbach Mut machen werden. Zum einen konnten zu Beginn des Monats der FV Engers dem Klassenprimus bei einem torlosen Unentschieden ein Pünktchen abluchsen. Zum anderen dürfen die Vorderhunsrücker zum ersten Mal seit einigen Wochen wieder auf dem heimischen Quinitinsberg und damit vor vertrauter Kulisse antreten. Auch FCK-Coach Junk geht nicht ohne Hoffnungen in die bevorstehende Begegnung:

Ein Heimspiel gegen den Spitzenreiter ist immer eine der reizvollsten Aufgaben und wir haben oft gezeigt, dass wir zuhause gegen die Topmannschaften an einem guten Tag auch unangenehm sein können. - Maximilian Junk (Trainer FC „Blau-Weiß“ Karbach)

Allerdings muss Junk am Samstag auf einige wichtige Akteure verzichten. Top-Torjäger Max Wilschrey, Tim Puttkammer, Michael Kohns, Johannes Göderz, Florian Jannke und Linus Peuter fallen für das Spiel gegen Wormatia Worms aus.

FV Diefflen – TuS Koblenz (Samstag, 16. April, 15:30 Uhr):

Nach zwei spielfreien Wochen kann und darf die TuS Koblenz endlich wieder antreten. Mussten die beiden Partien gegen Mechtersheim und Dudenhofen coronabedingt noch abgesagt werden, kämpfen die Schängel diesen Samstag beim FV Diefflen endlich wieder um Punkte. Für die Stahl-Elf ist es der erste Auftritt nach der bitteren Rheinlandpokalhalbfinal-Niederlage in Emmelshausen. Der FV Diefflen trägt drei Niederlagen in Folge mit sich, zuletzt gab es ein 0:2 in Engers. 

Auch wenn die Saison sportlich für beide Teams mehr oder minder gelaufen ist, gilt es die Motivation und die Spannung für die letzten Saisonspiele hochzuhalten. TuS-Trainer Michael Stahl betont wiederholt die Aufgabe der Weiterentwicklung der noch jungen Mannschaft, um dann mit einem guten Fundament in die neue Oberliga-Spielzeit starten zu können. Derzeit trennen Diefflen und Koblenz acht Punkte, allerdings haben die Schängel noch zwei Nachholspiele in der Hinterhand. Mit einem Auswärtserfolg könnte sich die TuS also auf fünf Punkte und damit Schlagdistanz annähern, um so noch ein paar Plätze in der Aufstiegsrundentabelle gut zu machen. Besonders die Abwehr der Gastgeber ist dabei der Schlüssel, stellt der FV mit 54 Gegentoren doch die bisher schlechteste Defensive der Meisterrunde.

FC Arminia 03 Ludwigshafen – FV Engers 07 (Samstag, 16. April, 17 Uhr):

Trotz der großen Erfolge in jüngster Zeit in Pokal und Meisterschaft ist die Laune im Lager des FV Engers momentan durchwachsen. Aufgrund von einigen Verletzungen, Erkältungskrankheiten und Coronafällen war an einen normalen Trainingsbetrieb in dieser Woche nicht zu denken. Trotzdem möchte der FVE seine Erfolgsserie in der Meisterrunde der Fußball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar weiter fortsetzen. Am Samstag um 17 Uhr steht die Auswärtsaufgabe beim FC Arminia 03 Ludwigshafen auf dem Programm. Im schlimmsten Fall reist der FV Engers mit nur zwölf einsatzfähigen Spielern nach Ludwigshafen.

Es ist einfach verflixt. Täglich kommen neue Hiobsbotschaften. Doch mir ist es lieber wir haben im Moment Pech, als in den entscheidenden Wochen im Mai mit dem Finale um den Rheinlandpokal. Spätestens bis dahin müssen wieder alle Mann fit sein. Wir schauen aber bereits jetzt genau hin, wer sich anbietet und wer nicht. - Sascha Watzlawik (Trainer FV Engers 07)

Der Engerser Trainer hofft wieder auf einen gesunden Konkurrenzkampf in Training und Spiel in den kommenden Wochen.
Für die Partie in Ludwigshafen hat er sich bereits einen Notfallplan zurecht gelegt. „Unser Team-Manager Aleksandar Naric und Co-Trainer Vitalij Karpov müssen auf jeden Fall die Fußballschuhe einpacken. Sie werden in Ludwigshafen gebraucht“, könnte Watzlawik im absoluten Notfall auf die beiden Routiniers zurückgreifen und hätte noch zwei Feldspieler auf der Bank sitzen.Trotz der großen Sorgen wollen die Engerser ihre positive Serie mit zehn Spielen ohne Niederlage auch beim Tabellendritten in Ludwigshafen weiter ausbauen.

Bei einem Sieg könnten wir auf Platz drei klettern. Das wäre schon wieder ein kleiner Höhepunkt für uns alle. - Sascha Watzlawik (Trainer FV Engers 07)

Zudem teilte der Verein mit, sein Heimrecht am nächsten Spieltag mit dem FV Dudenhofen getauscht zu haben. Das Stadion in Dudenhofen wird vor Ablauf der Saison saniert. So kann die Partie jetzt noch ordnungsgemäß Iran alter Wirkungsstätte ausgetragen werden. „Dafür hat sich der FVD bereit erklärt, unser letztes Heimspiel im Juni an einen Freitagabend auszutragen“, zeigt sich Watzlawik mit dem Tausch einverstanden.

Abstiegsrunde:
SG 2000 Mülheim-Kärlich – SV Röchling Völklingen (Samstag, 16. April, 15:30 Uhr):

Dank eines späten 1:0-Siegtreffers durch Pascal Steinmetz gelang der SG am vergangenen Wochenende beim SV 07 Elversberg II ein immens wichtiger Dreier im Kampf um den Klassenerhalt. Diesen Samstag will die Elf von Thomas Arzbach unbedingt nachlegen und freut sich auf das erste Spiel vor heimischer Kulisse seit knapp einem Monat. Derzeit stehen die Mülheimer fünf Punkte über dem Strich und könnten den Vorspung auf Völklingen bei einem Sieg auf zwölf Punkte ausbauen. Grundstein für ein erfolgreiches Heimspiel wird wie schon in Elversberg auch diesesmal eine solide Defensivleistung sein.

Dabei geht die SG als klarer Favorit in das Spiel: Die Gäste konnten dieses Jahr noch keinen einzigen Punkt in der Oberliga holen und reisen mit einem Torverhältnis von 3:14 Toren in 2022 an.

FSV Jägersburg – TSV Emmelshausen (Samstag, 16. April, 15:30 Uhr):

Nach zwei Niederlagen in Folge konnte der TSV Emmelshausen am vergangenen Wochenende beim torlosen Unentschieden gegen Eppelborn mal wieder einen Punkt einfahren. Nun gilt es auf dieser Leistung aufzubauen und weitere wichtige Zähler im Kampf um den Klassenerhalt einzufahren. In Jägersburg kommt es am Samstag zu einem Aufeinandertreffen mit einem direkten Tabellennachbarn, was die Punkteausbeute betrifft. Beide Mannschaften trennt nur ein Punkt. Den morgigen Gegner, der bisher in vier Partien in de Abstiegsrunde vier Zähler sammeln konnte und damit genauso viele wie Emmelshausen, schätzt der TSV-Coach Julian Feit wie folgt ein:

Jägersburg ist extrem spielstark. Die Jungs sind technisch sehr versiert und können auch im Pressing eine hohe Intensität gehen. - Julian Feit (Trainer TSV Emmelshausen)

Damit der TSV Emmelshausen mit drei Zählern im Gepäck wieder die Heimreise antreten kann, muss vor allem die Offensive im Vergleich zu den letzten Wochen zulegen. In den vergangenen drei Spielen konnten die Vorderhunsrücker nur einen Treffer erzielen. In Anbetracht dieser Statistik und des kommenden Gegners hat sich Feit folgenden Plan ausgedacht:

Wir müssen geduldig, kompakt auf Ballgewinne gehen. Und dann die Überzahlsituatuonen besser ausspielen. - Julian Feit (Trainer TSV Emmelshausen)

Doch auch im Saarland muss der TSV-Coach, wie schon so häufig in dieser Saison, wieder auf einige Spieler verzichten. So werden dem Tabellenvorletzten Nils Bast, Luca Wolf, Gerrit Wißfeld, Nicolas Bruchmann und Paolo Walther nicht zur Verfügung stehen.