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Rheinlandliga: Die Ergebnisse am 10. Spieltag

Die Teams aus der aktuell4u-Region haben auch den zehnten Spieltag der Rheinlandliga hinter sich gebracht. (Foto: Pixabay)


Im Derby zwischen der SG 99 Andernach und TuS Mayen gab es am Ende keinen Sieger. Der FC Cosmos Koblenz konnte mit einem deutliche 5:0-Erfolg die Tabellenführung zurückerobern. Auch Metternich durfte sich über drei Punkte freuen. Für Emmelshausen und Mendig gab es an diesem Wochenende nichts zählbares zu holen.

SG HWW Niederrossbach - FC Cosmos Koblenz: 0:5 (0:3)

Es war eine am Ende klare Sache im Aufsteigerduell zwischen der SG Niederroßbach und Cosmos Koblenz. Cosmos beherrschte den Gastgeber über die komplette Spielzeit. Niederroßbach, die ihre Sieglos-Serie auf jetzt sechs Spiele, davon fünf Niederlagen ausdehnten und auf der anderen Seite Cosmos Koblenz, die auch nach zehn Spieltagen ungeschlagen sind. Zusätzlich zum souveränen Auswärtssieg gab es auch die frohe Kunde aus Hochwald, wo der bisherige Tabellenführer 1:2 gegen Morbach unterlag. Dadurch sind die Cosmonauten wieder Tabellenführer.

Das Spiel in Niederroßbach ist schnell erzählt. Cosmos beherrschte Ball und Gegner klar. Schon zur Pause führte man durch die Tore von Hendrik Hillen (19.) sowie dem Doppelpack von Frank Kwane Adu (34., 35.) mit 0:3. In der zweiten Hälfte stellten Torjäger Ho-A-Tham (76.) und Jan Henrich das Ergebnis auf 0:5. Der achte Sieg im zehnten Spiel war perfekt und Cosmos Tabellenführer. Trainer Zoran Levnaic war stolz auf seine Mannschaft.

Wir haben verdient gewonnen, haben das Spiel die ganzen 90 Minuten kontrolliert. Die Jungs haben alles gemacht, was ich von ihnen verlangt habe. Meine Spieler haben all das umgesetzt, fünf Tore geschossen. Ich bin wirklich stolz auf mein Team. - Zoran Levnaic (Trainer FC Cosmos Koblenz)

TSV Emmelshausen - SG Malberg: 1:2 (1:0)

Das wäre es fast gewesen. Der TSV Emmelshausen war ganz nah dran am ersten Punktgewinn der Saison. Doch am Ende schlug man sich einmal mehr selbst, obwohl diesmal auch eine gehörige Portion Pech und Ungerechtigkeit hinzukam. Dabei fing alles ganz gut an.

Bereits in der vierten Spielminute brachte Ozan Inal den Gastgeber in Führung und beendete damit den Fluch von sieben Spielen ohne Ligator. Dieses Ergebnis konnte Emmelshausen lange halten und hatte kurz vor der Pause durch Fabian Nass sogar die Gelegenheit, auf 2:0 zu erhöhen. Doch dieser scheiterte am Keeper der Gäste.

In der zweiten Halbzeit agierte die zuvor schwache SG Malberg wie ausgewechselt und wurde schließlich zweimal beschenkt. Einmal vom TSV Emmelshausen selbst, die den Gästen durch ein Foulspiel des Torhüters einen Elfmeter bescherten und ein zweites Mal vom Schiedesrichter, der nach einem handelsüblichen Zweikampf, rund zehn Minuten vor Schluss, erneut auf Strafstoß entschied. Diese beiden Einladungen nahm die SG Malberg in Person von Sven Heidrich dankend an und fuhr den nicht wirklich verdienten Auswärtssieg ein.

In dieser Lage, in der sich der TSV Emmelshausen befindet, schmerzt eine solche Niederlage besonders. Dennoch kann erneut auf der Leistung aufgebaut werden, die dann möglichst am kommenden Wochenende, beim Auswärtsspiel in Mayen, in etwas zählbares verwandelt werden soll.

FC Germania Metternich - FSV Trier-Tarforst: 5:3 (3:0)

Der FC Metternich hat Trier-Tarforst deutlich besiegt, wobei die Moselaner am Ende etwas Ergebniskosmetik betrieben. Vor allem in der ersten Hälfte spielten die Metternicher wie aus einem Guss. FCM-Trainer Patrick Kühnreich war dementsprechend voll des Lobes.

Die erste Halbzeit war überragend, es war die beste Halbzeit seit ich Trainer in Metternich bin. - Patrick Kühnreich (Trainer FC Germania Metternich)

Erst als nach dem 5:1 die Spannung der Metternicher nachließ, zeigten die Gäste das sie guten Fußball spielen können. Zu Beginn aber sahen die FSV´ler meist nur die Hacken der Hausherren. Die frühe Führung durch einen Doppelschlag von Adrian Müller (3., 9.)  stellte frühzeitig die Weichen, kurz vor der Halbzeit gar das 3:0 durch Philipp Brittner.

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte blieben die Blau-Weißen vor 100 Zuschauern spielbestimmend. Enrico Rössler erhöhte auf 4:0 (60.). Tarforst mit dem 4:1-Anschlußtreffer nach 66 Minuten. Torschütze Bernhard Heitkötter. Wiederum nur vier Minuten stellte Carsten Wans auf 5:1.

Metternich nahm im sicheren Gefühl des Sieges den Fuß vom Gas. Dies nutzte Tarforst in Person von Nicola Rogonis zu zwei Treffern (81., 89.). An dem hochverdienten Sieg für die Germania änderte dies allerdings nichts mehr. 

SG 99 Andernach - TuS Mayen: 1:1 (0:0)

In der letzten Minute hat sich der TuS Mayen drei bereits sicher geglaubte Punkte doch noch nehmen lassen. Tim Hoffmann ließ die Bäckerjungen nach dem Last-Minute Ausgleich jubeln.

Gut 200 Zuschauer bei strahlendem Oktoberwetter sahen zwei grundverschiedene Halbzeiten. In der ersten Hälfte spielte sich das Geschehen überwiegend zwischen den Strafräumen statt. Es ging in erster Linie darum Fehler zu vermeiden. Dazu Andernachs Trainer Kim Kossmann:

Wir hatten zuletzt sieben Spiele am Stück verloren. Da kann man von uns kein Spektakel erwarten sondern das wir Sicherheit bekommen. - Kim Kossmann (Trainer SG 99 Andernach)

Wesentlich lebhafter ging das Spiel in der 2. Hälfte weiter. Dabei erspielten sich die Mayener ein leichtes Übergewicht, auf der anderen Seite blieb Andernach, vor allem bei Standards und den langen Einwürfen von Philipp Schmitz gefährlich. Mit der Einwechslung von Kevin Dreidoppel wurden die Mayener in der Offensive deutlich stärker, erspielten sich etliche Chancen und hätten wohl einen Elfmeter kriegen müssen, auf der anderen Seite reklamierten aber auch die Andernacher einen Strafstoß für sich. Die größte Chance vergab in der 72. Minute Matthias Tutas. Nachdem er im Strafraum seinen Gegner ausgespielt hatte, vergab er freistehend aus sieben Metern die bis dahin größte Chance des Spiels. Einige Minuten später war es dann aber soweit. Dreidoppel wurde auf der rechten Seite frei gespielt, sein Flachschuss bedeutete das 0:1 für die Mayener (82.). Räume ergaben sich nun für den TuS, ein Ball prallte auf die Querlatte, Andernachs Keeper Jannis Koch hätte keine Chance gehabt.

Mit dem Mute der Verzweiflung stürmte in den letzten Minuten die SG 99 an und belohnte sich am Ende doch noch. TuS-Keeper Michael Berg verschätzte sich bei einem Flankenball, Tim Hoffmann nutzte die Situation mit dem späten Ausgleich. Berg.

Ich hab bei der Flanke genau in die Sonne geguckt, das war das Problem. Es tut mir leid. - Michael Berg (Torwart TuS Mayen)

Besonders bitter, da Berg bis dahin ein sehr gutes Spiel gemacht hatte. TuS-Spielertrainer Tobias Uhrmacher war sauer nach dem Spiel.

Wir haben uns nicht belohnt und zwei Punkte verschenkt. Wieder einmal hat uns die Effizienz gefehlt, wir hätten höher führen müssen. - Tobias Uhrmacher (Trainer TuS Mayen)

Andernach´s Trainer Kossmann war stolz auf die Moral seiner Mannschaft.

Es war wieder ein fifty-fifty Spiel. Das späte Tor ist natürlich etwas glücklich, dennoch finde ich ist das Unentschieden gerecht. Nach so vielen Niederlagen am Stück hat die Mannschaft bis zum Schlusspfiff gekämpft und an sich geglaubt. Für die Jungs freut mich das ungemein. - Kim Kossmann (Trainer SG 99 Andernach)

VfB Wissen - SG Eintracht Mendig/Bell: 4:0 (2:0) 

Als eine Nummer zu groß erwies sich der VfB Wissen beim Gastspiel der Mendiger Eintracht. Dabei hielt die Null bei den Vulkanstädter recht lange, Mendig stand organisiert, agierte gut gegen den Ball. Erst in der 39. Minute gelang Felix Arndt die Führung für die Siegerländer. Selbiger Spieler stellte in der 44. Minute auf 2:0.

Till Cordes machte in der 61. Minute alles klar. Sein 3:0 bedeutete die Vorentscheidung. In der 70. Minute schwächten sich die Hausherren selber. Jakov Janchev wurde mit Rot des Feldes verwiesen und auch Wissen´s Trainer Thomas Kahler sah von Schiri Patrick Heim die Rote Karte. Nutzen konnten die Mendiger die Überzahl nicht. Im Gegenteil. In der 87. Minute gelang Luca Gross nach einem Konter das 4:0, gleichzeitig der Endstand vor 140 Zuschauern im Wissener Stadion. Durch den Sieg schob sich Wissen auf den 2. Tabellenplatz, während Mendig jetzt Tabellendreizehnter ist. Trotz der Niederlage sah Mendig Trainer Salvatore Nizza einiges Positives.

Wir nehmen aus dem Spiel vieles Positives mit. Wir haben über weite Strecken unseren Matchplan umgesetzt. Leider reichen dann wenige Minuten bei einem Gegner dieses Formats das es am Ende ein klares Ergebnis wird, meiner Meinung nach ein, zwei Tore zu hoch. - Salvatore Nizza (Trainer SG Eintracht Mendig/Bell)

Die Ergebnisse der weiteren Begegnungen:
  • FC Bitburg - FSV Salmrohr: 5:1
  • FC Hochwald Zerf - FV Morbach: 1:2
  • FSG Ehrang - SG Schneifel Stadtkyll: 2:0
  • SG Altenkirchen/Neitersen - SG Ellscheid: 7:2