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Sen5 Karate: 48 Sekunden fehlten zur EM-Medaille

Mia Mußweiler (r.) gegen Italien. (Foto: Gitti Kraußer/Deutscher Karate Verband)

Der Empfang von Mia Mußweiler im Sen5 Karate Verein nach der EM in Prag. (Foto: Gitti Kraußer/Deutscher Karate Verband)


Über 1.000 Athletinnen und Athleten aus 48 Nationen reisten in die tschechische Hauptstadt um sich bei den Karate Europameisterschaften in den Altersklassen Jugend, Junioren und U21 zu messen.  Mia Mußweiler vom Mayener Sen5 Karate Verein gelang mit ihrer Top-5-Platzierung ein glänzendes EM-Debüt und das beste Resultat aus rheinland-pfälzischer Sicht.

Die 14-jährige Gymnasiastin erhielt in der Disziplin Kumite U16 +54kg das Vertrauen ihrer Bundestrainer und startete furios mit einem 7:0-Sieg gegen eine Kontrahentin aus Bosnien und Herzegowina.

Nach zwei weiteren Vorrunden-Erfolgen über Italien (2:0) und Griechenland (3:2) verpasste Mußweiler anschließend den Finaleinzug gegen eine französische Athletin denkbar knapp mit 1:2.

Im kleinen Finale um Platz drei ging das Sen5-Nachwuchstalent gegen die Kroatin Tomic schnell mit 1:0 in Führung. Es gelang ihr leider nicht diesen Vorsprung über die 2-minütige Kampfzeit zu halten und unterlag etwas unglücklich mit 1:3.

Trotzdem ist der fünfte Platz in Prag als bisher größter Erfolg von Mia Mußweiler einzuordnen und lässt positiv auf die Weltmeisterschaften im Oktober im türkischen Konya blicken.

Mia startete zum ersten Mal für Deutschland auf europäischer Ebene und hinterließ einen überzeugenden Eindruck. Nun gilt es, an den Feinheiten zu arbeiten, um bei der kommenden WM noch ein paar Plätze weiter oben zu stehen. - Christian Grüner (Heimtrainer Sen5 Karate)