Am Wochenende kann TuS Rot-Weiß Koblenz durchschnaufen. Am 20.März kommt dann der KSV Hessen Kassel auf das Oberwerth.

TuS Rot-Weiß Koblenz darf vom Klassenerhalt träumen

Acht Spiele hat Regionalligist TuS Rot-Weiß Koblenz zwischen dem letzten Januar-Wochenende und dem ersten Märzwochenende absolviert. In gerade einmal 36 Tagen bedeutet das alle viereinhalb Tage ein Spiel. Die Koblenzer haben ein Mammutprogramm in kürzester Zeit absolviert. 26 von 42 Spielen in der Regionalliga Südwest sind erst absolviert. Am Wochenende haben die Rot-Weißen spielfrei.

Wer hätte das vor Beginn der Saison ernsthaft gedacht? Mit 33 Punkten steht TuS Rot-Weiß Koblenz 16 Spieltage vor Saisonende fünf Punkte vor den Nichtabstiegsplätzen in der Regionalliga Südwest. Zum Vergleich: im Vorjahr standen nach 22 Saisonspielen dürftige fünf Punkte auf dem Konto. Der Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz betrug 23 Punkte – ein aussichtsloses Unterfangen. Der Pandemie-bedingte Saisonabbruch schenkte TuS Rot-Weiß Koblenz den Klassenerhalt. Die Entscheidung in der Regionalliga Südwest weiterzumachen wurde von nicht wenigen Personen aus dem Koblenzer Umfeld belächelt. Doch, Stand heute, belehren die Vorstädter ihre Kritiker eines Besseren.

Christian Noll, seit Jahren Macher von TuS Rot-Weiß Koblenz, gelang mit der Verpflichtung von Trainer Heiner Backhaus in der Sommerpause ein Glücksgriff. Der unterzog der Mannschaft einer Radikalkur. Bekannte Koblenzer Gesichter wie Derrick Miles, Kapitän Thilo Krämer oder Außenverteidiger Christian Meinert wurden gegangen beziehungsweise unterzeichneten keine Verträge für die Regionalliga. Im Gegenzug verpflichteten die Koblenzer zahlreiche Neuzugänge aus den Nachwuchsleistungszentren der Bundesligisten. Die letzte große Konstante der Vergangenheit heißt Alexis Weidenbach, der sich zum Nationalspieler der Dominikanischen Republik aufschwang, und aktuell mit den Nachwirkungen einer Corona-Infektion zu kämpfen hat.

Eine Erfahrung, welche die Backhaus-Elf bereits doppelt in der laufenden Saison machen musste. Gleich sieben Spieler waren im September gleichzeitig an Corona erkrankt. Die Folge: zwischen dem 12.September und dem 3.Oktober absolvierte Koblenz kein Ligaspiel. Auffällig war, dass sich der Verein nie beschwerte, keine Ausreden für die Situation suchte, sondern kontinuierlich weitergearbeitet hat. Anfang März gibt der Erfolg dem Verein Recht. Die Defensive steht stabil und mit Valdrin Mustafa haben die Rot-Weißen einen Torjäger, der mit 12 Saisontreffern der siebtbeste Torschütze der Liga ist und mit Sicherheit die Aufmerksamkeit anderer Vereine auf sich zieht.

18 Punkte aus elf Spielen seit Jahresbeginn lassen die Koblenzer vom Klassenerhalt träumen, auch wenn Heiner Backhaus immer wieder mahnt, dass sich die Lage fast täglich verändern kann. Bis das große Ziel Klassenerhalt erreicht werden kann, liegt aber noch ein weiter Weg vor den Vorstädtern. Am kommenden Wochenende wird der Lauf unterbrochen. TuS Rot-Weiß Koblenz hat spielfrei und die Mannschaft bis Mittwoch frei. Zu feiern gibt es trotzdem etwas: Manager Christian Noll feiert am Dienstag Geburtstag. Ausnahmsweise ohne eine englische Woche.

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