Am Ende war es wie immer. Die Weltmeisterscahf6t 2026 in Nordamerika findet nicht ohne Deutschland statt.

Seitdem wir dabei sein dürfen nach dem 2. Weltkrieg, den Deutschland versursachte, was die WM-Teilnahme 1950 gekostet hat, seitdem wir 1954 in der Schweiz auflaufen durften, hat es nie eine WM ohne uns gegeben. Und die von 1954 haben wir gegen scheinbar unbesiegbare Ungarn prompt gewonnen. Es war mehr als ein 3:2, es war die Wiederauferstehung einer Nation.

Noch dreimal, 1974 im eigenen Lande, 1990 in Italien und 2014 in Brasilien, wurden wir Weltmeister. Und Zweiter und Dritter wurden wir auch. So richtig schlecht waren wir nur 2018 in Russland und 2022 in Katar. Da war in der Vorrunde Schluss.

Dieses Mal hatten einige Angst, wir könnten es zum ersten Mal nicht schaffen. Dabei waren die Qualifikationsgegner Slowakei, Nordirland und Luxemburg alles andere als Angst einflößend. Aber die 0:2-Niederlage in der Vorrunde in Bratislava und das ernüchternde 2:0 Mitte Oktober in Luxemburg irritierten und boten Platz für Zweifel und Zweifler.

In Leipzig dann am 17.Oktober 2025 zeigte die Mannschaft, wieder mit Kimmich und Schlotterbeck als Stabilisatoren, beim begeisternden 6:0 gegen die Slowaken, dass es noch geht. Warum nicht immer so, war man geneigt zu fragen. Oder war das Verlässliche am deutschen Team am Ende dann doch wieder einmal, dass man auf die Mannschaft zählen kann, wenn es zählt. Was das wirklich bedeutet, dass wird sich in Spielen gegen Frankreich, Argentinien, Spanien, England oder Brasilien zeigen.

Wir sind verschont worden von der Überlegung, wie es wäre, wenn wir einmal bei einer Fußball-Weltmeisterschaft nicht dabei sind. Ein Gefühl, das die Italiener kennen und eine ganze Nation zerrissen hat. Die Italiener haben es wieder nicht auf dem direkten Wege geschafft und im März 2026 müssen sie erneut den zweiten Qualifikationsweg gehen. Das ist uns erspart geblieben. Wir waren in einem Spiel, in Leipzig, richtig gut. Das hat gereicht, aber es wird bei der WM nicht genügen, denn da folgt auf den ersten guten Gegner gleich der zweite.

So wie über Jahrzehnte, als kein Fußballfan sich ernsthaft mit der Frage beschäftigen musste , wir könnten ein Problem mit der WM-Qualifikation bekommen, so ist es heute nicht mehr um unsere Nationalmannschaft bestellt. Wir können es immer noch, aber es fällt nicht mehr so leicht.