Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hat zu einem sechstägigen Streik aufgerufen, der ab dem 23. Januar den Güter- und Personenverkehr der Deutschen Bahn betrifft. Pendler in Rheinland-Pfalz müssen mit erheblichen Beeinträchtigungen rechnen, und die Deutsche Bahn hat nur einen begrenzten Notfahrplan angekündigt.

Rheinland-Pfalz |

Am Dienstag, den 23. Januar, beginnt der neuerliche Arbeitskampf der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), der diesmal sechs Tage lang andauern soll. Den Auftakt macht das Personal der DB Cargo um 18 Uhr. Kurz darauf, in der Nacht zum Mittwoch, folgen die Beschäftigten sämtlicher Unternehmen der Deutschen Bahn.

Pendler in Rheinland-Pfalz betroffen

Die Bahnstreiks werden erneut erhebliche Auswirkungen auf den Pendlerverkehr in Rheinland-Pfalz haben. Reisende müssen sich auf Zugausfälle und Verspätungen einstellen, da der Notfahrplan der Deutschen Bahn nur ein sehr begrenztes Zugangebot sicherstellt. Züge anderer Bahnunternehmen wie Vlexx oder Trans Regio sind nicht direkt vom Streik betroffen, könnten jedoch bei Ausfällen von Fahrdienstleitern in Stellwerken ebenfalls Beeinträchtigungen erfahren.

Neues Angebot der Deutschen Bahn abgelehnt

Die Deutsche Bahn hat der GDL am Freitag vor dem Streik ein neues Angebot vorgelegt, das unter anderem ein Wahlmodell zur Arbeitszeit beinhaltet. Die GDL lehnte dieses Angebot jedoch ab und fordert weiterhin eine Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich. Der Tarifkonflikt zwischen der Bahn und der GDL hält bereits seit Anfang November an, wobei bisher keine Einigung erzielt wurde.