Im bundesweiten Städteranking verzeichneten die Stationen in Koblenz und Wittlich nach Berlin die höchsten Einsatzzahlen.

Erst die Pandemie, dann die Flutkatastrophe – das Jahr 2021 war für die gemeinnützige ADAC Luftrettung ein außergewöhnliches Jahr. Im 51. Jahr ihres Bestehens mussten die fliegenden Gelben Engel bundesweit zu 52.234 Notfällen ausrücken.

Das sind rund 500 Einsätze mehr im Vergleich zum Vorjahr (plus ein Prozent) und entspricht durchschnittlich 143 Alarmierungen pro Tag. Damit hat sich das Einsatzgeschehen trotz der anhaltenden Pandemie auf dem hohen Vor-Corona-Niveau eingependelt.

Einsatz-Städteranking: Berlin, Koblenz, Wittlich

In Rheinland-Pfalz sind insgesamt sechs Hubschrauber der ADAC Luftrettung stationiert, die bundesweit zu insgesamt 9.308 Einsätzen ausrückten: „Christoph 5“ (Ludwigshafen), „Christoph 10“ (Wittlich), „Christoph 23“ (Koblenz), „Christoph 66“ (Westpfalz),„Christoph 77“ (Mainz) und der Sonderhubschrauber „Christoph 112“ (Ludwigshafen).

Rheinland-Pfalz ist mit 9.129 Einsätzen (Vorjahr: 9.328), hinter Bayern mit 12.179 Einsätzen (Vorjahr 11.106) das Bundesland mit den meisten Einsatzorte. Dahinter folgen Nordrhein-Westfalen mit 5.509 (5.542) und Niedersachsen mit 5.313 (5.169).

Im Städteranking unter den 37 Stationen liegt Berlin mit 2.195 Einsätze vorne, dahinter folgen die rheinland-pfälzischen Stationen Koblenz (2.111) und Wittlich (2.036).

Höhere Einsatzbelastung durch Pandemie und Flut

Im Rahmen des sogenannten Kleeblattkonzeptes der Bundesregierung waren die Rettungshubschrauber „Christoph 77“ (Mainz) und „Christoph 112“ (Ludwigshafen) im Einsatz, um bundesweit Covid-19-Patienten zu transportieren. Beide Rettungshubschrauber sind für intensivmedizinische Spezialtransporte ausgestattet.

In den von der Flutkatastrophe betroffenen Gebieten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz hatte die ADAC Luftrettung im Juli und August mehr als 200 Rettungseinsätze absolviert, darunter 111 Windenrettungen. Der hierfür extra zur Verfügung gestellte und ins Ahrtal verlegte „Christoph 23 Bravo“ flog bereits in den ersten Stunden 36 Spezialeinsätze, um Menschen von Dächern oder aus von Wasser eingeschlossenen Häusern und Plätzen zu retten. So viele Windeneinsätze hintereinander ist seit Bestehen der ADAC Luftrettung noch kein ADAC Rettungshubschrauber an einem Tag geflogen.

Die ADAC Luftrettung hat hier solidarisch, unbürokratisch und schnell gehandelt und war auf dem Höhepunkt der Flutkatastrophe Dank ihrer Größe und Leistungsfähigkeit in der Lage diese lebensrettende Hilfe über Nacht zu organisieren. - Frédéric Bruder (Geschäftsführer der gemeinnützigen ADAC Luftrettung)

In diesem Jahr steht auch ein kleines Jubiläum an: der am Johannes Gutenberg-Universitätsklinikum Mainz stationierte ADAC Rettungshubschrauber „Christoph 77“ feiert am 1. Juli sein 25-jähriges Bestehen. Seit 25 Jahren ist „Christoph 77“ als einer von sechs ADAC Rettungshubschraubern in Rheinland-Pfalz 365 Tage im Jahr im Einsatz, um die medizinische Versorgung aus der Luft für die Menschen in Mainz und Umgebung sicher zu stellen. Seitdem wurde er rund 30.000 Mal zu oftmals lebensrettenden Einsätzen gerufen.

Informationen zu den Stationen sind online zu finden unter: www.luftrettung.adac.de/stationen