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Das Netzwerk um „Jugendamt-hilft“ ist weiterhin aktiv

Im Rhein-Hunsrück-Kreis wird viel Wert auf Jugendarbeit und Jugendhilfe gelegt. (Foto: Pixabay)


Der Rhein-Hunsrück-Kreis verfügt über eine tragfähige Netzwerkarbeit im Rahmen der Jugendarbeit und Jugendhilfe. Dieses Fazit zieht die Kreisjugendförderung nach beinahe zwei Jahren Pandemie und den dadurch gegebenen Anpassungen haupt- und ehrenamtlicher Jugendarbeit.

Im vergangenen Jahr stand die Belastungssituation von Kindern, Jugendlichen und Familien durch Kontaktbeschränkungen und mit vielen praktischen Fragen rund um Homeoffice und Homeschooling im Vordergrund der Anliegen an das Angebot von „Jugendamt-hilft“. Die Kreisjugendförderung nimmt aktuell vermehrt die Schilderung von Anliegen rund um den Rückzug Jugendlicher in das Jugendzimmer und auch in digitale Welten auf. Damit verbunden sind Fragen nach der Entwicklung junger Menschen in der Pubertät und der Einschätzung, wann der entwicklungsbedingte Rückzug aus dem Familienleben Anlass zur Sorge geben kann. Das Dilemma der Pandemiesituation ist bekanntermaßen, dass Kontaktbeschränkungen notwendig sind. Im Gegensatz dazu benötigen Jugendliche in ihrer Entwicklung hin zu gemeinschaftsfähigen und eigenständigen Persönlichkeiten vor allem den Kontakt zu Gleichaltrigen.

Die Fachkräfte in der Kreisjugendförderung und alle ihre Partner können Jugendliche und Eltern auch weiterhin auf vielfältige Art und Weise unterstützen. Als lokale Akteure sind z.B. zu nennen die Jugendzentren, Jugendverbände, Jugendgruppen, Familienhilfen, Beratungsstellen, Schulsozialarbeit, Pädagogische Fachkräfte an Schulen oder die Jugend- und Familienbeauftragten. Alle diese Einrichtungen haben in den nun vergangenen zwei Jahren Flexibilität und großes Engagement gezeigt, um Präsenzangebote zu ermöglichen und Unterstützung zu gewähren. Auch die Verbandsgemeindeverwaltungen und die Stadt Boppard mit ihren Ansprechpartnern der Sozialen Infrastruktur unterstützen tatkräftig die Anliegen von Familien und Jugendarbeit im Landkreis. Aktuell abzulesen durch die Mitorganisation von Angeboten in der Ferienfreizeitbroschüre 2022.

Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende der Jugendarbeit können sich bei der Kreisjugendförderung über das an die Corona-Bekämpfungsverordnung (CoBeVO) RLP angepasste Hygienekonzept der Jugendarbeit informieren, welches Grundlage aller Angebote der außerschulischen Jugendbildung ist. Viele Präsenzangebote sind auf dieser Basis möglich und die kreativen Ideen, wie außerschulische Jugendbildung auch unter dem Schirm der Corona-Bekämpfungsverordnung gelebt werden kann sind beeindruckend. „Dass so viel in der Jugendarbeit geht, haben wir nicht zuletzt dem Einfallsreichtum aus der Praxis und dem fachlichen Austausch zu bestehenden Regelungen mit den Fachkräften der Jugendarbeit im Landkreis zu verdanken“, so die Kreisjugendförderung. Denn die Rückmeldungen aus der Praxis werden mit dem Landesjugendamt diskutiert und fließen ein in die Überarbeitung und Ausgestaltung des Hygienekonzeptes zur Jugendarbeit im Land Rheinland-Pfalz.