Bis Ende Mai werden in der Koblenzer Altstadt Kanäle saniert - auch nachts. Anwohner müssen mit Geruchsbelästigung rechnen.

Koblenz |

Die Stadtentwässerung Koblenz führt ab Dienstag (11. März) erneut Kanalbauarbeiten in der Altstadt durch. Die Arbeiten sollen voraussichtlich bis Ende Mai andauern.

Bereits in den Jahren 2023 und 2024 wurden die stark geschädigten Kanäle in der Firmungsstraße und ein Teil des Josef-Görres-Platzes in offener Bauweise erneuert. Nun sollen die weniger schadhaften Kanäle in geschlossener Bauweise mittels sogenannter Liner saniert werden. Ziel sei es, die Auswirkungen in diesem sensiblen Bereich der Altstadt so gering wie möglich zu halten, heißt es. Zusätzlich werde ein Großteil der Arbeiten nachts umgesetzt.

Kanalrohre werden mit Kunstharz saniert

Bei der Sanierung werden harzgetränkte Synthesefaserschläuche in die Kanäle eingebaut und ausgehärtet. Im Vorfeld würden die Kanäle gereinigt und durch einen Fräsroboter vorbereitet. Nach Abschluss der Hauptsanierung erfolge noch die Anbindung der Anschlussleitungen an den Hauptkanal und die Sanierung der Einstiegsschächte.

Von den Arbeiten betroffen sind folgende Straßen:

  • Firmungsstraße/Rheinstraße

  • Josef-Görres-Platz

  • Gerichtstraße

  • Karmeliterstraße

Geruchsbelästigung möglich

Durch verfahrensbedingte Aushärtezeiten und den Wechsel zwischen Tag- und Nachtarbeit werde die Baustelle nicht dauerhaft besetzt sein, so die Stadtentwässerung. Zudem könne es aufgrund der angewandten Verfahrensweise zu Geruchsbelästigungen kommen. Eine gesundheitliche Gefährdung bestehe jedoch nicht.

Die Stadtentwässerung Koblenz bittet die Anwohner und Verkehrsteilnehmer um Verständnis für die erforderliche Baumaßnahme.