Der Oktober fühlt sich für mich an wie ein Wechselspiel: morgens kratze ich Eis von der Autoscheibe, mittags sitze ich noch in der Sonne. Es ist ein ständiges Hin und Her zwischen Loslassen, Angst und Vertrauen. Und genau darüber erzähle ich in meiner neuen Kolumne.

Mendig |

Zwischen Eiskratzer und Sonnenschein

Der Oktober ist da. Morgens stand ich heute mit dem Eiskratzer am Auto, und mittags saß ich in der Sonne im T-Shirt. Es ist dieses Wechselspiel, das wir vom Herbst kennen: morgens Winterjacke, nachmittags Spätsommer. Dualität in Reinform. Und irgendwie fühlt sich mein Leben gerade genauso an.

Ballast loslassen

Da ist dieser schöne Spruch: Wenn die Bäume den Mut haben, all ihre Blätter loszulassen, weil sie wissen, dass das Leben wiederkehrt – sollten wir Menschen das auch lernen.
Ich merke: Auch ich lasse gerade los. Ballast, der mich lange begleitet hat. Und obwohl es gut tut, bleibt da die Angst vor meinem persönlichen Winter. Der zweite, in dem ich mich ohne Partner neu sortiere.

Wurzeln, die tragen

Ganz allein bin ich nicht. Meine Kinder sind da. Sie sind meine Wurzeln. Sie erden mich, wenn ich schwanke, und sie zeigen mir, dass es oft die kleinen Momente sind, die zählen: ein Lachen am Frühstückstisch, ein Spaziergang mit Kastanien in der Tasche, ein „Mama, guck mal!“ im richtigen Augenblick.

Zwischen Angst und Vertrauen

Ja, ich fürchte die Ungewissheit. Ich weiß nicht, was der nächste Frühling bringt. Aber vielleicht muss ich das auch nicht wissen. Vielleicht reicht es, zu vertrauen. So wie die Natur es vormacht: dass nach jedem Winter wieder ein Frühling kommt, egal wie lange es dunkel und kalt erscheint.

Ein kleiner Reminder

Vielleicht dürfen wir uns auch einfach mal treiben lassen. Den Herbst genießen, den Winter gemütlich machen. Und vertrauen, dass das Leben zurückkehrt – in uns, mit uns, durch uns. So, wie es die Bäume jedes Jahr aufs Neue vormachen.

Also, bleibt im Vertrauen!

Eure Dani