In der Englischen Woche hatte die TuS Koblenz keine Mühe gehabt, Aufsteiger Eisbachtal mit 3:0 zu schlagen. Rot-Weiß Koblenz gelang ein Punkt bei der U21 des 1. FC Kaiserslautern, während Engers den Heimfluch teilweise besiegte. Nach fünf Heimniederlagen punktete man beim 2:2 im Derby gegen Karbach erstmals. Karbach wartet nach einem guten Saisonstart nun wiederum seit sechs Spielen auf einen Sieg. Am Wochenende steht schon der nächste Spieltag auf dem Programm:
SV Gonsenheim – TuS Koblenz (Samstag, 5. Oktober, 13 Uhr):
Nach dem 3:0-Sieg vom Mittwoch gegen Aufsteiger Eisbachtal muss die TuS am Samstag beim SV Gonsenheim antreten. Gegen den alten Rivalen aus Nentershausen war es am Ende vor 1.013 Zuschauern eine klare Sache für die Hausherren.
Damir Grgic (9.), Karim Zeghli (40) und Dominik Kaiser (89.) trafen für die Schängel. Dabei war Koblenz den Eisbären über neunzig Minuten überlegen. So war auch TuS Trainer Michael Stahl sowohl mit dem Spiel als auch mit dem klaren Ergebnis zufrieden. Wobei die Blau-Schwarzen noch einige Gelegenheiten ausließen, so scheiterte Felix Könighaus vom Elfmeterpunkt an Eisbachtals Bestem, Torwart Niklas Kremer.
Schwieriger dürfte es für die TuS gegen den SV Gonsenheim werden. Die Mainzer Vorstädter, derzeit Tabellenfünfter, stehen nur einen Platz hinter den Koblenzern. Beide müssen punkten, am besten dreifach, will man den Kontakt zu Spitzenreiter Pirmasens nicht abreißen lassen.
FC Rot-Weiß Koblenz – FV Engers (Samstag, 5. Oktober, 15 Uhr):
Das letzte Derby auf dem Oberwerth dürfte dem FVE noch in guter Erinnerung sein. Da gewannen die Grün-Weißen vom Wasserturm nämlich bei der TuS mit 1:0. Kann man dieses Kunststück auch gegen Rot-Weiß schaffen? Immerhin ist Engers auswärts diese Saison noch ohne Punktverlust und fährt guten Mutes in die Rhein-Mosel Stadt.
Am Mittwoch hatte es immerhin zum ersten Punkt auf heimischen Kunstrasen gereicht. Im Derby gegen den FC Karbach lag das Team von Sascha Watzlawik zur Halbzeit vor 315 Zuschauern bereits 0:2 zurück. Max Wilschrey hatte erst vom Elfmeterpunkt (31.) und zehn Minuten später nach Vorlage von Donocan Makoma getroffen. Sollte es im sechsten Heimspiel die sechste Niederlage geben? Nein, weil der FVE dagegen hielt und sich am Ende den Punkt redlich verdiente. Lukas Szymczak (1:2, 51.) und Vadym Semchuk (2:2, 83.) sorgten für den ersten Heimpunkt der Saison.
Der FC Rot-Weiß möchte die Engerser Auswärtsserie (4 Spiele, 4 Siege) natürlich stoppen. Der Punkt auf dem Betze bei Lautern II hat den Koblenzern gut getan und so möchte man aus einer guten englischen Woche - mit dem Sieg gegen die TuS und dem Remis in Kaiserslautern - eine sehr gute machen.
In Kaiserslautern hatte RW-Trainer Fatih Cift auf eine offensive Ausrichtung gesetzt und mit dem Punktgewinn beim Tabellenzweiten offensichtlich viel richtig gemacht. Der eingewechselte Armin Sivic brachte Koblenz in der 38. Minute in Führung. Mit 0:1 wechselte man vor 150 Zuschauern auf Platz 4 des Fritz Walter Stadions die Seiten. Kaiserslautern drückte, die Chancen nahmen zu und binnen drei Minuten drehten die "Roten Teufelchen" das Spiel. Shawn Blum mit dem Ausgleich in der 61. Minute, dem Butahan Zor in der 64. Minute die 2:1 Führung folgen ließ.
Die Koblenzer gaben sich nicht geschlagen. Neal Gibbs unterlief in der 72. Minute ein Eigentor zum 2:2. Am Ende hatte Rot-Weiß sogar noch die Chance zum Siegtreffer, Eugene Dennis Kopfball verfehlte das Ziel nur um Haaresbreite.
FC „Blau-Weiß“ Karbach – SV Viktoria Herxheim (Samstag, 5. Oktober, 15:30 Uhr):
Zum Abschluss des Spieltags empfängt der FC „Blau-Weiß“ Karbach den SV Viktoria Herxheim auf dem Quintinsberg. Nach fünf sieglosen Spielen in Folge möchte Karbach endlich wieder einen Dreier einfahren und die Abwärtsspirale stoppen. Trotz eines guten Saisonstarts ist der zuvor beruhigende Vorsprung auf die Abstiegszone auf magere drei Zähler geschrumpft. Das bereits beschriebene Remis im Derby gegen Engers unter der Woche war für Karbach eher ein verlorener Sieg als ein Punktgewinn. Zudem setzte es am Wochenende zuvor eine 1:5-Niederlage gegen die U21 des 1. FC Kaiserslautern. Nun soll dringend eine Trendwende her.
Trotz zuletzt zwei Siegen in Folge rangieren die Gäste aus Herxheim auf dem 13. Tabellenplatz und stecken damit noch immer in der Abstiegszone fest. Besonders die wacklige Defensive bereitet Sorgen, denn mit 29 Gegentoren stellt Herxheim die schwächste Abwehr der Liga.
Karbach, aktuell Tabellenneunter, will diese Schwächen durch Torjäger Max Wilschrey nutzen, um den ersehnten Befreiungsschlag zu landen. Doch auch Herxheim wird alles daran setzen, um Zählbares mitzunehmen und den Anschluss an das rettende Ufer aufrechtzuerhalten. Es bleibt abzuwarten, ob Karbach die Trendwende gelingt oder ob Herxheim das aktuelle Formhoch bestätigen kann. Ein spannendes Duell ist garantiert.
