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Polizei fahndet entlang der A3 zur Bekämpfung mobiler Kriminalität

Die eingerichtete Polizeistation auf dem Rastplatz "Heiligenroth" an der A3. (Foto: Red.)


Die Fahndungseinheit der Verkehrsdirektion des Polizeipräsidiums Koblenz führte am Mittwoch, dem 4. Mai und am Donnerstag, dem 5. Mai, intensive zivile Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen zur Kriminalitätsbekämpfung auf den Bundesautobahnen durch. Insgesamt waren etwa 110 Einsatzkräfte je Einsatztag in das Geschehen auf und entlang der Autobahn eingebunden.

Auf der A3 wurden ganztägig mobile Kontrollen durchgeführt, bei denen eine Vielzahl von zivilen Fahndungskräften aus verschiedenen Polizeidienststellen aus Rheinland-Pfalz, Hessen, Bayern, Baden-Württemberg, Niedersachsen, des Bundes, sowie der Niederlande, des Zolls und zahlreichen Dienststellen des Polizeipräsidiums Koblenz eng zusammenarbeiteten. Zudem wurde auf der Rastanlage "Heiligenroth" eine Kontrollstelle unter Beteiligung des Röntgenmobils des Zolls eingerichtet.

Mit dieser länderübergreifenden Fahndungsmaßnahme setzte die Polizei einen merklichen Impuls zur Bekämpfung "Reisender Täter", welche in häufigen Fällen die Bundesautobahnen als Transitrouten zu und auf der Flucht von Tatorten nutzen. Diese Täter sind oftmals polizeibekannte teils bandenmäßig organisierte Mehrfach- und Intensivtäter, welche in den verschiedensten Deliktsbereichen, wie beispielsweise Diebstähle von/aus KFZ, Wohnungseinbrüche entlang der Autobahn, Betäubungsmittelkriminalität, Schleusungsdelikte oder Kfz-Kriminalität auffällig werden. Häufig als Tätergruppen und zumeist gut organisiert gehen sie professionell bei ihren kriminellen Machenschaften vor. Die Anonymität auf dem grundsätzlich stark befahrenen Verkehrsweg "Autobahn" kommt ihnen hierbei ebenfalls zugute.

Im Rahmen der durchgeführten Kontrollmaßnahmen wurden schwerpunktmäßig PKW, aber auch Transporter kontrolliert, welche als Transportmittel für eventuelle Diebesbeute in Frage kommen konnten.

Hierbei konnten unter Anderem acht chinesische Staatsbürger wegen illegalen Aufenthalts vorläufig festgenommen, zwei Personen aufgrund eines Haftbefehls verhaftet, diverse Fahrten unter Drogeneinfluss sowie ohne gültige Fahrerlaubnis festgestellt werden. Besonders geschulte Dokumentenprüfer konnten mehrere gefälschte Identitätstitel und Führerscheine sicherstellen.

Neben der erfolgreichen Kriminalitätsbekämpfung war der intensive Erfahrungsaustausch der beteiligten Einheiten ein essentieller Erfolgsfaktor dieser beiden Kontrolltage.

Die Ergebnisse im Konkreten:
  • 434 Personen kontrolliert
  • 326 Fahrzeuge überprüft
  • 2 Personen mit Haftbefehl festgenommen
  • 7 x Fahren unter Betäubungsmitteleinfluss
  • 57 Strafanzeigen erstattet, davon
  • 12 Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz
  • 6 Urkundenfälschungen
  • 5 Verstöße Pflichtversicherungsgesetz
  • 10 x unerlaubter Aufenthalt
  • 11 x Fahren ohne Fahrerlaubnis
  • 11 x Kennzeichenmissbrauch
  • 1 x Widerstand
  • 1 x Schleusung
  • Sicherstellungen eines E-Scooter, ca. 35g Marihuana, diverse gefälschte Identitätsdokumente, Führerscheine und Kennzeichenpaare
  • Sicherheitsleistungen in der Gesamthöhe von 12.450 Euro wurden einbehalten

Quelle: Polizeipräsidium Koblenz