Ahrweiler siegte im Spitzenspiel gegen Schneifel 4:3 und festigte somit die Spitzenposition. Immendorf erkämpfte sich einen wichtigen 2:1-Sieg gegen Morbach. Mülheim-Kärlich hatte wenig Mühe gegen Aufsteiger Arzfeld. Andernach siegte beim "Angstgegner" Hochwald in einer verrückten Partie 7:4.
Ähnlich viele Tore gab es in Laubach. Die Gastgeber besiegten Rübenach 8:2. Mendig hatte beim 0:4 gegen den Tabellenzweiten keine Chance.
TuS Immendorf : FV Hunsrückhöhe Morbach 2:1 (2:0)
Einen wichtigen Sieg im Abstiegskampf erzielte der TuS Immendorf. Die Rot-Weißen besiegten den FV Morbach verdient mit 2:1 (2:0)
"Es war ein gutes Spiel meiner Mannschaft", freute sich TuS Coach Marvin Schenk über den Heimsieg und den Sprung auf Platz 14.
Eine effiziente Immendorfer Mannschaft ging in der 13. Minute durch Marko Slowik 1:0 in Führung. Sieben Minuten später erhöhte Sebastian Fischer auf 2:0. Weniger effektiv waren die Hausherren im zweiten Abschnitt. Schenk: "Da hatten wir drei, vier riesige Gelegenheiten, die Partie zu entscheiden."
Als in der 84. Minute Maximilian Schemer auf 2:1 verkürzte, wurde es nochmal hektisch vor 130 Zuschauer auf dem "Dörnchen". "Am Ende hatten sie aber keine weiteren Chancen mehr, so dass der Sieg für uns in Ordnung geht", bilanzierte Schenk.
SG Hochwald : SG 99 Andernach 4:7 (4:4)
Was für ein verrücktes Spiel vor 150 Zuschauern in Zerf. Gegen den "Angstgegner" siegten die Bäckerjungen am Ende klar mit 4:7.
"Ein Wahnsinn", sagte SG99 Trainer Kim Kossmann nach der denkwürdigen Partie. "Leider hatte unser Keeper heute nicht seinen allerbesten Tag. Aber am Ende geht der Sieg total in Ordnung Vor allem mit Ball haben wir ein klasse Spiel hingelegt."
Darian Dshabrailov (3.) und Argjend Idrizi (16.) brachten die Gäste früh mit 2:0 in Führung. Nils Hemmes gelang per Strafstoß der 1:2 Anschlusstreffer (19.). Mike Borger gelang das dritte Andernacher Tor nach fünfundzwanzig Minuten. Hochwald kam nun richtig in die Partie und drehte binnen zehn Minuten das Spiel. Aus 1:3 wurde ein 4:3 durch Louis Baldes (32.) und zweimal Andre Paulus (39., 41.). Den Schlusspunkt der ersten Halbzeit setzten die Andernacher. Andreas Engels egalisierte auf 4:4 in der Nachspielzeit.
Nach acht Treffern in der ersten Hälfte beruhigte sich das Spiel kurzzeitig, zumindest was die Tore anging. Nach fünfundfünfzig Minuten brachte Mike Borger seine Farben wieder in Führung (4:5) und erhöhte fünf Minuten später auf 4:6. Filip Reintges sorgte in der 84. Minute für den Endstand.
SG 2000 Mülheim-Kärlich : SG Arzfeld 5:0 (3:0)
Bei der SG Arzfeld scheinen allmählich die Lichter auszugehen. Der Rückstand auf das rettende Ufer vergrößerte sich auf zwölf Punkte.
Die SG 2000 hatte mit den Gästen wenig Mühe, so dass Trainer Nenad Lazarevic einen ruhigen Tag erlebte. "Pflichtaufgabe erfüllt."
Martin Jacobs brachte Mülheim schon nach sechs Minuten 1:0 in Führung. Hendrik Hillen (27.) sowie Kalle Steinmetz (44.) erhöhten bis zum Pausentee auf 3:0.
Die beste Zeit der Arzfelder war zu Beginn der zweiten Hälfte. Ein Schuß von Musa Bah küsste die Querlatte des Mülheimer Tors. Die dominierenden Mülheimer kontrollierten das Spiel und trafen am Ende noch zwei weitere Male. Beide Male konnte sich Paul Heuser (80., 85.) in die Torschützenliste eintragen, so dass am Ende ein auch in der Höhe verdienter 5:0 Erfolg stand.
Ahrweiler BC : SG Schneifel 4:3 (2:0)
Vor 697 Zuschauern im Apollinaris-Stadion hat der ABC den Verfolger aus Schneifel 4:3 geschlagen.
Ahrweiler nutzte die laut SG Trainer Stephan Simon "schläfrige Anfangsphase" im Stile einer abgezockten Spitzenmannschaft. Thomas Idel mit dem 1:0 in der vierten Minute und nur zwei Minuten später erhöhte Goalgetter Almir Porca auf 2:0. Für Ahrweiler ein Auftakt nach Maß, für Schneifel eine kalte Dusche und große Hypothek für den weiteren Spielverlauf. Nach zwanzig Minuten kam der Verfolger allmählich ins Spiel, ohne große Gefahr auszustrahlen, sodass man mit 2:0 die Seiten wechselte.
Als Ahrweilers Spielertrainer Markus Pazurek mit einem raffinierten Freistoß kurz nach Wiederanpfiff (47.) auf 3:0 stellte, schien der Drops gelutscht.
Vielleicht waren sich die Ahrstädter nach dem 3:0 zu sicher, auf jeden Fall kamen die Gäste immer besser ins Spiel. Jan Pidde gelang in der 61. Minute der 3:1- Anschlusstreffer und nur sieben Minuten später traf Jannick Moitzheim zum 3:2. "Sie waren bei Standardsituationen brandgefährlich", so Pazurek. Ümit Kuzu ließ die Mehrheit der knapp 700 Fans in der 73. Minute zum vierten Mal jubeln, als ihm per Abstauber das 4:2 gelang.
Schneifel steckte nicht auf. Daniel Dans Sprüds verkürzte in der 82. Minute auf 4:3. In der Nachspielzeit kam Pidde mit der Fußspitze nicht mehr an den Ball. "Das ist dann auch Qualität, so was über die Zeit zu bringen", freute sich Pazurek über die drei Punkte gegen einen starken Gegner.
Apropos Markus Pazurek. Der 37-Jährige wird den Ahrweiler BC nach nur einem Jahr wieder verlassen und schließt sich zum 1. Juli 2026 der 1. Spvgg Solingen-Wald 03 an, die höchstwahrscheinlich im Sommer in die Oberliga Niederrhein aufsteigen werden. Ein Projekt, an dem sich Ex-Profi Pazurek künftig beteiligen wird.
"Selbstverständlich werde ich mich bis zum letzten Spiel auf den Ahrweiler BC konzentrieren und alles dafür geben, dass wir unser großes Ziel erreichen", so der 36-Jährige.
SV Rot Weiß Wittlich SV Eintracht Mendig 4:0 (4:0)
Wenig überraschend haben die stark ersatzgeschwächten Mendiger 0:4 beim Tabellenzweiten Wittlich verloren.
Nach gut einer halben Stunde war die Messe gelesen, Wittlich führte bereits mit 4:0 und war die klar überlegene Mannschaft.
In der achten Minute ging der Aufstiegsaspirant in Führung. Nach einem Pass in den Rückraum markierte Ralf Rizvani das frühe 1:0.
Wenig später hätte der Ausgleich fallen können. Leo Zerwas bediente Carsten Thelen dessen Kopfball Wittlichs Keeper Ternes halten konnte. "Wenn da das 1:1 fällt, läuft das Spiel vielleicht anders", haderte Mendigs Coach Damir Mrkalj. Als Meliani Saim nach vierundzwanzig Minuten zum 2:0 traf, war die Partie vorentschieden. Und Wittlich legte nach. Erst traf Mohammad Rashidi per Foulelfmeter zum 3:0 (24.) nachdem Matthias Wengeroth seinen Gegenspieler im Strafraum zu Fall gebracht haben soll. "Ein Witzelfmeter", ärgerte sich Mrkalj. Vier Minuten später gar das 4:0. Rizvani mit seinem zweiten Treffer des Tages. Mrkalj: "Danach haben wir unser System auf 5-4-1 umgestellt und die Räume verdichtet." Was immerhin dazu führte, dass Mendig kein weiteres Tor kassierte.
Im Hinblick auf das wichtige Spiel am kommenden Donnerstag gegen Immendorf wechselte Mrkalj die Gelb vorbelasteten Spieler sicherheitshalber aus.
So kam es, dass der eigentliche Stammkeeper Robin Rohr die letzten zwanzig Minuten im Feld spielte.
Mrkalj: "Die nächsten drei Spiele sind gegen direkte Konkurrenten im Abstiegskampf mit Immendorf, Hochwald und Linz. Nach diesen Spielen wissen wir mehr."
SV Laubach : FV Rübenach 8:2 (2:1)
Ein herber Rückschlag für den FV Rübenach, die Fortsetzung der Siegesserie für den SV Laubach.
Mit einem 8:2 Endstand hätte wohl niemand der 165 Zuschauer zur Halbzeit gerechnet. Die erste Halbzeit war ausgeglichen. Zwar konnte Ole Conrad per Doppelpack (3., 15.) schnell ein 2:0 schnüren. In der Folge waren die Rübenacher ein gleichwertiger Gegner. Philipkowski's Anschlusstreffer zum 2:1 in der 33. Minute war verdient. Das sah auch Laubachs Trainer Tobias Jakobs so. "Die ersten zwanzig Minuten gingen klar an uns. Aber danach bis zur Halbzeit war Rübenach die bessere Mannschaft. Da waren sie gut und für uns sehr unangenehm."
Das kippte in der zweiten Halbzeit. Jakobs: "Die schnellen drei Tore bis zur Halbzeit waren spielentscheidend." Lukas Mey (49.), Julian Schmitz (51,) und Lucas Christof (53.) erhöhten binnen fünf Minuten auf 5:1. Rübenach ergab sich in sein Schicksal, die Gegenwehr war dahin. "Wir kriegen acht Tore und keine einzige Gelbe Karte", brachte es Gästetrainer Benedikt Lauer auf den Punkt. Julian Schmitz (63.) und zweimal Rene Hanke (80., 88.) erhöhten auf 8:1. Für den Schlusspunkt sorgte Rübenachs Philipp Pitkowski. Das 8:2 in der 90. Minute allerdings nur noch Ergebniskosmetik für den FVR, der jetzt dringend eine Serie starten muss, will man dem Abstieg noch entkommen.
