Der Ahrweiler BC konnte durch ein 2:1 gegen Mülheim-Kärlich die Tabellenführung auf sieben Punkte ausbauen.
Die Verfolger tauschten die Plätze. Wittlich verlor in Wirges 1:4 und fiel auf den 3. Platz zurück. Neuer Zweiter ist die SG Schneifel, die den VfB Wissen mit sage und schreibe 11:2 verprügelte.
Im Tabellenkeller mussten Mendig (0:3 gegen Immendorf) und Rübenach (0:5 gegen Kirchberg) bittere Heimniederlagen verkraften.
TuS Immendorf hingegen hat seine gute Form bestätigen können. Und auch der SV Laubach konnte sein Auswärtsspiel in Arzfeld siegreich gestalten (0:1). Bereits am Mittwoch trennten sich der Tabellensechste Andernach und der Tabellenvierte Trier II 1:1-Unentschieden.
SG Andernach : Eintracht Trier II 1:1 (0:1)
Ein gerechtes 1:1-Unentschieden sahen die gut 100 Zuschauer auf dem Andernacher Kunstrasenplatz. "Ich fand das Ergebnis gerecht. Trier war in der ersten Halbzeit die bessere Mannschaft, wir ganz klar in der zweiten Hälfte", bilanzierte SG Trainer Kim Kossmann. Und ärgerte sich über eine, aus seiner Sicht, Fehlentscheidung. "Schade, dass wir kurz vor Schluß keinen Elfmeter bekommen haben. Für mich war das ein glasklarer Strafstoß."
Die Zuschauer sahen ein gutes Rheinlandligaspiel, in dem die Gäste von der Mosel in der 30. Minute durch Vicent Boesen in Führung gingen.
Im zweiten Abschnitt übernahmen die Bäckerjungen das Kommando. Mehr als der verdiente Ausgleichtreffer von Gian Luca Dolon (57.) sollte allerdings nicht mehr fallen.
SV Eintracht Mendig : TuS Immendorf 0:3 (0:0)
Die Mendiger Eintracht musste am Donnerstagabend im Kellerduell mit TuS Immendorf eine bittere 0:3 Niederlage einstecken.
In der ersten Halbzeit sahen die 230 Zuschauer ein recht zähes Spiel auf dem Mendiger Kunstrasen. SVE Trainer Damir Mrkalj. "In der ersten Halbzeit hatte der Gegner gar keine Torchance, wir hatten zwei Halbchancen, wo Brice Mitel und Leo Zerwas es besser finalisieren müssen."
Kaum hatte Schiedsrichter Nicolas Prinz aus Trier die zweite Hälfte angepfiffen, fiel die Führung für die Koblenzer Vorstädter. Immendorf schaltete nach einem groben Mendiger Fehlpass schnell um. Marko Slowik passte auf Sebastian Fischer der zum 0:1 traf (47.). Immendorf blieb die bessere Mannschaft. Das 0:2 fiel nach einem ähnlichen Muster. Wieder schalteten die Gäste gut um, Jan Bruker erhöhte in der 56. Minute auf 0:2. Zehn Minuten später sah Mendigs Dama Kanoute Gelb-Rot. Mrkalj: "Dama kriegt schon bei seiner Einwechslung Gelb weil er zu früh auf den Platz läuft. Danach macht er ein Foul und fliegt vom Platz." Spätestens als in der 80. Minute Marvin Weber auf 0:3 erhöhte war das Spiel zu Gunsten der Rot-Weißen entschieden.
Mendig geht schweren Zeiten entgegen. Bei Mrkalj schrillen die Alarmglocken: "Die Diskrepanz zwischen den Stammspielern und die von der Bank kommen ist einfach zu hoch, weil sie zu viele Ausfallzeiten haben. Der Stamm ist hoch belastet und fit. Diejenigen die von der Bank kamen, haben einfach keine Fitness, wie man sie in der Rheinlandliga braucht Dem mussten wir Tribut zollen. So wird es sehr schwierig, die Klasse zu halten."
Immendorfs Trainer Marvin Schenk atmete nach dem 3:0 Auswärtssieg erleichtert durch. "Ein hochverdienter Sieg für uns, vor allem in der zweiten Halbzeit waren wir stark und haben den Mendigern schnell den Schneid abgekauft. Mit etwas mehr Schußglück wäre sogar ein noch höheres Ergebnis möglich gewesen. Mendig hatte in der zweiten Halbzeit keine einzige Chance mehr. In der ersten Hälfte war es ein zerfahrenes und unansehnliches Spiel."
FV Rübenach : TuS Kirchberg 0:5 (0:3)
Allmählich wird es sehr eng für den FV Rübenach. Der Aufsteiger verlor das vierte Spiel in Folge während die Kirchberger im 14. Auswärtsspiel den ersten Auswärtssieg einfuhren. Und das gleich mit 5:0!
Eine Anfangsphase zum Vergessen sahen die 101 zahlenden Zuschauer, sofern Fans der Rübenacher. Süleyman Özer (3.), Tim Müller (14.) sowie Nico Wilki (22.) trafen früh zum 0:3 für die Gelb-Blauen.
"Wir kommen denkbar ungünstig ins Spiel mit dem schnellen 0:1 nach drei Minuten. Wir haben es Kirchberg durch individuelle Fehler sehr leicht gemacht", kritisierte Rübenachs Coach Benedikt Lauer nach der Partie. Nach dem frühen Rückstand hatte der FVR gut dagegengehalten. "Da hatten wir einige gute Gelegenheiten im Kirchberger Strafraum. Nur haben wir im Gegensatz zu unserem Gegner die Effektivität vermissen lassen", so Lauer.
In der zweiten Hälfte trafen die Kirchberger noch zwei weitere Male. Erst erhöhte Jonas Heimer auf 0:4 (51.). Den Schlusspunkt setzte Louis Wilki mit dem 0:5 nach einundsiebzig Minuten. Lauer: "Wir müssen aus unseren Fehlern lernen. Zwischen den Sechzehnern hatten wir sogar mehr vom Spiel. Aber weder im eigenen noch im gegnerischen Strafraum sind wir derzeit gut genug."
Ahrweiler BC : SG 2000 Mülheim-Kärlich 2:1 (1:0)
Über Fußball sprach nach dem Spiel niemand mehr. Weder die Spieler beider Teams, noch der Staff und auch nicht die 312 Zuschauer in Bad Neuenahr.
Was war passiert? In der 89. Minute rasselten die Ahrweiler Spieler Redon Thaqi und Rene Ebersbach mit voller Wucht ineinander. Während Ebersbach nach einigen Minuten wieder stand und langsam vom Platz humpelte, blieb Thaqi bewusstlos liegen. Der kurz zuvor erst eingewechselte Deutsch-Kosovare wurde erst in den Rettungswagen, wenig später in einen Rettungshubschrauber verfrachtet und in die Uni Klinik Bonn geflogen. Nach Aussage von Ahrweiler's Spielertrainer Markus Pazurek am Ostersonntag geht es dem 19-jährigen Angreifer wieder besser, kann sich aber an den Unfall nicht mehr erinnern. "Hier zählt nur die Gesundheit unseres Spielers. Das Ergebnis ist zwar schön aber derzeit absolut zweitrangig", ordnet Pazurek den Vorfall ein.
Auch Pazureks Gegenüber Nenad Lazarevic war schockiert. "Der Schiedsrichter musste natürlich das Spiel wieder anpfeifen. Nach der Roten Karte von Wetschorek hatten wir Überzahl, aber so wollen wir nicht zu Punkten kommen. Dafür hatten wir in den 89 Minuten zuvor ausreichend Zeit gehabt."
Thomas Idel hatte den ABC in der 44. Minute in Führung gebracht. Luca Marx erhöhte nach fünfzig Minuten auf 2:0. In der 75. Foulelfmeter für Mülheim-Kärlich. Kevin Wetschorek hatte Pascal Steinmetz gefoult und sah dafür die Rote Karte. Den fälligen Elfmeter versenkte Steinmetz zum 2:1 Endstand.
SG Arzfeld : SV Laubach 0:1 (0:0)
Mit einer großen Portion Glück hat der SV Laubach sein Meisterschaftsspiel beim Tabellensiebzehnten Arzfeld 0:1 gewonnen.
"Es war eher ein sehr schwaches Spiel von uns", gestand Laubachs Trainer Tobias Jakobs nach der Partie vor 160 Zuschauern und ergänzte "Das Beste am Spiel war tatsächlich das Ergebnis."
Vor allem zum Ende hin hatten die Laubacher Aluminiumglück und einen starken Torwart, Jonas Landen, der ihnen den Sieg rettete. Jakobs: "Da haben sie Pfosten und Latte getroffen, Jonas verhindert das 1:1."
In der 73. Minute hatte Julian Schmitz die Vordereifler in Führung gebracht. Jakobs: "Wir hatten das Glück, dass Julians Schuß vom Pfosten ins Tor geht. Das hatten die Arzfelder nicht." In der 88. Minute sah Laubachs Luca Münnich die Ampelkarte und wird im nächsten Spiel fehlen. Jakobs ist glücklich, dass es trotz der Leistung zu weiteren drei Punkten gereicht hat. Die nächsten Gegner haben es nämlich in sich, wenn man nacheinander auf Ahrweiler, Mülheim-Kärlich und Schneifel trifft. "Das Punktepolster tut uns gut", sagt Jakobs, der mit seinem Team nach der Winterpause sechs Siege und zwei Unentschieden holte.
Die weiteren Spiele:
- FV Morbach : VfB Linz 4:1
- FC Bitburg : SG Hochwald 3:2
- SG Schneifel : VfB Wissen 11:2
- SpVgg Wirges : RW Wittlich 4:1
