Andernach hat zum dritten Mal gemeinsam mit dem Landeskrankenhaus, dem Landesnetzwerk „Selbsthilfe seelische Gesundheit RLP e.V.“ und der Rhein-Mosel-Fachklinik an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert. Anlass war der 27. Januar, der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz im Jahr 1945.

Andernach |

Der bundesweite Gedenktag wurde 1996 von Bundespräsident a.D. Roman Herzog eingeführt und steht für die Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen.

Gottesdienst und Gedenkveranstaltung

Der ökumenische Gottesdienst wurde von Pfarrer Jürgen Gundalin und Pastoralreferentin Melanie Kammerer geleitet. Schülerinnen und Schüler der Rhein-Mosel-Fachklinik Andernach wirkten an der Gestaltung mit.

In seiner Rede betonte Oberbürgermeister Christian Greiner die Bedeutung eines historischen Bewusstseins und sprach sich gegen Ausgrenzung, Antisemitismus und Diskriminierung aus.

Kranzniederlegung in der Innenstadt

Im Anschluss an den Gottesdienst legten Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Institutionen Kränze am Spiegel-Container in der Andernacher Innenstadt nieder.

Engagement junger Menschen

Im Rahmen der Gedenkwoche gestalteten Schülerinnen und Schüler des Kurfürst-Salentin-Gymnasiums die zehnte Neugestaltung des „Lebendigen Mahnmals“. Das Projekt steht unter dem Leitgedanken „Seid Menschen“ und thematisiert die nationalsozialistische Vergangenheit sowie Erinnerungskultur.

An der Feierstunde nahm auch Gesundheitsminister Clemens Hoch als Schirmherr des Projekts teil.