Oberbürgermeister Christian Greiner überreichte dabei eine Gedenktafel, die an die historische Rolle der Stadt bei der Gründung der Bundeswehr erinnern soll.
Am 20. Januar 1956 hatte Bundeskanzler Konrad Adenauer in Andernach die ersten Freiwilligen der neu gegründeten Streitkräfte begrüßt. Dieses Ereignis gilt als symbolischer Auftakt der Bundeswehr und begründete den besonderen historischen Bezug zwischen der Truppe und der Stadt am Rhein, die bis heute als „Wiege der Bundeswehr“ bezeichnet wird.
In seiner Rede hob Oberbürgermeister Greiner die Bedeutung dieses Ortes für die sicherheitspolitische Entwicklung der jungen Bundesrepublik hervor. Die Gründung der Bundeswehr in Andernach sei ein prägender Schritt für die Stabilität und Sicherheit des Landes gewesen. Zudem erinnerte Greiner an seine eigenen Erfahrungen als Soldat und betonte die gesellschaftliche Rolle der Bundeswehr als Teil der demokratischen Ordnung.
Auch für die Stadt Andernach habe die Präsenz der Bundeswehr seit Jahrzehnten eine große Bedeutung. Soldatinnen und Soldaten seien nicht nur militärisch präsent, sondern auch in das zivile Leben eingebunden. So hätten sie sich unter anderem bei Hochwassereinsätzen engagiert und zur Entwicklung lokaler Traditionen wie des Andernacher Karnevals beigetragen.
Eine weitere Verbindung zwischen Stadt und Truppe besteht über den Bundeswehrsender Radio Andernach. Andernach war bis 2001 Standort des Truppenbetreuungssenders und ist seit 2003 offizieller Pate des Radios. Anlässlich des 50-jährigen Bestehens von Radio Andernach wurde die Partnerschaft zwischen Stadt und Bundeswehr erneuert und die Zusammenarbeit bekräftigt.
Die im Rahmen der Jubiläumsfeier überreichte Gedenktafel soll dauerhaft an die historische Bedeutung Andernachs für die Bundeswehr erinnern. Vorgesehen ist eine Aufstellung in den Rheinanlagen nahe der Villa Michels, wo sie künftig öffentlich zugänglich sein soll.
