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Videokonferenz zur Energiewende im Rhein-Hunsrück-Kreis

Die Energiewende im Rhein-Hunsrück-Kreis, wie hier in Altweidelbach bei Simmern, soll vorangetrieben werden. (Foto: Boch)


Als unabhängiger Kandidat für die Landratswahl stellt sich Volker Boch in der Region vor. Der 45-Jährige aus Laubach möchte im Rhein-Hunsrück-Kreis für mehr Gestaltung sorgen und wirbt dafür, die Chancen der Region in den Blick zu nehmen. Für Volker Boch ist es deshalb wichtig, sich mit Experten zu verschiedenen Großthemen auszutauschen. Nach Videokonferenzen zum Flughafen Hahn, der Landwirtschaft und dem Weinbau, steht nun die Energiewende auf dem Programm.

Am Freitag, dem 7. Januar, lädt Volker Boch zu einer Livekonferenz ein, die sich mit der weiteren Energiewende im Rhein-Hunsrück-Kreis befasst. Um 19 Uhr beginnt der Austausch unter der Überschrift „Wie gestalten wir die Energiewende erfolgreich und bürgernah?“. Mit Volker Boch diskutieren am 07. Januar: der langjährige Rhein-Hunsrücker Landrat Bertram Fleck, Schnorbachs Bürgermeister Bernd Kunz sowie Frank Rickus, Ortsvorsteher in Mannebach.

Die Energiewende im Rhein-Hunsrück-Kreis ist sehr eng mit Bertram Fleck verbunden, der in seiner Amtszeit von 1989 bis 2015 viele wichtige Akzente gesetzt und „seinen“ Landkreis stark geprägt hat. Landrat Bertram Fleck machte sich unter anderem in der Region für die Energiewende stark. Neben dem gesellschaftlich vielfach diskutierten, für die Wirtschaftskraft vieler Kommunen sehr wesentlichen Windkraftausbau gab es zahlreiche weitere Impulse. Beispielgebend waren unter anderem das frühe Etablieren eines Kreisklimaschutzmanagements, Konzepte zum Energiesparen, komplexe Nahwärmeprojekte, ein Solardachkataster und auch das Verankern eines nachhaltigen sowie klima- und umweltbewussten Verwertungskreislaufs sowie eines Bürgerstromprojekts bei der Rhein-Hunsrück-Entsorgung (RHE). Bundesweit sorgte der Kreis mit seinen innovativen Projekten für Furore, er gehörte zu den Teilnehmern am Pilotprojekt „Designetz“ und wurde zuletzt zur „Energiekommune des Jahrzehnts“ erklärt.

Bernd Kunz trug mit der Ortsgemeinde Schnorbach dazu bei, dass der Rhein-Hunsrück-Kreis bundesweit als innovativer Taktgeber der Energiewende wahrgenommen wird. Das „Schnorbacher Modell“ und damit verbundene Maßnahmen zur Reduzierung des Energieverbrauchs waren beispielhaft. Die in Schnorbach entwickelte Energiesparrichtlinie wurde vielfach übernommen. In Mannebach wurde unterdessen ein Nahwärmenetz etabliert, das als Genossenschaftsmodell bereits im Dezember 2012 ans Netz ging. Dieses Netz war eines der frühen Leuchtturmprojekte dezentraler Wärmeversorgung in Rheinland-Pfalz.

„Wenn die Gespräche auf die Energiewende im Rhein-Hunsrück-Kreis kommen, dann geht es ganz oft um die Windkraft und um persönliche Haltungen dazu“, sagt Volker Boch. „Der Rhein-Hunsrück-Kreis kann aber noch viel mehr als Windkraft, ich denke, dass wir gerade beim Thema Energiespeicher Pilotregion werden können. Aus meiner Sicht hat unsere Region bei der Windkraft einen ausreichenden Beitrag zur Energiewende geleistet. Es ist deshalb wichtig, jetzt über die Flächennutzungspläne klare und rechtssichere Rahmenbedingungen gerade für das Repowering vorzugeben, damit in den nächsten Jahren nicht noch größere Anlagen an Ortsgemeinden heranrücken. Auch für die Freiflächen-Photovoltaik muss es Grenzen geben.“

Der Austausch von Volker Boch mit Bertram Fleck, Bernd Kunz und Frank Rickus wird am Freitag, 07. Januar, online live übertragen. Zuschauer können sich an der Diskussion beteiligen. Beginn der Veranstaltung ist um 19 Uhr unter: https://www.facebook.com/BochVolker