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Energiewende – Wie wir unsere Erde retten

Die Zukunft unserer Erde hängt davon ab, wie wir mit ihrer Ressourcen umgehen. (Quelle: Pixabay)


Das Ahrtal wird überschwemmt, in Kalifornien brennen die Wälder und die Insel Sylt muss Sand an die Strände baggern, um dem steigenden Wasserpegel entgegenzuwirken. Vorboten davon, was die steigenden Temperaturen mit sich bringen werden. Die Energiewende muss kommen, doch was heißt das für uns? Das aktuell4u-Energiewende-Alphabet will helfen, unsere Zukunft zu verstehen.  

Die Energie muss sich wenden – und wohin?

Die letzten Atomkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 werden in Deutschland bis Ende 2022 vom Netz genommen. Der Kohleausstieg wurde bis 2038 beschlossen und soll laut der neuen Ampel-Koalition sogar um acht Jahre vorgezogen werden. Doch woher die Energie nehmen, wenn nicht stehlen? Bereits kurz nach der Jahrtausendwende wurde die erste Version des „Erneuerbare-Energien-Gesetzes“ beschlossen und seitdem mehrfach überarbeitet. Das Ziel ist klar: Energie soll sauber, regenerativ und effizienter werden.

Was macht Energie sauber?

Zu den erneuerbaren Energien zählen hauptsächlich die Windkraft, die Wasserkraft, die Bioenergie, die Solarenergie und die Geothermie. Diese Energiequellen zeichnen sich dadurch aus, dass sie unserer Erde nicht nachhaltig Ressourcen stehlen und unser Klima entlasten. Im Jahr 2020 stammen in Deutschland rund 45 Prozent des Stroms aus regenerativen Quellen. Um Kohle und Kernkraft zu kompensieren, muss allerdings noch einiges geschafft werden.

Treibhauseffekt – Warum wird es eigentlich wärmer?

Der natürliche Treibhauseffekt ist ein Prozess unserer Erde, ohne den hier alles vereist wäre. Ohne Treibhausgase wie Kohlendioxid würde die Temperatur der Erde bei -18 Grad Celsius liegen, wobei sich auch niemals Leben auf der Erde entwickelt hätte, welches sich darüber hätte beschweren können. Die Erde wird von kurzwelligen Sonnenstrahlen erwärmt und reflektiert Teile davon als langwellige Wärmestrahlung. Die Treibhausgase in unserer Atmosphäre absorbieren dann einen Teil dieser Strahlung und die Temperatur erhöht sich. Je mehr CO2-Ausstoß wir Menschen durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe veranlassen, desto mehr unterstützen wir diesen Effekt.

2-Grad – Eine Zahl wie eine Hiobsbotschaft

Wenn in der Klimaforschung die 2-Grad-Grenze genannt wird, spricht man davon, dass die globale Mitteltemperatur nicht mehr als 2-Grad Celsius über den vorindustriellen Wert steigen darf. Es besteht ein Konsens, dass bei einer Überschreitung dieses Wertes die klimatischen Folgen nicht absehbar werden und es viel häufiger zu gefährlichen Wetterextremen kommen wird. Aktuell liegt dieser Wert bei etwa 1-Grad-Celsius und die Tendenz ist steigend. Die CO2-Emissionen hätten im Jahr 2020 ihren Scheitelpunkt erreichen müssen, damit wir unser vorzeitiges 1,5-Grad-Ziel nicht überschreiten werden. Da dies nicht der Fall ist, müssen wir mit negativen Emissionen arbeiten: Kohlendioxid muss nachträglich aus der Atmosphäre entfernt werden, beispielsweise durch Aufforstung.

Überschwemmung im Ahrtal – Ein Vorbote?

Die starken Sturmfluten im Ahrtal haben uns alle schockiert und Monate später leiden immer noch Anwohner unter den Folgen. Nach einer Studie der „world weather attribution“ werden solche Katastrophen durch die steigenden Temperaturen immer häufiger und intensiver. Dahinter steckt simple Physik: Wärmere Luft kann mehr Wasserdampf aufnehmen und somit auch stärker abregnen. Der Direktor des „RCClimate“, Maarten van Aalst, der ebenfalls zu der Studie beigetragen hat, spricht davon, dass solche Ereignisse zwar selten sind, man sich aber immer mehr darauf vorbereiten muss.

Hier findet ihr mehr Informationen zu dem Thema: https://www.worldweatherattribution.org/heavy-rainfall-which-led-to-severe-flooding-in-western-europe-made-more-likely-by-climate-change/