Das Geschäftsgebiet der Raiffeisenbank Welling liege innerhalb des Geschäftsgebiets der VR Bank RheinAhrEifel. Für Mitglieder, Kundinnen und Kunden sowie die Region sei die geplante Zusammenführung daher ein konsequenter Schritt. Beide Vorstände erklärten, man wolle damit auf steigende Anforderungen in den Bereichen Regulierung, IT-Sicherheit, Digitalisierung und Fachkräftegewinnung reagieren und zugleich die genossenschaftliche Beratung vor Ort stärken.
Sascha Monschauer, Vorstandsvorsitzender der VR Bank RheinAhrEifel, sprach von einem „verantwortungsvollen Schritt in die Zukunft“. Udo Link, Vorstand Markt der Raiffeisenbank Welling, erklärte, die regulatorischen Anforderungen seien in der bisherigen Größenordnung künftig nicht mehr eigenständig zu stemmen. Für Mitglieder sowie Kundinnen und Kunden bedeute die Fusion Kontinuität im Alltag und erweiterte Angebote.
Bestandsschutz für Mitarbeitende und Standort
Nach Angaben der Banken soll für die Mitarbeitenden der Raiffeisenbank Welling ein Bestandsschutz vereinbart werden. Auch für den Standort Welling gelte ein Bestandsschutz von fünf Jahren. Damit wolle man Stabilität und Verlässlichkeit vor Ort gewährleisten.
Die Raiffeisenbank Welling plant ihre Generalversammlung für den 13. Mai 2026. Zuvor sind Informationsveranstaltungen für Mitglieder am 25. Februar und 4. März vorgesehen. Die Vertreterversammlung der VR Bank RheinAhrEifel ist für den 19. Mai terminiert. Die Fusion steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Gremien sowie der aufsichtsrechtlichen Genehmigungen. Eine rückwirkende Verschmelzung zum 1. Januar 2026 ist vorgesehen, die technische Zusammenführung der Kernbankensysteme soll am 18. Juli 2026 erfolgen.
Weitere Fusion mit PSD Bank Koblenz geplant
Parallel verfolgt die VR Bank RheinAhrEifel eine weitere Fusion mit der PSD Bank Koblenz eG. Ziel sei ein gemeinsames genossenschaftliches Institut für die Region Rhein, Ahr, Eifel und Mosel.
Nach einer geplanten Dreierfusion würden sich laut Angaben folgende Kennzahlen ergeben: eine Bilanzsumme von rund acht Milliarden Euro, 1.027 Mitarbeitende, rund 158.000 Mitglieder und etwa 230.000 Kundinnen und Kunden im Geschäftsgebiet Rhein, Ahr, Eifel und Mosel.
Die Vorstände wollen in den kommenden Monaten den Fusionsvertrag und das organisatorische Zielbild erarbeiten.
