Auch Kai Kazmirek wusste in Tokio nicht zu überzeugen.

Die Bilanz nach Tokio: Wie immer ist es die Frage, wie vieles noch besser werden kann.

Weniger Medaillen für deutsche Sportler in Tokio als bei den Olympischen Spielen vor fünf Jahren in Rio. Ist das der Maßstab allein für die Bewertung des Abschneidens einer Sportnation beim Gipfel des Sportes, bei Olympia? Gold, Silber und Bronze allein kann und darf es nicht sein. Wenn dennoch die Bilanz des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), der in den zurückliegenden Monaten mehr mit seinen personellen Problemen als dem Blick auf Olympia zu tun hatte, keine überzeugende ist, so liegt es vor allem daran, dass wir in den olympischen Kerndisziplinen nicht mehr Weltspitze sind.

Im Schwimmen sind wir es schon lange nicht mehr. In der Leichtathletik gibt es deutlich mehr Schatten als Licht. Und auch die Ruderer und Kanuten, die Springreiter, die einmal erfolgsverwöhnten Fechter, die Bahnradfahrer, sie bleiben deutlich hinter den Erwartungen. Von den Mannschaftssportarten ganz zu schweigen: Handball, Basketball, Hockey , Volleyball, wir sind  Mittelmaß. Im Fußball hatten sich die Frauen, die Titelverteidiger von Gold in Rio, nicht einmal qualifiziert und bei den Männern stellte der DFB gerade mal eine Notelf. Positiv waren Tischtennis, Ringen, Kanuslalom, Segeln und wie immer die Dressur- und die Vielseitigkeitsreiter. In den neuen olympischen Sportarten spielt Deutschland aktuell nur eine untergeordnete Rolle.

In drei Jahren schon stehen die Spiele in Paris an. Ganz nahe, näher als wenn sie in Berlin oder München wären und herausfordernder, weil es einen europäischen Wettbewerb geben wird, wer denn nun kontinental gesehen der Beste ist. Frankreich, England, Russland, Holland, dann gleichauf Italien und Deutschland, so war es jetzt in Tokio.

Bis Paris muss viel geschehen. Auch in Rheinland-Pfalz. Trotz zweimal Gold in der Dressur und im Kanuslalom und weiterer Medaillen im Rudern und Ringen, es ist noch viel Luft nach oben. Es bedarf der totalen Konzentration auf die Vereine, die Spitzensport wollen. Sie müssen über vom Landessportbund (LSB) bezahlte hochqualifizierte Trainer verfügen und über genügend finanzielle Möglichkeiten, die Toppleute zu halten und neue für unsere Vereine zu gewinnen. LSB und Sporthilfe müssen dabei zusammen mit dem Olympiastützpunkt  eine Einheit sein. Und hier müssen Leute arbeiten, die etwas vom Spitzensport und  von Marketing verstehen.

Es ist wie immer nach Olympia. Den Athleten gebührt Dank und Anerkennung und zugleich geht es auch wieder um die Frage, wie alles noch besser werden kann.  

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