Mit dieser Führungsriege will der FC Rot-Weiß Koblenz ab 1. Juli an den Start gehen, von links: Thomas Beer (2. Vorsitzender), Christian Noll (Vorstand Sport), Pit Arndt (Vorsitzender), Thomas Voigt (Vorstand Kommunikation), Gerd Gail (Schatzmeister), Werner Wolf (Geschäftsstellenleiter), Michael Dillmann (Vorstand Jugend).

Fußballer firmieren um: aus TuS Rot-Weiß Koblenz wird der FC Rot-Weiß Koblenz

Die traditionellen Farben bleiben unverändert, der „Vorname“ wird allerdings ein neuer: Die Fußballer
der TuS Rot-Weiß Koblenz sollen ab der Saison 2021/22 als FC Rot-Weiß Koblenz unter neuer Flagge und in eigener Regie spielen. Die Vereinsneugründung bedeutet nicht nur einen Neuanfang sondern auch das Ende einer Ära.

Die Idee, die Fußballer aus dem Mehrspartenverein mit 16 Abteilungen auszugliedern, entstand bereits im Jahr 2018. Jetzt ist das Projekt nach intensiven Verhandlungen und sorgfältiger Planung auf der Zielgeraden. „Damit endet eine jahrzehntelange Mitgliedschaft unter dem Dach des Traditionsvereins. Der Schritt in die Selbstständigkeit ist aufgrund der Ligazugehörigkeit der 1.Mannschaft zwingend geboten“, beschreibt Harald Annemaier, Vorsitzender der Turn- und Sportfreunde Rot-Weiß Koblenz, „denn die finanziellen Dimensionen in der 4. Liga sind in einem breitensportlich aufgestellten Mehrspartenverein nicht zu realisieren."  

Vorbehaltlich der Zustimmung der Finanzbehörden zur geplanten Ausgliederung soll der FC Rot-Weiß Koblenz ab dem bevorstehenden Sommer die sportliche Heimat aller Rot-Weiß-Kicker vom Regionalliga-Team bis hin zu den Bambini sein. „Der FC soll alle Mannschaften und Mitglieder übernehmen, die Abteilung Fußball wird es dann bei TuS Rot-Weiß Koblenz nicht mehr geben“, fasst Pit Arndt zusammen. Der Koblenzer Unternehmer ist der erste Vorsitzende des im Februar gegründeten FC. Dem von den Gründungsmitgliedern gewählten sechsköpfigen Vorstand gehören neben ihm die drei Rot-Weiß-Urgesteine Christian Noll (Vorstand Sport), Gerd Gail (Schatzmeister) und Thomas Voigt (Vorstand Kommunikation) an. Thomas Beer (Koblenzer Brauerei) übernimmt das Amt des 2. Vorsitzenden, Michael Dillmann soll die Nachwuchs- und Jugendarbeit verantworten und bringt dabei sein überregionales Netzwerk in Wirtschaft und Politik ein. Die Geschäftsstelle im Stadion Oberwerth soll Werner Wolf leiten, der schon lange Jahre im Koblenzer Fußballgeschäft verwurzelt ist. Sowohl über die Anwesenheit in den Gremien des „neuen“ FC Rot-Weiß als auch zum Beispiel über die gemeinsame Nutzung und Erhaltung von Sportstätten sollen die beiden Vereine künftig miteinander verbunden bleiben. „Kürzere Entscheidungswege, mehr Transparenz und eine klare Budgetierung, nichts anderes als die professionelle Führung eines Betriebes“, benennt Pit Arndt die wesentlichen Vorteile der bevorstehenden Ausgliederung.

Der FC bricht mit der Verselbstständigung auf zu neuen Ufern und will sich fit machen für die Zukunft. „Wir möchten die Grundlagen schaffen, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Unser Handeln ist von langfristigem Denken geprägt. Und wir investieren in die Zukunft“, macht Thomas Beer deutlich und nennt als dringlichste Aufgabe die zeitnahe Verbesserung der Infrastruktur mit dem Bau neuer Sportanlagen und Umkleidekabinen. Rot-Weiß Koblenz macht in der aktuellen Saison in der Regionalliga deutlich, dass vor allem junge Spieler die Möglichkeit einer Präsentationsplattform zur Weiterentwicklung erhalten. Künftig sollen auch mehr Talente aus den eigenen Reihen diesen Weg gehen können. „Dafür ist eine Ausbildung auf hohem Niveau notwendig“, betont Jugend-Vorstand Dillmann. „Diese wollen wir auf dem „Campus Rot-Weiß“ anbieten. Hier will sich Rot-Weiß als Top-Adresse in der Region Mittelrhein etablieren.“

Professionelle Strukturen auch unterhalb der 1. Mannschaft mit lizenzierten Trainern – auch das schreibt der Verein mit den gleichen Farben und dem neuen „Vornamen“ groß auf seine Agenda. Hierbei ist Manuel Moral Fuster, der die Sportliche Leitung der gesamten Nachwuchsabteilung übernimmt, unverzichtbar. Er soll künftig in Doppelfunktion als Co-Trainer der Senioren den Bogen zum Nachwuchs schlagen. „Auf der Leistungsebene sollen Spielidee und Trainingsinhalte in die gleiche Richtung gehen – Rot-Weiß wird aber seiner Tradition, Breitensport anzubieten, treu bleiben“, erklärt Michael Dillmann, der im organisatorischen Bereich vom langjährigen Jugend-Koordinator Wolfgang Kick unterstützt wird.

« Zurück

Verwandte Nachrichten

Weitere Nachrichten

Rheinlandliga: Die Ergebnisse am 7. Spieltag

Mayen ärgert den Tabellenführer. Ahrweiler BC siegt weiter. Metternich und Andernach mit unnötigen Niederlagen.
weiterlesen...

Siegesserie von Engers gestoppt

Nach drei Siegen in Folge muss sich der FV Engers mit 0:3 (0:0) beim SV Gonsenheim geschlagen geben.
weiterlesen...

Keine Spur von britischem Understatement: Aston Martin siegt gleich beim Comeback

Das achte Saisonrennen der Nürburgring Langstrecken-Serie sorgte für ein historisches Ereignis. In der jahrzehntelangen Geschichte des…
weiterlesen...

HV Vallendar gewinnt zum Auftakt

Der Handballverein Vallendar gewinnt zum Auftakt gegen Saarpfalz.
weiterlesen...

Baskets siegen auch gegen den FC Bayern

Die EPG Baskets Koblenz gewinnen mit 70:59 gegen den FC Bayern 2.
weiterlesen...

Nach Frankfurt ist vor den Bayern

Für die EPG Baskets Koblenz geht es heute im ersten Heimspiel der Saison gegen die zweite Mannschaft des FC Bayern München.
weiterlesen...

ENTERTAINMENT 4u

STORY 4u

SZENE 4u