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Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: So geht es jetzt weiter

Ein erneutes Derby zwischen Emmelshausen und Karbach wird es in dieser Saison nicht mehr geben. (Foto: TSV Emmelshausen)


Die Nachholspiele der Hinrunde sind vollständig absolviert. Am kommenden Wochenende starten die Auf- und die Abstiegsrunde. Engers, Karbach und Koblenz haben den Klassenerhalt schon sicher, während Mülheim-Kärlich und Emmelshausen noch darum bangen müssen. Chancen auf den Aufstieg hat wohl kein Team aus der aktuell4u-Region.

Ab nächster Woche wird es ernst. In der Hinrunde konnten sich die Mannschaften eine Grundlage verschaffen. Nun gilt es damit zu arbeiten. Die Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar startete aufgrund der besonderen Ausgangslage wegen der Corona-Pandemie mit 24 Teams in die Saison 2021/22. Diese waren wiederum aufgeteilt in eine Nord- und eine Südstaffel mit jeweils 12 Teams. Innerhalb der Staffeln spielte im Hin- und Rückspiel jeder gegen jeden. Aus den Abschlusstabellen dieser Staffeln ergeben sich nun die Teilnehmer an der Auf- und Abstiegsrunde.

Aufstiegsrunde: Worms und Trier sind die klaren Favoriten

Aus der aktuell4u-Region haben es der FV Engers, der FC „Blau-Weiß“ Karbach und die TuS Koblenz in die Aufstiegsrunde geschafft. Ob sie deswegen auch wirklich um den Aufstieg in die Regionalliga Südwest mitspielen können, ist eine andere Frage. Am Ende der Saison steigt nur der Tabellenerste direkt auf. Der Zweite kann die vierthöchste deutsche Spielklasse noch über Relegationsspielen gegen die Zweiten der Hessenliga und der Oberliga Baden-Württemberg erreichen. Da die Vereine ihre Punkte aus den jeweiligen Staffeln mitnehmen, konnten sich Worms und Trier schon vor dem Start der Aufstiegsrunde etwas absetzen. Einzig Wiesbach und Ludwigshafen können noch ein wenig mithalten. Die restlichen acht Mannschaften besitzen nur sehr theoretische Chancen für den Aufstieg in die Regionalliga. Auch wenn Engers, Karbach und Koblenz am Ende wohl nicht wirklich um den Aufstieg mitspielen werden, hat die Aufstiegsrunde dennoch ihren Reiz, wie Karbach-Trainer Maximilian Junk im Gespräch mit aktuell4u bestätigt:

Die Aufstiegsrunde ist für eine Belohnung für die tolle Hinrunde. Wir freuen uns jetzt darauf, uns mit den besten Mannschaften der Oberliga messen zu dürfen. Mir ist die Situation so wesentlich lieber als in der Abstiegsrunde dauerhaft unter immensem Druck zu stehen. So können wir befreit aufspielen, was uns hoffentlich zu guten Leistungen trägt. Die Spannung hält sich automatisch oben, wir haben noch ein großes Ziel, den Rheinlandpokal und dafür muss man auch in der Liga auf einen guten Niveau spielen. - Maximilian Junk (Trainer FC "Blau-Weiß" Karbach)

Jedes Team muss noch zwölf Spiele bestreiten. Jeweils ein Hin- und Rückspiel gegen die Mannschaften aus der jeweils anderen Staffel, also gegen diejenigen, gegen die in dieser Saison noch nicht gespielt wurde.

Die Ausgangstabelle der Aufstiegsrunde:

 

Verein

Torverhältnis

Punkte

1.

Wormatia Worms

60:18

50

2.

SV Eintracht Trier 05

58:19

49

3.

FC Hertha Wiesbach

62:37

46

4.

FC Arminia 03 Ludwigshafen

59:39

46

5.

SV Alemannia Waldalgesheim

43:32

39

6.

SV Gonsenheim

41:27

38

7.

FV Engers 07

34:27

38

8.

FC „Blau-Weiß“ Karbach

45:30

37

9.

FV 07 Diefflen

47:42

37

10.

FV Dudenhofen

57:35

36

11.

TuS Mechtersheim

45:41

33

12.

TuS Koblenz

33:32

29

Abstiegsrunde: Große Herausforderung für Emmelshausen

In der Abstiegsrunde ist es genau wie in der Aufstiegsrunde: Jedes Team muss noch zwölf Spiele bestreiten. Jeweils ein Hin- und Rückspiel gegen die Mannschaften aus der jeweils anderen Staffel, also gegen diejenigen, gegen die in dieser Saison noch nicht gespielt wurde. Aus der aktuell4u-Region müssen noch die SG 2000 Mülheim-Kärlich und vor allem der TSV Emmelshausen um den Klassenerhalt zittern.

Während sich Mülheim-Kärlich in der Nordstaffel ein recht solides Punktepolster erspielt hat, sieht die Lage in Emmelshausen etwas anders aus. Mit 18 Punkten und dem zweitschlechtesten Torverhältnis starten die Vorderhunsrücker als Vorletzter in die Abstiegsrunde. Am Ende der Spielzeit steigen vier bis acht Mannschaften aus der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar ab. Die genaue Zahl hängt auch von den Aufsteigern aus den Landes- und Verbandsligen ab. Ziel ist es, die Staffelstärke von 24 Mannschaften auf 22 Mannschaften für die folgende Saison 2022/2023 zu reduzieren.

Hoffnung macht Emmelshausen sicherlich das Auftreten in den beiden Nachholspielen. Auf den Sieg gegen Eisbachtal folgte nach einer guten Leistung eine knappe und unglückliche Niederlage gegen den SV Gonsenheim, die immerhin die beste Rückrundenmannschaft der Nordstaffel war. Fünf Aufgaben muss der TSV auf die übrigen Mannschaften der Abstiegsrunde aufholen, um den Klassenerhalt erreichen zu können. Ansonsten droht der erneute Abstieg in die Rheinlandliga und damit die Gefahr, zur Fahrstuhlmannschaft zu mutieren.

Aber auch Mülheim-Kärlich sollte sich nicht allzu sicher fühlen. Bei der hohen Anzahl an potenziellen Abstiegsplätzen darf sich auch die SG 2000 keine Schwächephase erlauben. Stattdessen würden sie gut daran tun, sich von Anfang an in der Spitzengruppe, in der sie sich dank des ordentlichen Abschneidens in der Nordstaffel befinden, festzusetzen.

Die Ausgangstabelle der Abstiegsrunde:

 

Verein

Torverhältnis

Punkte

1.

TSG Pfeddersheim

39:39

30

2.

1. FC Kaiserslautern U21

34:42

29

3.

SG 2000 Mülheim-Kärlich

27:34

27

4.

SV Röchling Völklingen

29:43

24

5.

Spfr. Eisbachtal

29:44

23

6.

SV Elversberg 07 II

33:54

23

7.

FSV Salmrohr

30:56

23

8.

FV Eppelborn

32:56

21

9.

BFV Hassia Bingen

27:42

19

10.

FSV Jägersburg

33:50

19

11.

TSV Emmelshausen

19:45

18

12.

FC Speyer 09

29:71

7