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Oberliga-Vorschau: 1. Spieltag der Auf- und Abstiegsrunde

Koblenz und Mülheim-Kärlich werden in dieser Saison nicht mehr aufeinander treffe. (Foto: SG 2000 Mülheim-Kärlich)


Die Zeit der Derbys in der aktuell4u-Region ist vorerst vorbei. Dafür wird es jetzt ernst für die Teams aus Engers, Karbach, Koblenz, Mülheim-Kärlich und Emmelshausen. Nun geht es um gute Platzierungen in der Meisterrunde und um den so sehnlichst erwünschten Klassenerhalt. Gleich am ersten Spieltag ist jedoch schon eine Begegnung von einer Spielverlegung betroffen.

Aufstiegsrunde:
FV Diefflen – FC „Blau-Weiß“ Karbach (Samstag, 19. März, 15:30 Uhr):

Für Karbach startet die Aufstiegsrunde mit einem Auswärtsspiel beim FV Diefflen im Saarland. Beide Teams haben sich in ihrer jeweiligen Staffel 37 Punkte erzielt und somit für die Aufstiegsrunde qualifiziert. Inwieweit diese Punkteausbeute zu vergleichen ist, ist jedoch fraglich. Karbach-Trainer Maximilian Junk geht auf jeden Fall mit gehörigem Respekt in die bevorstehende Aufgabe:

Die Tatsache, dass Diefflen die Aufstiegsrunde erreicht hat und beispielsweise Pfeddersheim hinter sich lassen konnte zeigt, dass es sich um eine sehr gute Mannschaft handelt. - Maximilian Junk (Trainer FC „Blau-Weiß“ Karbach)

Auch wenn der Coach der Mannschaft aus dem Vorderhunsrück ein Duell auf Augenhöhe erwartet, gibt es sicherlich einige Dinge, die Junk und seinen Spielern Mut machen werden. Zum Beispiel der Testspielsieg am vergangenen Wochenende gegen die Spitzenmannschaft Eintracht Trier, welche die Nordstaffel mehr als deutlich für sich entscheiden konnte und nun um den Aufstieg in Regionalliga kämpft. Dieser Erfolg findet auch Vorbetrachtung des FCK-Coachs auf das Spiel gegen Diefflen Beachtung:

Ich erwarte ein Spiel zweier ungefähr gleichstarker Manschaften. Das Spiel gegen Tirer hat gezeigt, dass wir auch gegen gute Gegner ebenbürtig sein können, wenn wir unsere Leistung zu 100 Prozent auf den Platz bringen. Spiele gegen Diefflen waren in der Vergangenheit immer kurzweilig und attraktiv. Daher freuen wir uns sehr auf dieses Spiel. - Maximilian Junk (Trainer FC „Blau-Weiß“ Karbach)

Neben dem Langzeitverletzten Tim Puttkammer muss Maximilian Junk bei der bevorstehenden Partie auch auf Lars Oster verzichten, der im Training umgeknickt ist.

FC Hertha Wiesbach – FV Engers (Samstag, 19. März, 15:30 Uhr):

Zum Auftakt der Aufstiegsrunde erwartet den FV Engers mit dem Auswärtsspiel beim FC Hertha Wiesbach direkt eine schwere Aufgabe. Für den Engerser Trainer Sascha Watzlawik kommt es zu Beginn gleich knüppeldick. Für ihn zählen die Gastgeber als Geheimfavorit neben Worms und Trier auf den Aufstieg in die Regionalliga. Mit nur vier Punkten Rückstand auf Tabellenführer Wormatia Worms haben die Südpfälzer noch alle Chancen.

Sie verfügen über die stärkste Offensive aller Oberligateams mit 62 Toren in 22 Spielen. Hertha hat sich in der Sommerpause hochkarätig verstärkt und konnte gegen Worms sogar einen Sieg einfahren. Der Sturm ist überragend besetzt. Wir fahren aber nicht am Samstag nach Wiesbach, um brav die Punkte abzuliefern. Meine Mannschaft will beweisen, dass sie sich nicht hinter Wiesbach verstecken muss. - Sascha Watzlawik (Trainer FV Engers)

Zudem ist beim FVE der Kampf um die Stammplätze ausgebrochen, besonders im Hinblick auf das Halbfinale im Rheinlandpokal am 30. März in Hochwald-Zerf. Bedingt durch die lange Winterpause kann der Engerser Trainer bis auf Neuzugang Kevin Dreidoppel und Daniel Fiege derzeit auf alle Spieler zurückgreifen. So stehen unter anderem auch wieder die Klappert-Brüder Sören und Lukas nach ihren monatelangen Verletzungen zur Verfügung. Watzlawik konnte die beiden Leistungsträger in einem Testspiel gegen den TSV Emmelshausen (5:1-Sieg) erstmals wieder von Beginn an einsetzen. Ob die Beiden auch in Wiesbach zum Kader gehören, entscheidet sich nach dem Abschlusstraining.

Ich muss noch vier Spielern mitteilen, dass sie am Samstag nicht zum Kader gehören werden. Das ist zwar ein Luxusproblem, aber menschlich nicht einfach. So eine Situation hatten wir diese Saison ganz selten. - Sascha Watzlawik (Trainer FV Engers)

TuS Koblenz – VfR Wormatia Worms (Sonntag, 20. März, 14 Uhr):

Die TuS Koblenz empfängt zum Auftakt der Meisterrunde den VfR Wormatia Worms im heimischen Stadion Oberwerth. Die Gäste steigen mit 50 gesammelten Punkten aus den bisherigen Saisonspielen in die Runde ein und sind damit derzeit Tabellenführer. Der ärgste Aufstiegskontrahent aus Trier hat einen Punkt weniger auf dem Konto. Dementsprechend schwierig wird die Aufgabe am Sonntag für die Schängel. Das weiß auch Trainer Michael Stahl:

Da kommt sehr sehr viel individuelle Qualität auf uns zu. Von daher steht Worms nicht zu Unrecht ganz oben in der Tabelle. - Michael Stahl (Trainer TuS Koblenz)

Dennoch überwiegt bei den Koblenzern die Vorfreude auf das erste Spiel seit der nervenaufreibenden Partie gegen Kaiserslautern II vor zwei Wochen:

Das sind genau die Spiele, die wir uns erarbeitet haben. Wir treffen jetzt, wie ich finde, rein was das Spielermaterial angeht auf die bis dato nicht nur punktemäßig beste Mannschaft in der Oberliga, die ich gesehen habe. Da können wir uns messen, um einfach zu schauen, wo wir aktuell stehen mit den Jungs, die wir zur Verfügung haben. - Michael Stahl (Trainer TuS Koblenz)

Neben den Langzeitverletzten Eldin Hadzic und Alen Muharemi fehlen Umut Sentürk und Andre Mandt in der anstehenden Partie jeweils gesperrt. Adrian Knop wird aus privaten Gründen nicht mit dabei sein können, zudem wird Martin Jacobs im Spieltagskader fehlen.

Der ganz große Druck lastet nicht mehr auf den Schultern der TuS-Akteure. Da der Abstieg erfolgreich vermieden worden ist, sollen die kommenden Spiele vor allem dafür genutzt werden, die Mannschaft weiterzuentwickeln und die Spannung bis zum Rheinlandpokalhalbfinale in Karbach hochzuhalten. Stahl freut sich auf die Begegnung mit Spitzenmannschaft Worms bei voraussichtlich gutem Wetter und toller Kulisse.

Abstiegsrunde:
SG 2000 Mülheim-Kärlich – TSG Pfeddersheim (Freitag, 18. März, 20 Uhr):

Im ersten von zehn Entscheidungsspielen gegen den Abstieg in die Verbandsliga bekommt es die SG 2000 Mülheim-Kärlich heute Abend um 20 Uhr mit der TSG Pfeddersheim zu tun. Die Gäste haben die Qualifikation für die Aufstiegsrunde mit drei Punkten Differenz auf den Tabellensechsten der Südstaffel TuS Mechtersheim nur knapp verpasst und müssen jetzt ihrerseits schauen, das Minimalziel Klassenerhalt schnellstmöglich zu erreichen. SG-Trainer Thomas Arzbach erwartet deshalb ein hartes Spiel für seine Schützlinge:

Pfeddersheim hat dieses Jahr noch kein Gegentor gefangen. Sie sind für mich mit Jägersburg vielleicht das stärkste Team in dieser Staffel. Von der Seite her gibt es mit Sicherheit einfachere Aufgaben, aber wenn man um den Klassenerhalt spielt, ist jede Aufgabe eine Herausforderung. - Thomas Arzbach (Trainer SG 2000 Mülheim-Kärlich)

Allgemein warten auf die Mülheimer schwierige Wochen. Die Tabellenkonstellation in der Abstiegsrunde ist vom Start weg spannend und eng. Bis auf den FC Speyer 09, der schon so gut wie abgestiegen ist, müssen alle anderen elf Teams noch einige Zähler im Abstiegskampf sammeln. Immerhin gibt es Lichtblicke, was den Personalbereich der SG angeht. Einige Leistungsträger sind nach langer Zeit wieder ins Training eingestiegen und könnten zumindest im Laufe der Runde noch ein wichtiges Thema werden. Grundlegend appelliert Arzbach an die Einstellung aller Spieler:

Wir müssen jedes Spiel so angehen, dass wir den Abstiegskampf bestehen wollen, das wird das Entscheidende sein. Dafür ist es schön, dass wir das erste Spiel zuhause haben gegen den Tabellenführer. - Thomas Arzbach (Trainer SG 2000 Mülheim-Kärlich)

FC Speyer 09 – TSV Emmelshausen (Mittwoch, 30. März, 20 Uhr):

Das für Sonntag angesetzte Spiel der beiden Tabellenletzten wurde auf Mittwoch, den 30. März verlegt. Anpfiff ist dann um 20 Uhr.