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Oberliga-Vorschau: 19. Spieltag

Nach der knappen Niederlage gegen Waldalgesheim, wartet auf Emmelshausen mit Trier gleich das nächste Spitzenteam. (Foto: TSV Emmelshausen)


Am 19. Spieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Staffel Nord steht erneut eine Englische Woche auf dem Programm. Als einzige Mannschaft aus der aktuell4u-Region, hat der FC „Blau-Weiß“ Karbach ein Heimspiel. Dieses findet aber nicht wie gewohnt auf dem Quintinsberg statt.

SV Eintracht Trier – TSV Emmelshausen (Mittwoch, 24. November, 19:30 Uhr):

Vier Spiele in Folge hat der TSV Emmelshausen nun verloren. Um diese Negativserie zu stoppen, muss ausgerechnet der Klassenprimus aus Trier geschlagen werden. Da die Teilnahme Emmelshausens an der Abstiegsrunde im nächsten Jahr seit Samstag feststeht, kann die Mannschaft von Rückkehrer Julian Feit eigentlich befreit aufspielen.

In den letzten Wochen wurde deutlich, dass Eintracht Trier nicht unschlagbar ist. Eine Niederlage gegen Salmrohr und kürzlich ein Unentschieden gegen Mülheim-Kärlich, sollten dem TSV Emmelshausen Mut machen. Dieser hat allerdings den Blick auf sich selbst gerichtet, wie Trainer Feit betont: „Wir brauchen keine Hoffnung durch Ergebnisse der Gegner. Unsere eigene Leistung von Samstag spricht für uns. Wir wissen, dass wir jeden schlagen können.“ Dennoch bleibt die Favoritenrolle klar verteilt. Immerhin trennen die beiden Vereine in der Tabelle exakt 30 Punkte. Diese Rollenverteilung ist auch Julian Feit bewusst: „Natürlich muss im Moselstadion sehr viel passen. Wir müssen es schaffen Spaß am Spiel zu haben. Dann tragen uns die Beine von alleine.“ Da für Trier schon sicher ist, dass sie nächstes Jahr in der Aufstiegsrunde antreten, können auch die Gastgeber befreit aufspielen. Allerdings könnte mit einem Sieg die Herbstmeisterschaft gesichert werden.

Sorgen bereitet TSV-Coach Feit noch eine andere Sache: „Die personelle Situation ist sehr schwierig. Wir haben viele Kranke und es wird sich sehr kurzfristig entscheiden wer dabei sein kann.“ Die Wahrscheinlichkeit scheint also nicht gering, dass Emmelshausen erneut auf Spieler aus der zweiten Mannschaft zurückgreifen muss.

BFV Hassia Bingen – SG 2000 Mülheim-Kärlich (Mittwoch, 24. November, 19:30 Uhr):

Noch ist es ein weiter Weg, um in Mülheim-Kärlich vom Klassenerhalt, beziehungsweise von der Qualifikation zur Aufstiegsrunde, reden zu können. Doch die letzten Auftritte machen Hoffnung. Erst die Siege gegen die Kellerkinder aus Emmelshausen und Salmrohr und dann zwei ambitionierte Auftritte gegen die Spitzenteams aus Waldalgesheim und Trier, die sogar mit einem Punktgewinn gegen den Tabellenführer belohnt wurden. Die obere Tabellenhälfte liegt nur noch zwei Siege entfernt, bei vier ausstehenden Partien. Nun steht eine Auswärtsfahrt zum Tabellennachbarn aus Bingen auf dem Programm. Mit einem Sieg bliebe der Traum vom vorzeitigen Klassenerhalt, noch vor der Winterpause, weiter am Leben. Gelingt dies nicht, ist das Erreichen der Aufstiegsrunde nur noch von theoretischer Natur.

Der Gegner aus Bingen durchlebt derzeit eine schwierige Phase. In den letzten fünf Spielen konnten die Gastgeber nur einen Punkt holen. Und dies auch nur gegen Salmrohr. Der letzte Sieg liegt sogar schon sieben Partien zurück. Auch für Hassia Bingen ist ein Sieg Pflicht, um die Hoffnungen auf die Aufstiegsrund aufrecht zu halten. Bei einem Unentschieden oder einer Niederlage gibt es, im Gegensatz zu Mülheim-Kärlich, auch keine theoretischen Chancen mehr. Der Druck liegt also deutlich auf der Seite der Gastgeber, während die Gäste wohl mit reichlich Selbstvertrauen anreisen werden. Wenn die SG 2000 die spielerische Leistung der letzten Wochen erneut abrufen kann, sollte einem neuerlichen Erfolgserlebnis, bei etwas Spielglück, eigentlich nichts im Wege stehen.

SV Gonsenheim – TuS Koblenz (Mittwoch, 24. November, 19:30 Uhr):

Für die TuS Koblenz geht es heute Abend zum Auswärtsspiel nach Gonsenheim. Gegen den punktgleichen Mainzer Stadtteilclub geht es für die Mannschaft von Neu-Trainer Michael Stahl vor allem darum, im Rennen um die Plätze für die Aufstiegsrunde zu bleiben: „Uns erwartet eine kompakte Mannschaft, die sich über das Umschalten und die Zweikämpfe definiert. Das haben wir schon in der Hinrunde gesehen. Sie verfügen über viele Einzelspieler mit großer Qualität und kommen mit einem 7:1 im Rücken aus dem Spiel gegen Salmrohr zu uns, die einen großen Schritt in Richtung Aufstiegsrunde machen können. Gegen diesen aggressiven Gegner müssen wir uns wehren und dafür haben wir auch einen Plan in der Tasche.“

Verzichten muss er dabei auf Alen Muharemi, Daniel von der Bracke, Ozan Ekici und Ji-on Jeon. Eldin Hadzic unterdessen kommt immer näher an die Mannschaft und könnte bald wieder eine Option sein. Ansonsten vertraut Michael Stahl auf den gleichen Kader, der gegen Eisbachtal 2:1 gewonnen hat. Aber aufgrund der Belastungssteuerung könnte die erste 11 etwas anders aussehen. Die Leistung gegen Eisbachtal ordnet der Trainer wie folgt ein: „Die Mannschaft hat Mentalität bewiesen. Das war keine einfache Situation, für keinen von uns. Wir haben auch schon besser Fußball gespielt in dieser Saison, aber wir wollten unbedingt gewinnen. Und das Quäntchen Glück, das uns bisher fehlte war auf unserer Seit und auch die Effektivität hat uns diesen Sieg eingebracht.“ Seine ersten Tage beschreibt Michael Stahl als „sehr ungewohnt, aber wir alle zusammen wollen Erfolg kreieren und das Optimum rausholen“ - auch heute Abend wieder, ab 19:30 Uhr beim SV Gonsenheim.

Spfr. Eisbachtal – FV Engers (Mittwoch, 24. November, 19:30 Uhr):

Nach dem 2:1-Arbeitssieg im Heimspiel gegen Hassia Bingen am vergangenen Samstag, steht für den FV Engers die nächste Pflichtaufgabe in der Liga auf dem Programm. Der FVE muss bei den Sportfreunden Eisbachtal antreten. Der Anstoß erfolgt um 19.30 Uhr. Mit einem Sieg im Derby könnte den Engersern vier Spieltage vor Schluss eine Vorentscheidung im Kampf um die begehrten ersten sechs Plätze gelingen. Der Vorsprung auf die Eisbachtaler Sportfreunde, die derzeit den ersten Platz der unteren Tabellenhälfte belegen und damit die Grenze zur Abstiegsrunde bilden, könnte dann auf acht Punkte anwachsen. Da in der übrigen Spielen nur noch neun Punkte zu vergeben sind, erschiene der Klassenerhalt für Engers nahezu sicher. Jedoch darf der Gegner auch nicht unterschätzt werden. Zwar treten die Gastgeber mit einer Niederlage im Gepäck und nur einem Sieg aus den letzten fünf Partien an, zuvor war Eisbachtal aber sieben Spiele in Folge ungeschlagen. Dazu zählen auch starke Auftritte gegen Trier und Karbach, gegen die man beide, bei jeweils einem 4:4-Torfestival, einen Punktgewinn feiern konnte.

Der FV Engers sollte also gewarnt sein. Zudem kann Sascha Watzlawik fast auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Bis auf Manoel Splettstößer und Lukas Klappert fährt der FVE mit seinem stärksten Aufgebot in den Westerwald.

FC „Blau-Weiß“ Karbach – FSV Salmrohr (Mittwoch, 24. November, 20:00 Uhr):

Der 24. November 2021 könnte in die Vereinsgeschichte des FC „Blau-Weiß“ Karbach eingehen. Mit einem Sieg gegen den FSV Salmrohr wäre die Qualifikation für die Aufstiegsrunde und damit auch der Klassenerhalt gesichert. Es wäre die vorzeitige Krönung einer bis dato mehr als erfolgreichen Saison.

Der Gegner aus Salmrohr kommt mit zwei herben Pleiten im Gepäck zum Gastspiel in den Vorderhunsrück. Vor allem die 1:7-Niederlage gegen den SV Gonsenheim am vergangenen Samstag zeigte dem Tabellenvorletzten deutlich die Grenzen auf. Der FC Karbach tut dennoch gut daran, den Gegner ernst zu nehmen. „Wir werden trotz des 7:1 im letzten Spiel die Salmrohrer nicht unterschätzen. Wir wissen noch aus dem Hinspiel, dass es ein hartes Stück arbeiten werden kann, um zu gewinnen. Nichts desto trotz ist es unser Ziel den Klassenerhalt auch rechnerisch morgen klar zu machen“, so FCK-Coach Maximilian Junk. Die Vorfreude auf das Spiel kann auch nicht durch die Tatsache getrübt werden, dass Karbach nicht auf dem heimischen Quintinsberg antreten darf, sondern auf den Kunstrasenplatz im knapp zehn Kilometern Gondershausen ausweichen muss, wie Junk betont: „Wir haben bereits in Gondershausen trainiert, um uns etwas an die neue Spielstätte zu gewöhnen. Natürlich würden wir lieber auf dem Quintinsberg spielen. Aber der Platz ist toll und es macht Spaß dort zu kicken.“

Ob die Spieler des FC Karbach ihre Köpfe, den Klassenerhalt vor Augen, ausschalten und befreit aufspielen können, wird sich heute Abend zeigen. Michael Kohns, Florian Bauer und Julian Hornetz können nicht ins Spielgeschehen eingreifen und ihrem Team beim Vorhaben „Klassenerhalt“ helfen. Jedoch werden nicht nur sie die Blau-Weißen vom Seitenrand tatkräftig unterstützen.