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Perspektiven nach der Flut: Sportbund und Fußballverband unterstützen

Geschädigte Vereine der Flutkatastrophe können jetzt Anträge beim Sportbund stellen, um finanzielle Unterstützung zu erhalten (Foto: privat).


Es ist eine gute Nachricht für alle Sportvereine, die infolge der Flutkatastrophe  vor den Trümmern ihrer Anlagen und Gebäuden stehen. Sie können ab Montag, 20. September einen Antrag auf Spendenmittel an den Sportbund Rheinland (SBR) oder die Stiftung des Fußballverbandes Rheinland (FVR) „Fußball hilft!“ stellen.  Gefördert werden bei einem Maximalbetrag von 12.000 Euro unter anderem die Anschaffung von Sportgeräten, das Inventar von Vereinsheimen, Geräteräumen und Lagerräumen sowie technische Geräte wie Laptops und Drucker. Außerdem können Vereine einen erhöhten finanziellen Aufwand für das Training, wie zum Beispiel für Fahrten in entfernte Trainingsstätten, geltend machen.

Das Geld, das dafür bereitsteht, kommt  aus Spenden und Zuwendungen, die der SBR, der Landessportbund Rheinland-Pfalz (LSB-RLP) sowie die „Fußball hilft!“-Stiftung in den letzten Wochen erhalten haben und auch noch erhalten werden, wobei „Fußball hilft!“ den größten Anteil leistet. So werden Vereine mit Fußballabteilung immer durch die Stiftung mit einer 100 Prozent-Förderung  unterstützt, auch dann, wenn Gelder für andere Abteilungen beantragt werden. Alle anderen Vereine werden vom SBR unterstützt,  hier werden 75 Prozent der nachgewiesenen Kosten bezuschusst.

„Der Sport hat  wieder einmal seine Solidarität in schweren Zeiten bewiesen und wir freuen uns, dass wir den Vereinen mit dieser gemeinsamen Aktion eine Perspektive  bieten können“, freuen sich  SBR-Präsidentin Monika Sauer und FVR-Präsident Walter Desch, über die Vereinbarung.

Die stellvertretende SBR-Geschäftsführerin Susanne Weber, weist darauf hin, dass mit diesem Programm nur Anschaffungen gefördert werden, die nicht über Versicherungen abgedeckt sind. Außerdem hätten neben dem Fußball noch andere Fachverbände Hilfsprogramme für ihre Vereine aufgelegt. „Wir raten allen Vereinen, sich zunächst an ihren jeweiligen Verband zu wenden und nach spezifischen Hilfen nachzufragen“, sagt Weber. Als Alternative zur Neuanschaffung weist Weber zudem auf die Materialsammelbörse des LSB-RLP und der regionalen Sportbünde hin,  um schnell zu einem Ersatz zu kommen. „Uns ist bewusst, dass derzeit viele Sportstätten und Lagerhallen nicht zur Verfügung stehen“, sagt Weber. Daher sei es  möglich, auch noch im kommenden Jahr Anträge auf Spendenmittel zu stellen und die entsprechenden Anschaffungen zu machen. Förderungen über den Maximalbetrag hinaus seien auch möglich, wenn höhere Kosten nachgewiesen werden können.