SG Mülheim-Kärlich : TuS Immendorf 1:2 (0:1)
Das war eine faustdicke Überraschung. Der TuS Immendorf hat nach der 0:10 Heimniederlage vor Wochenfrist Moral gezeigt und beim Spitzenteam Mülheim-Kärlich gar nicht mal unverdient gewonnen.
"Es war ein sehr wichtiger für die Mentalität und am Ende auch für die tabellarische Situation", freute sich Gästetrainer Marvin Schenk nach dem Spiel vor 220 Besuchern.
Seine Mannschaft war die bissigere, die gierigere Mannschaft, was Schenk sichtlich freute. "War haben letzte am Boden gelegen, haben uns aber im Laufe der Woche aufgerappelt. Dass es am Ende gegen eines der besten Teams der Liga zu einem Auswärtssieg reicht, ist natürlich umso schöner."
Jan Knopp brachte den TuS nach dreizehn Minuten 0:1 in Führung. Und Mülheim? SG Trainer Nenad Lazarevic traf markige Worte: "Wir waren nicht mutig, wir waren nicht auf der Höhe und niemand hat Verantwortung übernommen. Diese Basics sind derzeit nicht da, daran müssen wir schleunigst arbeiten, um das wieder hinzubekommen." Gleichzeitig lobte er für die Gäste. "Und zu Immendorf muss ich sagen: Das war eine sehr engagierte Leistung. Sie hatten mehr Kampfkraft, mehr Willen als wir an diesem Abend."
Nachdem Mülheim in der zweiten Halbzeit Kalle Steinmetz für Henrik Hillen kam wieder etwas mehr Schwung in die Reihen der Grün-Weißen und prompt fiel der Ausgleich durch Daniel Aretz (58.).
Danach aber schlichen sich die alten Muster wieder ein, während Immendorf leidenschaftlich dagegen hielt - und sich belohnte.
Ausgerechnet der Ex-Mülheimer Alexander Ohlig, letzte Saison noch Torschütze vom Dienst der 2. Mannschaft, sorgte für das 1:2 (70.) das man bis zum Ende halten konnte.
Ahrweiler BC : VfB Linz 5:1 (4:1)
Einmal mehr war Ahrweilers Torjäger Almir Porca der Mann des Tages vor 350 Zuschauer im Neuenahrer Apollinaris-Stadion. Mit seinen vier Treffern (18, 19, 20 und 21) sorgte der Deutsch-Bosnier für den zweiten Sieg der Ahrstädter gegen Linz innerhalb von vier Tagen. Ahrweilers Trainer Mike Wunderlich freute sich. "Wir waren von der ersten Minute an gut im Spiel." Und wenn man dann einen Porca in seinen Reihen hat - umso besser. Schon vor dem Pausentee traf er in der 8., 27. und 45. Minute, dazwischen fielen die Tore von Redon Taqui zum 2:0 und der zwischenzeitliche Anschlusstreffer der Gäste zum 3:1 (Fabio Schopp. 40.).
Nach der deutlichen Führung und den Anstrengungen der englischen Woche ließ es der ABC etwas ruhiger angehen. Aber einmal musste VfB Keeper Tyron Wielpütz doch noch hinter sich greifen. Porcas 5:1 in der 68. Minute war gleichzeitig das Endergebnis. Ein weiterer Wermutstropfen für den VfB war die Rote Karte für den Linzer Meris Siljkovic in der Schlussminute.
Damit ist Ahrweiler neuer Tabellenführer vor den punktgleichen Wittlichern. Das Torverhältnis spricht derzeit hauchdünn für den ABC. Beide Mannschaften weisen eine Tordifferenz von + 36 auf, Ahrweiler hat jedoch mehr Treffer erzielt.
FV Rübenach : Eintracht Trier II 0:3 (0:1)
"Am Ende muss man schon sagen, dass der Sieg für die Trierer in Ordnung ein", ordnete Rübenachs Trainer Benedikt Lauer die 0:3 Niederlage fair ein.
Trotzdem sah Lauer seine Mannschaft über weite Strecken gleichwertig. Ein Pfostenschuss des Rübenacher Marcel Miller (12.) hätte um ein Haar die Führung für die Koblenzer Vorstädter bedeuten können. "Es ist eine schwierige Situation nach sechs Niederlagen am Stück. Wir wussten aber was in dieser Liga auf uns zukommt, das sowas kommen kann war uns allen klar. Entsprechend müssen wir zusammenhalten und weiter an uns glauben." Demgegenüber standen effiziente Trierer und ein wieder einmal treffsicherer Sumah Morlaye auf Seiten der Eintracht Reserve. Kurz vor der Pause brachte Morlaye die Schwarz-Blauen mit der ersten echten Chance in Führung (43.).
Als Rübenach im Verlauf der zweiten Halbzeit aufmachte und offensiv wechselte, schlugen die Trierer zu. Chris Filipe (0:2, 65.) und wieder Morlaye (0:3, 75.) sorgten am Ende vor 100 Zuschauern für einen verdienten, am Ende aber etwas zu hoch ausgefallenen Auswärtssieg.
Und während Trier II in der Tabelle auf den 4. Platz kletterte, verharrt der FVR mit 12 Punkten auf dem ersten Abstiegsplatz.
SV Laubach : SV Rot-Weiß Wittlich 1:3 (0:1)
"Es war für mich so was wie der Krösus bei einer bemühten Mannschaft", sagte Laubachs Trainer nach der 1:3 Heimniederlage gegen Rot-Weiß Witllich.
Trotzdem, so Jakobs, seien sie alles andere als unschlagbar gewesen gegen eine hoch motivierte Laubacher Mannschaft. "In der Vorbereitung haben sie uns 7:0 abgewatscht. Da waren wir am heutigen Nachmittag viel besser", so Jakobs.
Was die Wittlicher auszeichnete, war die gnadenlose Effizienz. Jakobs: "Du darfst gegen die keinen Fehler machen, sie nutzen das gnadenlos aus." So war es auch in der 26. Minute, als Mohammad Rashidi den Gast 0:1 in Führung brachte.
Nach einem Patzer kurz nach Beginn der zweiten Hälfte war es wiederum Rashidi, der das 0:2 erzielte (47.). Danach hatten die Laubacher ihre beste Phase. Jakobs: "Sie ließen uns mehr Räume, was wir gut nutzen konnten." Rene Hanke erzielte den 1:2 Anschlusstreffer in der 80. Minute. Laubach drückte auf den Ausgleich, hatte einige Chancen auf das 2:2. Ein Konter der Wittlicher machte die vagen Hoffnungen der Laubacher zunichte. Maximilian Uhlig mit dem 1:3 in der 89. Minute.
Jakobs: "Es tut halt weh und es war mehr drin. Mit allen Leuten an Bord hätte es vielleicht anders ausgesehen."
SV Eintracht Mendig : SG 99 Andernach 3:3 (1:1)
Ein spannendes Spiel zwischen den beiden Rhein/Ahr Rivalen erlebten die 225 Zuschauer im Mendiger Baumaschinen-Junglas Stadion.
Die ersten Torannäherungen hatten die Hausherren. Tim Montermann (12.) und Niklas Heinemann (25.) mit Gelegenheiten. Das erste Tor jedoch erzielte die SG 99. Einen weiten Einwurf von Kapitän Philipp Schmitz verlängerte Argend Idrizi per Hinterkopf zum 0:1 (25.). Mit der besten Kombination des Spiels glichen die Mendiger aus. Über Nikolas Groß gelangte der Ball zu Brice Braquin der zum 1:1 traf (40.) Unmittelbar vor der Halbzeit hätten die Andernacher einen Elfmeter bekommen müssen, als Mendigs Verteidiger Pascal Zimmer den Ball mit der ausgestreckten Hand knapp vor der Torlinie rettete. Statt Rot und Elfmeter ließ Schiedsrichter Christian Baum weiterlaufen. Eine Szene, die Andernachs Trainer Kossmann zur Weißglut brachte. "Jeder hat es gesehen. Der Linienrichter meldet das Handspiel über Headset und der lässt weiter spielen."
Andernach's Reaktion nach dem Ärgernis unmittelbar vor der Halbzeitpause war der erneute Führungstreffer. Über Mike Borger lief der Ball zu Marius Wingenbach der zur 1:2 Führung traf (49.). Nur eine Minute später die Mendiger Antwort. Damar Kanoute hatte den Ball bereits vertändelt, setzte nach, eroberte sich den Ball zurück und traf von der Strafraummarkierung unhaltbar zum 2:2 (50.) Und es sollte noch besser kommen für die Eintracht. Nach einem missglückten Rettungsversuch von Schmitz sprang der Ball zu Montermann der Mendig erstmals in Führung brachte (3:2, 58.). Andernach schnürte jetzt die Mendiger in ihrer eigenen Hälfte ein und erzielte das am Ende gerechte 3:3. Nach einem Freistoß von Schmitz drückte Tim Esten den Ball an Fogolin vorbei zum Endstand (80.).
Die Trainerstimmen. Kim Kossmann (Andernach). "Die Zuschauer haben ein rassiges, aber kein hochklassiges Spiel gesehen. Ich muss meiner Mannschaft vorwerfen, dass sie zu viele lange Bälle in der ersten Halbzeit gespielt hat. In der zweiten Halbzeit wurde es besser. Zwei Gegentore waren Slapstick. Nach dem Rückstand haben wir eine gute Reaktion gezeigt. Das Handspiel von Zimmer nicht zu sehen war unglaublich."
Damir Mrkalj (Mendig): "Wir haben im Grunde drei Standardtore bekommen. Wenn ich die Tore gegenüber stelle, haben wir drei Tore aus dem Spiel erzielt, der Gegner drei Standards. Dennoch ist das 3:3 am Ende gerecht. Es ist unser erstes Unentschieden in dieser Saison, damit können wir gut leben."
Die weiteren Spiele:
- SG Arzfeld : SG Hochwald 1:1
- FV Morbach : FC Bitburg 2:2
- SpVgg Wirges : VfB Wissen 3:2
- SG Schneifel : TuS Kirchberg 2:1
