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SBR: Schließung von Sportstätten in der Energiekrise vermeiden

Der Sportbund Rheinland möchte verhindern, dass die Sportstätten, wie hier das Hallenbad in Emmelshausen, demnächst wegen der Energiekrise schließen müssen. (Foto: DLRG Emmelshausen)


Der Sportbund Rheinland (SBR) hat in einem Schreiben die Vertreter der Kommunen im Rheinland aufgerufen, darauf hinzuwirken, die Schließung von Sportstätten infolge der Energiekrise zu vermeiden und bietet sich für konstruktive Gespräche an. Hintergrund des Briefes ist die Empfehlung des Deutschen Städtetags, Sporthallen und Schwimmbäder zu schließen, um Energie zu sparen.

In einem ersten Schreiben hatten sich zuvor bereits der Deutsche Olympische Sportbund und der Landessportbund Rheinland-Pfalz gegenüber dem Städtetag-RLP, dem Gemeinde- und Städtebund RLP und dem Landkreistag RLP klar positioniert. Darin bekennen sich DOSB und LSB zur Verantwortung des organisierten Sports, seinen Beitrag zur Bekämpfung der Energiekrise zu leisten.

Aber die Schließung von Sportstätten darf keinesfalls die prioritäre Leitlinie unseres bzw. Ihres Handelns sein und werden. - Auszug aus dem Schreiben

Insbesondere eine erneute Schließung der Schwimmbäder sei „unverantwortlich“. Der Sportbund Rheinland unterstreicht in seinem Schreiben an die Kommunen die Bedeutung der Sportvereine in Krisenzeiten, wie zuletzt in der Corona-Pandemie bewiesen.

Erst jetzt wird in ganzem Ausmaß erkennbar, welche negativen Auswirkungen Bewegungsmangel auf die soziale und psychische Entwicklung insbesondere Heranwachsender hat. Ganz zu schweigen von den möglichen dramatischen Folgen des Nicht-Schwimmenlernens von Kindern. - Monika Sauer (Präsidentin Sportbund Rheinland)

Darüber hinaus ergänzt SBR-Geschäftsführer Martin Weinitschke und zählt weiteres Engagement aus, welches mit der Schließung von Sportstätten mit einem Schlag zunichte gemacht werden würde:

Aus diesem Grund hat auch die Landesregierung dem organisierten Sport zwei Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um nach der Corona-Pandemie den Sport im Sportverein zu reaktivieren. Dieses Geld nutzen wir für unsere Kampagne „Comeback der Bewegung“, die eine nachhaltige Wirkung auf die Mitgliederentwicklung in unseren Sportvereinen erzielen soll. - Martin Weinitschke (Geschäftsführer Sportbund Rheinland)

Der SBR richtet mit seinem Schreiben die eindringliche Bitte an die kommunalen Repräsentanten, das Gespräch mit den Sportvereinen zu suchen, um gemeinsam Konzepte zur Energieeinsparung zu entwickeln. Man sei sich sicher, dass „Vereinsvertreter mit kreativen Vorschlägen das Bemühen der Kommunen zum Energieeinsparen unterstützen werden.“