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Volleyball-Pokal: VC Neuwied erwartet Wolfsrudel aus Suhl

Große Emotionen wie hier von Maddy Halteman werden nötig sein, um dem VfB Suhl LOTTO Thüringen ein spannendes Spiel abtrotzen zu können (Detlef Gottwald)


Eine reizvolle Aufgabe erwartet die Deichstadtvolleys am Samstag, 6.11. um 19 Uhr im Rhein-Wied-Gymnasium: Zum Pokal-Achtelfinale hat sich das „Wolfsrudel“ des VfB Suhl LOTTO Thüringen, benannt nach seiner Spielstätte, der Volleyballarena Wolfsgrube, angesagt. Die Favoritenrolle dabei kommt den Gästen zu.

Die Begegnung erhält ihren Reiz zunächst dadurch, dass die jeweilige Lottogesellschaft, Thüringen bzw. Rheinland-Pfalz, Hauptsponsor ihres Vereins ist. So hat es sich LOTTO Rheinland-Pfalz nicht nehmen lassen, die Begegnung in Neuwied zu präsentieren.

Die Gäste aus Thüringen gehören seit Jahren zum Establishment des Volleyball-Oberhauses, sind Stammgast in den Playoffs und dieses Jahr mit veränderter Mannschaft vielversprechend gestartet. Cheftrainer Laszlo Hollósy kann dabei auf eine Mischung europäischer und amerikanischer Spielerinnen vertrauen. Nach einer Tie-Break-Heimniederlage gegen Dresden steht man auf dem 5. Tabellenplatz und ist auch schon von daher Favorit gegen Liganeuling VC Neuwied.

Dieser allerdings wusste in den beiden letzten Spielen gegen Tabellenführer Stuttgart und beim VC Wiesbaden zu gefallen und ließ erkennen, dass man im Begriff ist, den Rückstand im Spielniveau aufzuarbeiten. Dirk Groß gibt zu erkennen, dass er weiter nicht auf schnelle Erfolge seiner Mannschaft setzen kann. „Der Fokus der Vorbereitung bleibt auf uns gerichtet. Wir müssen weiterhin unser eigenes Spiel verbessern und an unseren Schwächen und unserer Fortentwicklung
arbeiten!“ Dabei dürfte er an das Spiel in Wiesbaden zurückdenken, als seine Mannschaft mutig und riskant agierte und so den Favoriten am Rande eines Satzverlustes hatte. Zu kämpfen hat er noch immer mit den Folgen der Erkältungswelle, die weitere Spielerinnen behindert oder aufs Krankenlager zwingt. „Wir bereiten uns jetzt so intensiv vor, wie es möglich ist, in den nächsten Tagen steht noch die Videoanalyse an und dann werden wir unseren Matchplan vorbereiten. Immer stabiler zu werden, daran arbeiten wir!“, ruft er wieder den „Dreijahresplan“ in Erinnerung, nach dem die Deichstadtvolleys sich zum vollwertigen
Eliteligisten entwickeln sollen. Positive Überraschungen auf diesem Weg werden aber gerne in Kauf genommen ...