Überall Krisen, Unsicherheiten und Ängste – in unserer schnelllebigen Welt ist es wichtig, gut auf sich zu achten und sich bewusst für Vertrauen statt Angst zu entscheiden. Wie wir den täglichen Nachrichten entkommen und auf unsere innere Stärke setzen können, lest ihr in meiner Kolumne.

Mendig |

Ihr Lieben,

es ist ein wilder Mix an Nachrichten und Ereignissen, der uns momentan umgibt. Während manche Menschen weiter versuchen, die Übersicht zu bewahren, fühlen sich andere zunehmend überfordert oder abgestoßen von der täglichen Berichterstattung. Der Kampf um die „richtige“ Wahrheit, wenn es die überhaupt gibt, scheint mehr und mehr zur Spaltung zu führen. Oft geht es nicht einmal um Fakten, sondern darum, wie wir diese Fakten interpretieren. Es ist, als würde eine unsichtbare Hand das Geschehen lenken, und wir bekommen nur Bruchstücke serviert – sorgfältig ausgewählte Happen, die wir für das große Ganze halten sollen.

Erschreckend ist, wie viele von uns dabei in einer Art Alltags-Hamsterrad stecken bleiben. Arbeiten, Kinderbetreuung, kurze Abende, um den Kopf freizubekommen – und ab und zu die endlose Scrollerei durch den Newsfeed. So zieht der Tag dahin. Ich verstehe, wie verlockend es ist, einfach weiter zu funktionieren, ohne groß zu hinterfragen. Das System, in dem wir leben, sorgt auf subtile Weise dafür, dass wir es nicht tun.

Dabei ist der Unmut vielerorts spürbar. Die Leute sind müde und enttäuscht, sie sehnen sich nach Wandel und Sicherheit in einer Zeit, in der beides kaum in Sicht scheint. Es macht sich eine Stimmung breit, die nicht einfach übersehen werden kann – Wahlerfolge bestimmter Parteien und zunehmende öffentliche Kritik sind nur einige Anzeichen. Und während wir in Deutschland mit Inflationsängsten und unsicheren Zukunftsaussichten zu kämpfen haben, fließen weiterhin riesige Summen ins Ausland und in weit entfernte Konflikte. Gleichzeitig sehen sich die Bürger hier mit stagnierender Unterstützung und schwindender sozialer Sicherheit konfrontiert.

Wie soll man da noch optimistisch bleiben? Ich selbst habe mir zum Beispiel schon vor einiger Zeit angewöhnt, Nachrichten nur noch sporadisch zu verfolgen. Denn eines habe ich gelernt: Nachrichtenmedien leben von Emotionen, und oft ist das Angst. Angst ist eine starke, aber auch schwere Energie, die uns auf Dauer herunterzieht. Ja, es mag esoterisch klingen, aber Energie ist kein Hokuspokus – sie ist real und messbar. Hoch schwingende Emotionen wie Liebe und Vertrauen haben eine andere Qualität als Angst. Sie bringen uns innerlich und im Umfeld in eine stabilere, konstruktivere Balance. Albert Einstein wusste das, und inzwischen gibt es zahlreiche wissenschaftliche Studien, die uns belegen, wie sehr wir uns von Energien beeinflussen lassen.

Natürlich bedeutet das nicht, sich von allem abzuwenden und in eine rosarote Welt zu flüchten. Aber es bedeutet, die Wahl zu treffen, wie viel Negativität man in sein Leben lässt und wie man damit umgeht. Für mich heißt das: gut auf mich und meine Familie achten, achtsam sein und lernen, die eigenen Energien zu schützen. Auch ich habe nicht alle Antworten, und auch ich stehe mit meinen Kindern im Alltag oft vor Herausforderungen, die mich bis an meine Grenzen fordern. Doch in diesen Momenten versuche ich, mich daran zu erinnern, dass ich immer die Wahl habe, wie ich mit der Welt umgehe.

Die Lage mag angespannt sein, und so manche Frage bleibt für uns alle offen. Aber vielleicht ist genau das der Moment, an dem wir uns bewusst entscheiden können, weniger Angst und mehr Vertrauen in uns selbst zu setzen – und in eine bessere Zukunft.

Eure Dani