Ihr Lieben,
es ist wieder so weit, Halloween – Ein Trend, der aus Amerika zu uns herüberschwappt und den Konsum wieder einmal anheizt. Die Massenindustrie lässt keine Gelegenheit aus, um ihre Produkte im Halloweendesign zu verkaufen. Von Klopapier bis zu Gummibärchen – alles wird gruselig verpackt. Natürlich haben Kinder, und auch viele Erwachsene, Spaß an diesem Tag. Es ist eine willkommene Gelegenheit, sich zu verkleiden und in eine andere Welt einzutauchen. Doch wo bleibt der Gedanke hinter dem Fest?
Heute dreht sich vieles nur noch um Konsum. Man ist schon fast gezwungen, mitzuziehen, weil die Kinder es überall sehen – Deko muss her, Süßigkeiten müssen bereitgestellt werden, und natürlich zieht man mit „Süßes oder Saures“ los.
Diese Doppelmoral ist es, die mich stört. Vieles, was uns sonst wichtig ist, rückt für einen Tag in den Hintergrund. Es geht wieder einmal ums Mitmachen – ob wir wollen oder nicht. Doch sollten wir nicht lieber auf unsere eigenen Traditionen schauen?
Halloween ist nicht neu. Der keltische Brauch Samhain wurde bereits vor Jahrhunderten gefeiert. Man entzündete große Feuer, gedenkte der Toten und nahm die Glut mit nach Hause. Auch damals verkleidete man sich, aber aus einem anderen Grund: um böse Geister fernzuhalten.
Was mir wichtig ist: Feste sollten bewusst gefeiert werden. Nicht nur, weil es alle machen. Es geht darum, den Sinn hinter einem Fest zu verstehen und sich zu fragen: Möchte ich das wirklich mitmachen? Unsere mitteleuropäischen Traditionen sind reich an Geschichte und Bedeutung – es lohnt sich, ihnen wieder mehr Beachtung zu schenken.
Und trotzdem – ja, auch ich habe mich wieder den Wünschen meiner Kinder gebeugt. Neue Kostüme sind gekauft, und wir werden selbstverständlich am kommenden Donnerstag durch die Straßen ziehen. Denn so kritisch ich auch bin, wenn ich die strahlenden Augen meiner Kinder sehe, weiß ich, dass manche Feste eben doch ihren Platz im Jahr verdienen.
In diesem Sinne, feiert Halloween, vielleicht dieses Jahr mit dem Wissen und den Gedanken an unsere ureigenen Wurzeln und unsere Ahnen.
Eure Dani
