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Auf den Spuren der eigenen Familiengeschichte in Koblenz

V.l. Heinz Schneider, Marc Isenberg, Scott Isenberg, Janet Isenberg, Dr. Ulrich Offerhaus, Dr. Margit Theis-Scholz, Brigitte Schneider. (Foto: Privat)


Anfang Dezember besuchte Janet Isenberg mit ihrer Familie Koblenz. Janet Isenberg, geborene Bernd, war keine gewöhnliche Besucherin unserer Stadt, denn sie ist die Tochter von Addi Bernd, der nach dem Ende des II. Weltkriegs der erste Vorsitzende der wiedergegründeten jüdischen Gemeinde in Koblenz war.

Der Weg auf den Spuren ihrer Familie führte die in den USA geborene und lebende Janet Isenberg zunächst auf den jüdischen Friedhof zu den Gräbern ihrer Vorfahren und in die heutige Synagoge. Anschließend begrüßte Michael Koelges die Gäste im Stadtarchiv, wo die Mitarbeiterin Judith Höhn-Engers interessiert nach dem Druckerlehrling Addi Bernd in der Kuvertierfabrik Mayer-Alberti fragte. Einen traurigen Blick warf sie auf den Bürresheimer Hof, wo sich bis zur Pogromnacht 1938 die alte Synagoge befand. Die Koblenzer Dezernentin für Bildung und Kultur Dr. Margit Theis-Scholz begrüßte die Familie am Stolperstein der Familie Alfred Bernd. Am Beispiel des breiten zivilgesellschaftlichen Engagements im Umgang mit den Stolpersteinen konnte Theis-Scholz einen Eindruck der vielfältigen Erinnerungsarbeit in Koblenz vermitteln. Sie dankte zugleich Dr. Ulrich Offerhaus, der den Kontakt zu Janet Isenberg hergestellt hatte.