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Ernst Linde-Heimes zum Mitglied des PEN-Zentrums berufen

Ernst Linde-Heimes, neues Mitglied des PEN-Zentrums. (Bild: Arne Houben)


Auf der Vollversammlung des PEN-ZENTRUM DEUTSCHLAND e.V. (PEN) wurde der Koblenzer Schriftsteller Ernst Linde-Heimes in das PEN-Zentrum Deutschland und in den internationalen PEN-Club berufen. Mit seinen zahlreichen Büchern ganz unterschiedlicher Genres, seiner unermüdlichen Recherche über das KZ-Außenlager Cochem, sowie seiner jahrzehntelangen Mitgliedschaft und früheren Vorstandsarbeit im Verband deutscher Schriftsteller Rheinland-Pfalz (VS) gehört er zu den bekanntesten Autoren des Landes.

Um PEN-Mitglied werden zu können, muss man von mindestens zwei Bürgen unter den bereits organisierten Literaten und Literatinnen vorgeschlagen werden. Im Rahmen der Vollversammlung des PEN wird man in Abwesenheit berufen. Beurteilungskriterium für die Aufnahme in den PEN-Club ist primär die publizistische Leistung, denn es werden ausgewählte Bücher bei der Zuwahl präsentiert. Gleichzeitig aber auch das Gesamtwerk. Darüber hinaus zählt das Engagement eines Autors, welches zur Charta des internationalen PEN-Clubs passen muss.

Ernst Linde-Heimes hat neben seinen literarischen Sachbüchern und Schauspielen über die Zeit des Nationalsozialismus Romane, wie zuletzt „Der Sommer, der alles veränderte“ und die Biografie des Arbeiterführers Julius Lehlbach geschrieben. Besonders während seiner Zeit als Kabarettist (1989 – 2001) verfasste er experimentelle Literatur.

Ernst Linde-Heimes ist Mitinhaber der Koblenzer Buchhandlung Heimes. Sie ist seit 40 Jahren ein Ort der Begegnung, der Literatur und Kultur im Herzen der Koblenzer Altstadt.  2005 wurde er in den „Kunst- und Kulturbeirat zur politischen Bildung in Rheinland-Pfalz“ berufen, dem er bis heute angehört. Linde-Heimes erhielt für sein Schaffen Stipendien und wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer schreibt im Vorwort zu Linde-Heimes aktuellem Buch:

Mit großem Engagement hat es sich Ernst Heimes zur Aufgabe gemacht, Geschichten weiterzuerzählen und denjenigen Menschen eine Stimme zu geben, die Opfer des Schreckensregimes der Nationalsozialisten geworden sind. Ich danke Ernst Heimes für sein Engagement, denn durch seine persönlichen Begegnungen mit Opfern und seinen starken regionalen Bezug wird lokale und nationale Geschichte konkret erlebbar.

- Rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer im Vorwort zu Lindes-Heimes aktuellen Buch

In Rheinland-Pfalz gehören auch die Schriftsteller Rafik Schami, Stefan Gemmel, Rüdiger Heins und die Schriftstellerin Annegret Held dem PEN-Zentrum Deutschland an. Zu dessen Generalsekretär wurde in diesem Herbst der Pfälzer Schriftsteller Michael Landgraf gewählt.