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Wiederaufbau: Baustellenatlas unterstützt bei Koordination von Maßnahmen im Ahrtal

Die beiden Online-Tools „Baustellenatlas“ und „Leitungsauskunftsportal“ sollen beim Wiederaufbau im Ahrtal unterstützend helfen. (Foto: Red.)


Das Ahrtal ist Deutschlands größte Baustelle. Kanäle und Leitungen werden neu verlegt, Brücken erneuert und Gebäude aufgebaut. Jede Baumaßnahme bedarf zuvor einer Genehmigung und bedeutet dabei auch den Zu- und Abtransport von schwerem Gerät, die An- und Ablieferung von Baumaterialen und mitunter auch die Umleitung des Verkehrs.

Eine umfassende Koordinierung aller öffentlichen Aufbaumaßnahmen ist daher notwendig, um vermeidbare Beeinträchtigungen oder Verzögerungen im Aufbau zu begrenzen und mögliche Synergien zu nutzen. Die beiden Online-Tools „Baustellenatlas“ und „Leitungsauskunftsportal“, die bereits seit einigen Monaten eingesetzt werden, helfen den jeweiligen Bauträgern dabei, Anträge zu stellen und Baumaßnahmen effektiv abzustimmen. Um die einzelnen Funktionen noch effektiver nutzen zu können, werden für Kommunen, Bauträger öffentlicher Maßnahmen und mit der Planung beauftragte Büros Schulungen angeboten.

Viele Arbeiten und Planungen im Aufbaugebiet laufen parallel. Ein Beispiel: Eine Straße wird zunächst für die Verlegung von Glasfaserkabeln aufgerissen, wenige Wochen später muss an dieser Stelle auch der Kanal erneuert werden. Es ist daher sinnvoll, die unterschiedlichen Bauträger im Vorfeld zusammenzubringen, um die Arbeiten sinnvoll zu koordinieren. Der Baustellenatlas übernimmt dieses ‚Baumanagement‘, was letztlich Zeit und Kosten einspart. Wir sind daher sehr froh, dieses Online-Tool kostenlos zur Verfügung stellen zu können. - Michael Schäfer (Leiter des Aufbaustabs der Kreisverwaltung Ahrweiler)

Neben dem Baustellenatlas, in den Informationen wie etwa Baubeginn und -ende sowie Ansprechpartner eingetragen werden können, bietet das Programm ein online abrufbares Leitungsauskunftsportal. Als digitale Schnittstelle können hierüber Anträge für Genehmigungsverfahren in wenigen Schritten und somit schneller und einfacher bei der jeweils zuständigen Verwaltung gestellt werden. Insbesondere bei der Planung von Tiefbauarbeiten müssen ausführende Unternehmen Leitungsauskünfte bei Trägern öffentlicher Belange einholen. Neben den örtlichen Verwaltungen sind dies vor allem Energieversorger, Wasserwerke, Zweckverbände, Entsorgungsfirmen sowie Betreiber von Telekommunikationsnetzwerken.

Die Firma „infrest“ bietet als Hersteller des Baustellenatlas und des Leitungsauskunftsportals im September und Oktober für Kommunen und Bauträger öffentlicher Maßnahmen und mit der Planung beauftragte Büros noch zwei Termine zur kostenlosen Online-Schulung an. Es handelt sich jeweils um die gleichen Schulungsinhalte, sodass nur einer der genannten Termine besucht werden muss, um den Baustellenatlas und das Leitungsauskunftsportal kennenzulernen:

  • 27. September, von 14 bis 16 Uhr
  • 11. Oktober, von 9 bis 11 Uhr

Die Nutzung der beiden webbasierten Anwendungen ist auf den flutbedingten Aufbau beschränkt und ausschließlich für öffentliche Maßnahmen möglich. Der Kreis Ahrweiler hat den Baustellenatlas und das Leitungsauskunftsportal im Maßnahmenplan angemeldet und bereits einen Bewilligungsbescheid seitens des Landes zur Förderung aus dem Wiederaufbaufonds erhalten.