Die Maifelder Volleyballerinnen und ihr Verzicht auf die Bundesliga

Die Erfolgsgeschichte der „Maifeld Volleys“ geht weiter. Die Volleyballdamen im FC Wierschem sorgen für Gesprächsstoff und für Furore. Hans Lahrscheid, Lehrer in Wierschem und viel zu früh verstorben, hatte die Volleyballtruppe im 1964 entstandenen Fußballverein gegründet (Vorsitzender ist seit 2001 Johannes Dietzler). Was anfänglich wie ein temporäres Abenteuer wirkte, entpuppte sich als Erfolg auf Zeit. 2011 erfolgte der Aufstieg in die Oberliga, 2014 in die Regionalliga, dann aber stieg man wieder ab. Aber  2019 erfolgte dann der glanzvolle Wiederaufstieg in die Regionalliga.

„Wir haben dann die beste Saison in der Vereinsgeschichte gespielt“, erzählt Bernd Mitnacht, seit der Saison 2014/2015 der engagierte Abteilungsmanager der Volleyballerinnen. Der in Mendig lebende Mitnacht durfte eine Regionalligasaison erleben, die einem kleinen Märchen gleichkam. Nach 16 Spieltagen lagen die „Maifeld Volleys“ mit 36 Punkten an der Tabellenspitze. Zwei Spieltage vor Schluss einen Punkt vor der VSG Saarlouis und acht Punkte vor dem VC Wiesbaden. Dann kam Mitte März 2020 der coronabedingte Abbruch der Saison. Wierschem hatte den Aufstieg in die dritte Bundesliga Süd geschafft. Ein Dorfverein inmitten der Elite.
„Was dann kam  war die wohl schwierigste Entscheidung in der noch jungen Geschichte des Vereins. Wir wussten, dass wir beruflich bedingt und durch Wegzug wegen Studium herausragende Spielerinnen verlieren würden. Und wir standen vor einem nicht lösbaren Berg in wirtschaftlicher Hinsicht“, schildert Bernd Mitnacht die Diskussion in Wierschem.

Im April 2020 entschieden Verein und Spielerinnen, den Traum von der Bundesliga nicht Wirklichkeit werden zu lassen. Die „Maifeld Volleys“ bleiben in der Regionalliga Südwest, wo die neue Saison mit einem Auswärtsspiel am 12.September 2020 in Stadecken-Elsheim beginnt. Das erste Heimspiel ist dann am 18.Oktober in der Halle in Polch gegen den Lokalrivalen Neuwied-Andernach.
Dass der Verzicht auf die dritte Bundesliga ein psychologisches Problem für die  Mannschaft sein kann, die durch zwei neue Spielerrinnen verstärkt wird, glaubt Bernd Mitnacht nicht. Es sei ja auch die Entscheidung der Mannschaft gewesen, den Ligaverzicht zu erklären. Von daher sei die Einbeziehung der Spielerinnen sehr wichtig gewesen.
Erneut also greifen die „Maifeld Volleys“ in der Regionalliga an. Es ist an der Zeit, dass sie als etwas Besonderes auf dem Maifeld wahrgenommen werden.  Info unter www.maifeld-volleys.de.

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