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Oberliga-Vorschau: 17. Spieltag

Das umkämpfte Hinspiel gegen die U21 des 1. FC Kaiserslautern ging knapp verloren. Diesmal möchte der TSV Emmelshausen als Sieger vom Platz gehen. (Foto: TSV Emmelshausen)


Auswärtsfahrten sind angesagt am 17. Spieltag der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Staffel Nord. Alle fünf Mannschaften aus der aktuell4u-Region sind an diesem Wochenende bei ihrem jeweiligen Gegner zu Gast. In Trier kommt es zur Wiederauflage des Viertelfinales im Rheinlandpokal vom vergangenen Mittwoch, welches der FV Engers für sich entscheiden konnte.

SV Eintracht Trier – FV Engers (Samstag, 13. November, 14:00 Uhr):

Nach dem Pokalspiel ist vor dem Oberligaspiel. Nur drei Tage nach der Pokalüberraschung mit dem 2:1-Sieg über den SV Eintracht Trier muss der FV Engers in der Oberliga am Samstag in Trier antreten. Es geht um wichtige Punkte im Kampf um die begehrten ersten sechs Plätze der Tabelle, die zu der Teilnahme an der Meisterschaftsrunde berechtigen.

Eigentlich hatten die Fußballer des FV Engers gar nicht genug Zeit, um ihren Einzug ins Halbfinale des Rheinlandpokals zu feiern. Mit der bisher wohl besten Saisonleistung warfen sie im heimischen Stadion am Wasserturm den Ligaprimus Trier aus dem Wettbewerb. „Ein absolutes Spitzenspiel. Trier hatte zwar optisch die größeren Spielanteile, doch wir die klareren Möglichkeiten“, sprach FVE-Trainer Sascha Watzlawik von einem verdienten Sieg. Obwohl die Engerser einige Stammkräfte nicht von Beginn an in die Partie schicken konnten, lief der Ball sehr gut durch die eigenen Reihen. Auch die taktischen Gedanken von Watzlawik mit Finkenbusch einen erfahrenen Akteur in den Sturm zu beordern, gingen auf.

„Jetzt will Trier bestimmt Revanche für das unerwartete Ausscheiden nehmen. Wir sind bereit. Vielleicht fällt uns ja wieder eine Überraschung ein“, freut sich Watzlawik auf den erneuten Vergleich. Personell wird sich die Situation aber kaum verbessern. Mit den Klapperts Brüdern Sören und Lukas werden zwei absolute Leistungsträger weiter fehlen. „Wir wollen auch im Moselstadion punkten. Das ist wichtig“, hofft Watzlawik auf mindestens einen Punkt.

1. FC Kaiserslautern U21 – TSV Emmelshausen (Samstag, 13. November, 14:00 Uhr):

Vor drei Wochen wäre die Ausgangslage noch eine andere gewesen. Kaiserslautern war mehrere Spiele ohne Sieg und Emmelshausen konnte nach mehreren guten Auftritten den Anschluss an die übrigen Teams der Liga wiederherstellen. Nun hat sich das Blatt gewendet. Die U21 des 1. FC Kaiserslautern ist seit drei Spielen ungeschlagen und liegt in der Heimtabelle auf einem guten vierten Platz. Der TSV Emmelshausen hat hingegen die letzten beiden Partien verloren. Vor allem die Niederlage gegen den direkten Konkurrenten aus Mülheim-Kärlich schmerzt. Hinzu kommt, dass die Vorderhunsrücker wieder den letzten Tabellenplatz übernommen haben, was die Stimmung im Team vor dem Auswärtsspiel in Kaiserslautern aber keineswegs beeinflusst, wie TSV-Coach Philipp Frank betont: „Wir wollen die Partie mit gutem Gefühl und Mut bestreiten, da wird der letzte Tabellenplatz null Komma null eine Rolle spielen.“ Zudem führt Frank die Besonderheit des kommenden Aufeinandertreffens auf: „Spiele gegen den FCK sind immer ein Highlight. Im Hinspiel haben wir ein ordentliches Spiel abgeliefert, leider durch Kleinigkeiten verloren.“ Letzteres soll morgen unbedingt verhindert werden.

Mut macht zudem die Verletztenlage, welche sich langsam zu entspannen scheint. „Der ein oder andere Spieler könnte nach Verletzungen oder Grippe wieder in den Kader rücken sodass wir wieder mehr Optionen haben“, so Frank. Dennoch muss der Trainer des TSV Emmelshausen beim Gastspiel in Kaiserslautern noch auf Paolo Walther, Simon Scheid, Nicolas Bruchmann, O‘Neal David und Dama Kanouté verzichten.

SV Alemannia Waldalgesheim – SG 2000 Mülheim-Kärlich (Samstag, 13. November, 15:30 Uhr):

In Waldalgesheim kommt es zum Aufeinandertreffen zweier Mannschaften, die zuletzt eine ähnlich Formkurve aufwiesen. Nach einer Schwächephase, welche auf Seiten Mülheim-Kärlichs deutlich ausgeprägter war, konnten beide Teams in ihren letzten beiden Spielen jeweils zwei Siege feiern. Vor allem für die SG 2000 Mülheim-Kärlich waren diese Erfolge von hoher Bedeutung. Mit den Willensleistungen gegen die Kellerkinder aus Salmrohr und Emmelshausen, konnten diese nicht nur auf Distanz gehalten werden, sondern auch der Anschluss an die obere Tabellenhälfte gelingen. Nur noch einen mageren Punkt liegt die SG 2000 hinter der sechstplatzierten TuS Koblenz und das trotz derzeit großer Verletzungssorgen. Im Nachholspiel gegen Salmrohr zeigte Mülheim-Kärlich unter der Woche eine kämpferische Leistung, die kurz vor Schluss mit einem Elfmetertor von Pascal Steinmetz belohnt wurde. Wie viele Körner diese aufopferungsvolle Leistung des dezimierten Kaders gekostet hat, wird sich am Samstag zeigen.

Das Hinspiel gegen Waldalgesheim lässt die SG 2000 sicherlich Hoffnung schöpfen. Damals trennte man sich mit einem 1:1-Unentschieden. Mülheim-Kärlich weiß also was es braucht, um gegen Waldalgesheim zu punkten.

BFV Hassia Bingen – TuS Koblenz (Samstag, 13. November, 15:30 Uhr):

Für die TuS Koblenz geht es morgen um 15:30 Uhr zum Auswärtsspiel nach Bingen. Viel Trubel gab es gestern rund um das Spiel, denn es dürfen keine Koblenz Fans zur Hassia reisen. „Der Grund hierfür ist, dass der Gastverein nicht bereit ist, die Auflagen des Fußball-Regional-Verbandes Südwest zu erfüllen“, so Bingen in einer Mitteilung. Hassia Bingen weigerte sich einen externen Sicherheitsdienst für die TuS-Fans zu engagieren. Die TuS Koblenz sollte diesen Dienst selbst bezahlen und weigerte sich. Aber zurück zum sportlichen: Nach der 1:3-Niederlage bei Eintracht Trier gilt es jetzt, sich voll zu fokussieren: „Wir haben jetzt acht Endspiele mit dem Pokalspiel in Mülheim-Kärlich und so wollen wir auch jedes Spiel angehen“, so TuS-Coach Anel Dzaka. „In Bingen erwartet uns ein sehr schweres Auswärtsspiel und eine sehr gute Mannschaft mit viel Erfahrung. Der aktuelle Tabellenstand spiegelt nicht die Qualität des Kaders wider, aber wir wollen wie immer was mitnehmen.“

Verzichten muss Dzaka dabei weiterhin auf Eldin Hadzic (Schulter-OP) und Ozan Ekici (Kreuzbandriss), sowie auf German Kurbashyan. Fraglich ist zudem der Einsatz von Alen Muharemi, der im Spiel gegen Trier eine Platzwunde am Fuß erlitten hat und noch nicht mit Ball trainieren konnte. Ebenfalls fraglich sind die Einsätze von Marc Richter und Jacob Pistor, die in der letzten Woche ein grippaler Infekt plagte.

SV Gonsenheim – FC „Blau-Weiß“ Karbach (Sonntag, 14. November, 15:00 Uhr):

Den Abschluss des 17. Spieltags in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar Staffel Nord setzt die Begegnung zwischen Gonsenheim und Karbach. Der SV Gonsenheim hat in den vergangenen Wochen den Anschluss an die Gäste aus Karbach verloren. Nach nur einem Sieg aus den letzten fünf Spielen liegt der Rückstand nun schon bei sieben Zählern auf den Tabellenzweiten. Allerdings hat Gonsenheim noch ein Nachholspiel zu absolvieren. Diese Entwicklung ist auch FCK-Coach Maximilian Junk nicht verborgen geblieben: „Durch die letzten Ergebnisse steht Gonsenheim so langsam unter Zugzwang. Dementsprechend erwarten wir einen hochmotivierten Gegner, der auf Sieg spielen wird.“ Für Karbach gilt es, nach dem turbulenten Spiel gegen Eisbachtal, in welchem man in letzter Sekunde den Ausgleich schlucken musste, den zweiten Tabellenplatz zu verteidigen. „Wir wollen unser offensives Spiel auch in Gonsenheim auf den Platz bringen und die drei Punkte mit nach Hause nehmen. Dazu gehört auch, dass wir wieder konsequenter verteidigen als in der zweiten Halbzeit gegen Eisbachtal.“ Bei einem Sieg könnte der Vorsprung auf die untere Tabellenhälfte auf bis zu zwölf Punkte anwachsen. Bei dann noch fünf fehlenden Spieltagen, wäre dem FC Karbach die Qualifikation für die Aufstiegsrunde kaum noch zu nehmen.

Positiv ist außerdem, dass Maximilian Junk nahezu aus dem Vollen schöpfen kann. Einzig Julian Hornetz konnte unter der Woche nicht am Training teilnehmen. Sorgen bereiten dem Trainer des FC „Blau-Weiß“ Karbach hingegen die Platzverhältnisse im Mainzer Stadtteil. „Spiele in Gonsenheim auf dem riesigen, stumpfen Kunstrasen sind immer eine Herausforderung“, so Junk. Möchte Karbach am Ende als Sieger vom Platz gehen, sollte dies keine Ausrede sein.