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Carina Konrad (FDP) verhandelt Agrarpolitik der Zukunft

Carina Konrad vertritt bei den Koalitionsverhandlungen die Farben der FDP bei den Themen Landwirtschaft und Ernährung. (Foto: Carina Konrad MdB)


Die Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Grüne und FDP haben begonnen. Mit dabei ist auch Carina Konrad aus Bickenbach im Rhein-Hunsrück-Kreis. Bei der Bundestagswahl im September ist sie zum zweiten Mal in Folge für die FDP in den Bundestag eingezogen. Nun leitet Konrad für ihre Partei die Koalitionsverhandlungen der Arbeitsgemeinschaft Landwirtschaft und Ernährung.

Als Agraringenieurin und praktizierende Landwirtin verfügt die Hunsrückerin über die notwendige Expertise auf dem Gebiet. Unterstützung aus den eigenen Reihen erhält die 39-Jährige von Staatssekretär Andy Becht aus dem rheinland-pfälzischen Landwirtschaftsministerium, Dr. Lukas Braun, dem Vorsitzenden des Bundesfachausschusses Landwirtschaft, sowie Dr. Gero Hocker, der wie Konrad dem Agrarausschuss des Deutschen Bundestages angehört. Für die SPD leitet Dr. Till Backhaus, der Landwirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, die Verhandlungen, für die Grünen die ehemalige Landwirtschaftsministerin Renate Künast.

Bis Ende November soll der Koalitionsvertrag auf dem Tisch liegen. Um den 6. Dezember soll dann Olaf Scholz zum Bundeskanzler gewählt werden. Ein ambitionierter Plan, bedenkt man, welche Hindernisse bis dahin noch aus dem Weg geräumt werden müssen. "In einer Koalition müssen immer Kompromisse gemacht werden", weiß Konrad. "Das Ziel ist es, einen Vertrag auszuhandeln, in dem alle drei Parteien einen Teil ihrer Positionen wiederfinden. Ich bin zuversichtlich, dass das gelingt." Die vereinbarten Lösungen werden im Anschluss den Spitzengremien vorgelegt, um strittige Themen zu klären.

Konrad hofft, dass die Gespräche zeitnah zu guten Ergebnissen führen. "Je früher die neue Bundesregierung ihre Arbeit aufnehmen kann, desto besser für unser Land", erklärt die Liberale. "Wir stehen schließlich nicht nur in der Agrarpolitik vor großen Herausforderungen. Bei der Digitalisierung hat Deutschland viel Nachholbedarf. Außerdem müssen wir endlich unnötige Bürokratie abschaffen, die den Menschen nur das Leben und Arbeiten erschwert. Und auch in der Bildung müssen wir besser werden." Die Motivation, all diese Hürden zu nehmen, sei riesig, so Konrad.