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Grundschule Hinterburg geht mit Photovoltaikanlage ans Netz

v.l.n.r.: Klimaschutzmanager Helge Lippert, Oberbürgermeister Dirk Meid, Schulhausmeister Gerd Gräfen und Thomas Müller Vorstand Firma Neue Energie Bendorf vor der neuen PV-Anlage auf dem Dach der Grundschule Hinter Burg (Bildquelle: Jacqueline Blang/Stadt Mayen)


Endlich ist es so weit, die bereits im letzten Jahr geplante PV-Anlage auf dem Dach der Grundschule Hinter Burg ist kürzlich ans Netz gegangen, freut sich Oberbürgermeister Dirk Meid. Die Anlage verfügt über 90 Module mit je 330 Watt Maximalleistung. Insgesamt erzeugen die Module so eine Spitzenleistung von 29,7 KW. Dies ist ausreichend, um 1980 Smartphones gleichzeitig zu laden, oder um 297 Fernseher gleichzeitig zu betreiben, veranschaulicht Klimaschutzmanager Helge Lippert.

Natürlich wird dieser Wert in der Praxis so gut wie nie erreicht. Dennoch werden bei guten Wetterbedingungen wie sie aktuell herrschen mittags Werte von über 20 KW erzielt. Innerhalb eines sonnigen Märztages kommen dabei über 120 kWh zusammen. Für das gesamte Jahr wird eine erzeugte Strommenge von ca. 30.000 kWh prognostiziert. Dies reicht rechnerisch aus, um den Jahresstrombedarf von zehn Dreipersonenhaushalten zu decken!

Der durch die Photovoltaikanlage erzeugte Strom wird zu mehr als zwei Dritteln direkt durch die Grundschule Hinter Burg verbraucht werden. Das übrige Drittel wird in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Für die Stadt Mayen bedeutet dies, dass über einen sehr langen Zeitraum von 25-30 Jahren, so lange halten Photovoltaikanlagen mindestens, ein erheblicher Anteil des benötigten Stroms der Grundschule durch die Photovoltaikanlage bereitgestellt werden wird. Die Stromkosten der Stadt Mayen für die Grundschule werden dadurch über Jahrzehnte erheblich geringer sein.

Der in das Netz eingespeiste Strom wird mit knapp 7 Cent pro kWh vergütet, so dass die Stadt Mayen neben den eingesparten Stromkosten zusätzlich Geld für den verkauften Strom erhält.

Nach Berechnungen aus dem letzten Jahr übersteigen die Einnahmen aus der Anlage die Investitionskosten nach Ablauf von 13 Jahren. Ab dem Moment hat sich die Anlage amortisiert.

Aufgrund der kürzlich erfolgten extremen Steigerung der Energiekosten, ist auch der Strompreis bereits stark gestiegen und wird voraussichtlich weiter stark steigen. Daher kann aktuell davon ausgegangen werden, dass die Amortisation deutlich schneller als die berechneten 13 Jahre erfolgt.

Klimaschutzmanager Helge Lippert betont, dass durch die aktuell stark steigenden Stromkosten sich auch für Privatpersonen Photovoltaikanlagen früher amortisieren als lange Zeit angenommen. Den Investitionskosten von ca.10.000€ für eine typische Einfamilienhausanlage stehen hohe jahrzehntelange Einsparungen und zusätzlich eine Einspeisevergütung gegenüber. Außerdem wird der Wert der Immobilie gesteigert, aktiver Klimaschutz betrieben und die Energieabhängigkeit reduziert.

Kurz gesagt, eine PV-Anlage lohnt sich für alle!