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Lukasmarkt: Neues Sicherheitskonzept erfolgreich

Die Durchfahrtsprobe mit der Drehleiter Feuerwehr für die Fahrbahnverschwenkung im Bereich Kelberger Straße. (Foto: Stadt Mayen)


Als Marktbesucher in der Zeit vom 15. – 23. Oktober den diesjährigen Lukasmarkt besuchten, sorgte ein – in vielen Teilen unsichtbares Konzept – im Hintergrund für die Sicherheit aller Besucher. Dafür setzten sich Markt- und Ordnungsamt der Stadt Mayen, die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz, die Freiwillige Feuerwehr, der Sanitätsdienst, sowie die Polizei gemeinsam ein.

In diesem Jahr stand der Lukasmarkt Mayen als Großveranstaltung nach dem Polizei- und Ordnungsbehördengesetz erstmalig unter der Genehmigung durch die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz.

Mit der Polizei und der Feuerwehr wurde bereits vor Jahren ein Sicherheitskonzept entwickelt, welches jedes Jahr, wenn notwendig angepasst und überarbeitet wurde.

Das Sicherheitskonzept für den Lukasmarkt 2022 wurde in Zusammenarbeit mit allen Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben neu überprüft. Aktuelle Entwicklungen und gesetzliche Anforderungen wurden berücksichtigt und wo notwendig, wurden Anpassungen vorgenommen. Schlussendlich wuchs das bestehende Sicherheitskonzept auf ein 180-seitiges Werk mit der Darstellung von Einzelkonzepten, Handlungsabläufen und verantwortlichen Gremien an.

Mit der Erteilung des Einvernehmens durch das speziell zu diesem Zweck einberufene Koordinierungsgremium und die Genehmigung durch die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz wurde das Genehmigungsverfahren abgeschlossen und der Lukasmarkt konnte stattfinden.

Insgesamt, da waren sich alle Teilnehmer jedoch einig, ist das Mayener Konzept angemessen. Es schützt die Besucher ohne dabei den Charakter des Volksfestes zu beinträchtigen.

In diesem Jahr wurde dabei neben den bereits bestehenden Maßnahmen wie Notbeleuchtungsanlagen und Kennzeichnung der Fluchtwege, mit zusätzlichen Maßnahmen wie Zufahrtschutz im Bereich der Fußgängerzone, einer Notbeschallungsanlage und einem eigens für den Lukasmarkt erstellten Blitzschutzkonzept nachgesteuert.

Dieses Sicherheitskonzept hat sich auch am Sonntag, 23. Oktober bewährt: Eine schwere Gewitterfront wurde durch den Deutschen Wetterdienst gemeldet. Dabei sollte es zu Sturmböen mit Geschwindigkeiten zwischen 70 km/h und 85 km/h sowie Starkregen mit Niederschlagsmengen bis 20 l/m² pro Stunde und kleinkörnigen Hagel kommen.

Diese Kenntnisse wurden dauerhaft vom Koordinierungskreis der Veranstaltung (bestehend aus Veranstalter, Ordnungsamt, Wehrleitung, Polizei, Kreisverwaltung Mayen-Koblenz und Sanitätsdienst) unter Leitung von Fachbereichsleiter 1 Uwe Hoffmann gemeinschaftlich überprüft, kompetent beurteilt, im Auge behalten und sachlich angemessene Entscheidungen an Hand der bestehende Faktenlage umgesetzt. Die Besucher wurden über die Notbeschallungsanlage auf das aufziehende Gewitter hingewiesen, Schausteller wurden informiert. Eine Meldung über Facebook wurde an die Bürger gerichtet und um Beachtung gebeten. Eine halbe Stunde später konnte wieder Entwarnung gegeben werden, denn das Gewitter zog rasch über Mayen hinweg und das Finale Feuerwerk zum Abschluss der Lukasmarktwoche konnte wie geplant um 20 Uhr durchgeführt werden.

„Ich bin sehr froh das es bereits seit Jahren ein sehr gutes Sicherheitskonzept für den Lukasmarkt gibt und auch dieses Jahr erfolgreich durchgeführt werden konnte, so Oberbürgermeister Dirk Meid. „Am letzten Lukasmarktsonntag wurde bewiesen, dass das Sicherheitskonzept sehr gut funktioniert und Besucher und Besucherinnen schnell über die Gewitterwarnung informiert werden konnte“, so der Stadtchef weiter.