Koblenz entwickelt einen kommunalen Wärmeplan, um seine Wärmeversorgung bis 2045 vollständig auf erneuerbare Energien umzustellen. Dieser Plan zielt darauf ab, die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und lokale Wirtschaft durch Investitionen in erneuerbare Energien zu fördern.

Die zukünftige Wärmeversorgung beschäftigt viele Koblenzerinnen und Koblenzer. Die geopolitischen Unsicherheiten, die steigenden Energiepreise sowie die fragliche Verfügbarkeit fossiler Energieträger führen zu einer notwendigen Neuausrichtung bei der Energie- und Wärmeversorgung. Der Bundestag hat im vergangenen Jahr Gesetze verabschiedet, die wesentliche Weichen für die zukünftige Wärmeversorgung in Deutschland gestellt haben.

Das Gebäudeenergiegesetz, im Volksmund bekannt als Heizungsgesetz, legt fest, welche Heizungen zukünftig noch eingebaut werden dürfen. Laut diesem Gesetz ist der Neueinbau von Gas- und Ölheizungen in einer Stadt wie Koblenz nur noch bis Ende Juni 2026 möglich. Derzeit heizen rund 82 Prozent der Haushalte in Koblenz mit Erdgas, rund acht Prozent mit Heizöl. Bis spätestens 2045 müssen diese Heizungen durch erneuerbare Heizarten ersetzt werden.

Daher stellt sich die Frage, wie die Wärmeversorgung in Koblenz zukünftig aussehen wird.

Der Weg zum kommunlaen Wärmeplan

Antworten auf diese und weitere Fragen wird die Kommunale Wärmeplanung liefern, die die Energieversorgung Mittelrhein (evm) im Auftrag der Stadt Koblenz und mit Unterstützung des Instituts für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) derzeit erarbeitet. Die Stadtwerke Koblenz übernehmen dabei die Koordination des Projekts für die Stadt.

Die Kommunale Wärmeplanung ist ein strategisches Planungsinstrument und wird das Stadtgebiet auf verschiedene Wärmeoptionen hin untersuchen. Dabei soll ermittelt werden, wo Potenziale für Nah- und Fernwärmenetze liegen. Zudem prüfen die Planer, ob und wo die Versorgung mit Wasserstoff möglich ist. Auch dezentrale Heizungsoptionen wie die Wärmepumpe stehen im Fokus des Wärmeplans. Die Stadt Koblenz ist eine der ersten Kommunen in Rheinland-Pfalz, die sich auf den Weg macht, einen kommunalen Wärmeplan zu erstellen.

Die kommunale Wärmeplanung ist ein wesentlicher Baustein für die Wärmewende in Koblenz. Deren proaktive Gestaltung bietet neue Impulse für die regionale Wertschöpfung. Die Aktivierung erneuerbarer Energien vor Ort sowie Investitionen in die energetische Infrastruktur bieten Aufträge für Unternehmen und damit Arbeitsplätze in der Region.

Bürgerbeteiligung und Informationsveranstaltung

Interessierte Bürgerinnen und Bürger können sich über den Stand der kommunalen Wärmeplanung in Koblenz im Rahmen einer Informationsveranstaltung informieren. Zu dieser lädt die Stadt gemeinsam mit dem Projektteam für Mittwoch, 21. Februar, 18 Uhr in der Rhein-Mosel-Halle, Julis-Wegeler-Str. 4, ein.

Oberbürgermeister David Langner wird in den Abend einführen und gemeinsam mit den Stadtwerken sowie mit den für die Planung beauftragten Dienstleistern evm AG und IfaS vorstellen, wie das Projekt in Koblenz angegangen wird.  Die Veranstaltung dient insbesondere dazu im Stadium der Bestandsaufnahme Fragen und Anmerkungen der Bürgerinnen und Bürger aufzunehmen und zu beantworten.

Die Stadtwerke Koblenz bitten zur besseren Planung um eine vorherige Anmeldung per E-Mail unter waermeplanung@stadtwerke-koblenz.de oder über die Homepage www.waermeplanung-koblenz.de.