Die TuS kassierte gegen Hassia Bingen die nächste Niederlage (Bild: Archiv).

Früher Doppelschlag: Koblenz verliert gegen Hassia Bingen

Es dauerte keine sieben Minuten, da war den meisten der 570 Zuschauern klar, dass es ein ganz hartes Stück Arbeit werden könnte für die junge Mannschaft der TuS Koblenz. Zwei frühe Gegentore (1.,7.Minute) brachten die TuS ins Hintertreffen. Zwei Tiefschläge, von denen sich die TuS bis zum Ende nicht mehr erholen sollte und die Trainer Anel Dzaka auf die Palme brachten: "Man muss Fußball auch arbeiten, aber manchmal habe ich das Gefühl, dass einige das nicht verstehen. Wenn wir das nicht verstehen, wird es für uns alle schwierig."

Und die TuS hatte gleich zwei Mal am Anfang nicht verstanden. Keine 60 Sekunden waren gespielt, da brachte Yanick Haag die Gäste aus Bingen mit 1:0 in Führung. "Was wir von Anfang an auf den Platz gebracht haben, war richtig stark", befand entsprechend auch Bingens Trainer Thomas Eberhard. Mit etwas Pech, hätte es dennoch 1:1 gestanden, als die Koblenzer kurze Zeit später nur den Bingener Pfosten trafen. Aber wie heißt es so schön: wenn du sie vorne nicht machst...Und Pierre Merkel, Bingens erfahrener Stürmer mit Bundesligaerfahrung, bedankte sich in der 7.Minute mit dem 2:0. "Wir wollten sehr gut ins Spiel kommen und wussten, dass ein starker Gegner auf uns wartet, der mutig spielt und sehr früh presst. Das ist sehr ärgerlich, dass wir in den ersten sieben Minuten 2:0 hinten liegen. Wir sprechen darüber schon die letzten Wochen, dass wir mehr Zweikämpfe und neutrale Bälle gewinnen müssen als auch gegen einen hochpressenden Gegner Fußball spielen müssen. Das haben wir nicht geschafft. Vor dem 2:0 können wir das 1:1 machen, haben wir aber nicht", so TuS-Trainer Dzaka. 

In der zweiten Halbzeit übernahm dann die TuS das Ruder, während Bingen quasi nur noch verteidigte. Der Anschlusstreffer in der Nachspielzeit (90+2.) durch Adrian Knop kam dennoch zu spät. "Die zweite Halbzeit war in Ordnung. Im letzten Drittel fehlt aber noch die Durchschlagskraft. Der Anschlusstreffer kam dann leider zu spät, den hätte ich gerne früher gesehen. Aber man muss es sich auch verdienen, das werde ich den Jungs auch in den nächsten Tagen sagen", war Dzaka merklich angesäuert nach der Partie. Sein Gegenüber Thomas Eberhard freute sich indes über die drei Punkte. "Wenn wir in der ersten Halbzeit ein,zwei Tore mehr schießen, darf sich auch keiner bershweren. Für uns war es ein ungewohntes Gefühl mit 2:0 in die Halbzeit zu gehen. Und trotzdem hatten wir Glück durch zwei Pfostentreffer, einen Abseitstreffer und der Druck der TuS war groß, aber mit etwas Glück haben wir das Ergebnis verteidigt. Wir nehmen die drei Punkte gerne mit."

Durch den Sieg überholte die Hassia die Koblenzer auch tabellarisch. Mit acht Punkten aus sechs Spielen steht Bingen jetzt einen Punkt und einen Tabellenplatz vor der TuS. 

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